Was ist mit Sunny los?

  • Heute habe ich mich wirklich erschrocken!

    Beim Spaziergang heute rannten beide Hunde unvermittelt auf eine junge Frau los und Sunny bellte sie auch nicht besonders freundlich an.

    Mir gelang es nicht, sie abzurufen.

    Mann, war mir das peinlich.


    Sunny zeigte dieses Verhalten bislang nur bei Hunden. Auf Entfernung voll Stoff auf den Hund zu und dann erst mal eine ordentliche Ansage machen.


    Ich kann ihm sagen, dass er bei mir bleibt und gebe ihn dann kurz vor dem Hund frei. Dann bellt er auch nicht mehr.


    Vor einigen Wochen hat er sogar nach einem Hund eines Nachbarn geschnappt, nachdem er seine 'Ansage, vollendet hatte.


    Ich denke, dass sein Verhalten seine Unsicherheit zeigt. Wir haben ihn mit 13 Monaten bekommen und er lebte bis dahin relativ abgeschieden nur unter Havanesern.


    Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass sich sein Verhalten verstärkt und das führe ich auf Johnny's Anwesenheit zurück.


    Bin ein bisschen ratlos. Wenn ich den richtigen Punkt erwische, kann ich ihn ja noch abrufen. Mir wäre aber schon lieber, er würde sich gar nicht ersr in die Situation reinsteigern.


    Jemand eine Idee?

  • Klingt wie Stellen, müsste man aber gesehen haben. Das machen Hunde um Situationskontrolle zu kriegen in Situationen, in denen irgendetwas verkehrt oder verdächtig erscheint aus Vorsorgemaßnahme, insbesondere auch, damit die Bezugsperson davon erfährt und sich vergewissern kann.


    Und zu zweit geht das viel einfacher:)

    Edited 2 times, last by Brachialine: Ein Beitrag von Brachialine mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Stellen ist wohl die richtige Beschreibung seines Verhaltens.

    Allerdings glaube ich nicht, dass er mich auf etwas aufmerksam machen möchte.


    Ich denke, er möchte den anderen Hunden gleich deutlich klar machen, dass sie ihm vom Leib bleiben sollen.

    Er hat in seinen ersten Monaten keine fremden Hunde kennengelernt und ist daher evtl. unsicher.


    Hat jemand einen Trainingsansatz?

  • Ich denke, er möchte den anderen Hunden gleich deutlich klar machen, dass sie ihm vom Leib bleiben sollen.

    Das ist doch sein gutes Recht. Ich würde das nicht "wegtrainieren", sondern ich würde ihm Hunde, die er nicht nahe an sich lassen würde, selbst vom Hals halten. Das würde das Vertrauen in Dich sehr stärken. Er wird doch wahrscheinlich nicht auf sämtliche Hunde gleich reagieren? Oder gibt es gar keine, die ihm sympathisch sind?

  • Ich würde ihn erstmal nicht mehr zu anderen Hunden hin lassen. Vermutlich hat er Stress damit und wenn du ihn frei gibst, sagst du ihm ja im Prinzip dass er das selbst regeln muss, was er offensichtlich nicht kann.

    Taavi hat ja auch Stress mit fremden Hunden. Deswegen gibt es so lockere Begegnungen einfach nur noch für Nuka. Taavi halte ich hinter mir und verscheuche notfalls den fremden Hund.

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

  • da es nicht mehr nur bei Hunden ist, würde ich schon etwas unternehmen.

    Mal analysieren, ob es nur bei einer bestimmten Art von Menschen ist.

    Wenn ja, würde ich persönlich, solche Leute ansprechen und sie bitten etwas zu warten, sich anschauen lassen, und ihnen, falls sie das möchten, einen Keks überreichen, den sie Sunny (und Jonny) geben können

    Auf Dauer nimmt die Seele die Farbe deiner Gedanken an

    Marc Aurel

  • Ich denke ich würde auch mal schauen ob es auch auftritt wenn Sunny alleine mit Dir unterwegs ist.

    Ansonsten wäre ich zunächst bei sampower - beide Hunde hinter Dich nehmen.

    Die Augen sind okay??

    ....und sobald du die Antwort gefunden hast ,ändert das Leben die Frage.

  • da es nicht mehr nur bei Hunden ist, würde ich schon etwas unternehmen.

    Mal analysieren, ob es nur bei einer bestimmten Art von Menschen ist.

    Wenn ja, würde ich persönlich, solche Leute ansprechen und sie bitten etwas zu warten, sich anschauen lassen, und ihnen, falls sie das möchten, einen Keks überreichen, den sie Sunny (und Jonny) geben können

    Bei sowas wie bekeksen wäre ich sehr vorsichtig. Meistens wollen diese Hunde eben Abstand und da ist ignorieren der Hunde für sie viel erleichtender. Auch wenn sie nicht direkt bedrängt werden ist Aufmerksamkeit nicht das was sie wollen.

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

  • Es sind viele verschiedene Ursachen möglich, es ist unheimlich schwierig aus der Ferne zu den richtigen Rat zu geben.


    Auf den ersten Blick ähnelt sich Verhalten entspringt aber verschiedenen Ursachen.


    Was für zb Taavi richtig ist ,ist für Feivel vielleicht völlig falsch.

