Frustfreies Training mit zwei Hunden

  • Ein paar kreative Ideen von euch Mehrhundehaltern würde ich mir wünschen :smiling_face_with_smiling_eyes:


    Die kleine Elfi hat total Lust auf Apportieren. Ich möchte mit ihr also ein wenig Dummytraining beginnen. Wenn ich nun aber mit ihr trainieren möchte, funkt mir immer die Große dazwischen und die möchte nicht apportieren: die möchte das Apportel (Futterdummy, aber auch jedes andere Teil, sei es auch noch so "unattraktiv") fortschleifen und damit angeben, fang-mich-doch spielen.


    Zu Hause ist das kein Problem, da lass ich Holly einfach im Haus und gehe mit Elfi in den Garten. Wenn ich zurückkomme, werfe ich ein bisschen Futter, und die Irritation darüber, dass sie alleine zurückbleiben musste, ist vergessen. Ich wechsle immer ab, 5 Minuten ist der eine Hund dran, 5 Minuten der andere, mit Holly mach ich dann eben andere Spiele, die sie gerne mag.


    Das Problem taucht tatsächlich erst draußen auf der Wiese auf, wenn ich beide Hunde dabei habe, und das habe ich ja zur Zeit immer.

    Wenn ich Holly auf irgend eine Art ausschließe, bekommt sie Frust und fängt an zu bellen, was wiederum Elfi total durcheinanderbringt. Ich habe schon versucht, beiden gleichzeitig eine Aufgabe zu stellen, aber das ist zu chaotisch, zumal Elfi ja die ganze Sache noch nicht beherrscht und ich ihr noch alles beibringen muss, was Ruhe und Konzentration erfordert.


    Wie kann ich also Holly so beschäftigen, dass sie zufrieden ist, ohne dass Elfi das auch unbedingt haben will? Ein Kauknochen ist ungünstig, Holly will so Dinge nur vergraben, außerdem ist Elfi dann futterneidisch. Fressbares kann ich also ausschließen.


    Habt ihr dazu Ideen? Irgendwie finde ich keine Lösung für dieses Problem :slightly_frowning_face:

    Hunde haben diese Gabe, sie können deiner Welt ein anderes Gesicht geben, sie zu einem Ort machen, in den du dich kopfüber mitten hineinstürzen möchtest.

  • Ist "warten" für Holy keine Beschäftigung?

    Ich lasse oft beide Hunde warten und verstecke etwas (Futter , Spielzeug), geh zurück zu den beiden und lasse dann einen oder bei uns auch beide gleichzeitig, suchen.

    Geht halt nur, wenn Elfi schon warten kann.

  • Ich vermute ein ernsthaftes Training ist unterwegs schwierig ... :thinking_face:

    es sei denn Du hast Hunde, die sich abwechselnd auch mal für ein paar Minuten an einen Baum binden lassen bzw. brav auf einer Decke abliegen während der andere dran ist. (Was natürlich u.U. auch ein Trainingsziel sein kann)


    Als die Beaglemaus vor knapp zwölf Jahren meine Einzelhundhaltung beendet hat, hatte ich vernünftiges Training mit zwei Hunden draußen ziemlich schnell aufgegeben überwiegend nur noch Beschäftigungen eingebaut die mit beiden Hunden zusammen möglich waren, insbesondere Suchspiele.

    (also z.B. Bällchen in die Pampa werfen, mit beiden Hunden noch ein Stück weiterlaufen ... dann beide ableinen und gemeinsam um die Wette suchen lassen...)


    (Und mit dem Fransentierchen kann ich solche Ambitionen auch begraben ... das Fusselchen ist nicht ableinbar).

  • Ich fand es schon grundsätzlich wichtig, dass jeder Hund lernt, dass er auch mal eine Auszeit hat.

    Foxi ist ja eher der Typ: Hier! Ich! Ich!!! Schnipps! Ich kann das schon! Guck! Ich mach das schonmal! Brauchst das weiße unnütze Wesen damit garnicht behelligen! Ich mach das mal eben!


    Also haben wir in winzigen Teilstücken angefangen. Erstmal nur Miniübungen für den anderen Hund und fürs ruhige Abwarten können gab es dann eine Superbelohnung.


    Kleine Übungen wie nacheinander abwechselnd abrufen und wieder warten waren auch prima.

    Ist aber sicher bei jedem