    Die Herkunft, Geschichte,Veranlagung und das Individuum entscheiden über den Weg /den Blick auf das Verhalten.


    Ich würde mir einen Trainer vor Ort suchen.

  • Das mit dem "den Hund hinter sich nehmen" ist schwierig, wenn die Hunde frei laufen. Da müsste er an der Leine bleiben, ein " Zurück" mit Benennung des anderen Hundes oder Menschen dazu. Wenn Hund freiläuft und man verpasst den Moment, in dem er noch abrufbar ist, funktioniert es nicht mehr, kann man auch nicht üben.

    Bei Phoebe habe ich diese Erfahrung gemacht.

    Aber an der Leine ein "Zurück" und dann anstürmende Hunde abblocken - das ist das totale Erfolgsmodell bei unseren.

    Aber wir sind halt wenig an der Leine unterwegs. Und ohne Leine weiss Phoebe oft nicht, ob sie die angebotene Hand zum Hochnehmen annehmen soll oder doch nach vorne stürmen soll und Ansage machen. Und dann sucht sie die Konfrontation.

    Da hilft manchmal einfach, dass ich mich umdrehe und in die andere Richtung gehe. Dann überlegt sie sich das. Da hat sie aber vorher meine Hand schon nicht angenommen.

    Aber damit signalisiere ich auch: das regel ich dann nicht für dich und da helfe ich dir auch nicht. Das muss man dann auch so wollen.

  • Bekeksen geht gar nicht. Johnny würde die Person erst mal kräftig anbellen, die sich ihm unverschämter Weise nähert.🙈


    Natürlich lasse ich Sunny jetzt nicht mehr zu Menschen und Hunden hinlaufen.

    Ich kann ihm sagen, dass er langsam mit mir gemeinsam zu den Hunden geht. Sind wir nah dran, geht er ohne Getöse hin.

    Dann wäre vielleicht ein Ansatz, dass ich ihn langsam neben mir gehen lasse und immer mal anhalte und ihn für seine Aufmerksamkeit belohne, oder?


    Letztendlich ist mir egal, warum er sich so verhält. Ich möchte ihm nur ruhig und nett beibringen, wie er sich verhalten soll.

  • Wieso? Ist es nicht egal, ob er aus Unsicherheit nach vorne geht oder einfach nur aus dem Bedürfnis, dem Hundekumpel mal kräftig Bescheid zu sagen?


    (das Wieso bitte nicht provokativ auffassen)

  • Ich denke wichtig ist den Hund ernst zu nehmen.

    Deshalb ist es wichtig zu schauen was der Ursprung ist.

    Sonst trainiert man evtl ins Problem und verstärkt es unabsichtlich.


    Möglich ist das er mit 13 Monaten einfach auch mal probehalber die Ärmel hochkrempelt 😁.

    Wäre natürlich die "bessere "Variante, Ruhe,Humor im Übermaß dabei haben.

    Im Moment auf jeden Fall diese Konfrontationen meiden.


    Super das er solange er bei dir ist ruhig bleibt.

    Im Moment die auslösenden Situationen meiden.

    Anleinen sobald du den kleinsten Zweifel hast, und dann ganz entspannt weiterlaufen.

  • Sunny ist 4. Er hat die ersten 13 Monate seines Lebens in the middle of nowhere verbracht.


    Die Zeit des Ärmel hochkrempelns sollte vorbei sein.😉

    Ansonsten ist er Mister Entspannung in Reinkultur.


    Die auslösenden Situationen kann ich nicht meiden. Da müssten wir im Garten bleiben. 😁


    Wir müssen neue Regeln erarbeiten und ich hoffe, dass ihr mir Tipps dazu geben könnt. :friede:


    :gifa: Den hab ich gerade erst entdeckt. Schwenkt der Hund tatsächlich einen BH? War da nicht was in meinem Haushalt? 😁

  • Sonst trainiert man evtl ins Problem und verstärkt es unabsichtlich.

    Das kann-sofern positiv verstärkt wird- nicht wirklich passieren. Da muss man sich nicht darum sorgen- auch nicht um Timing. Wenn der Hund schon losgelaufen ist (also wenn man rechtzeitiges Zeigen und Benennen verpasst hat) nicht lange versuchen abzurufen, sondern einsammeln mit RUHIGEM Abbruch "Nee, komm' lass den mal, wir gehen hier lang" und das dann belohnen.


    Die Bedürfnisse des Hundes auf jeden Fall ernstnehmen. Zeigen und Benennen, ihm vermitteln, dass nicht alles an ihm hängenbleibt: VORAUSSCHAUEND den Hund führen, RECHTZEITIG benennen, belohnen und Alternativverhalten anweisen.

    Damit ist die Unsicherheit kompensiert. Unsicherheit liegt sogar auch dann vor, wenn man den Eindruck hat, dass der Hund "angeben" will. Das Zeigen und Benennen/Belohnen/Alternativverhalten funktioniert also immer.

    Und: man darf nicht unaufmerksam spazierengehen. Das Verhalten wird gezeigt, sobald nicht rechtzeitig wahrgenommen wird. Es kann sein, dass der Hund das Verhalten langsam ablegt, es kann aber genausogut sein, dass es wieder gezeigt wird, sobald etwas verpasst wurde. Das ist etwas tagesformabhängig. Deshalb: so wenig Rückfälle wie möglich ist besser.

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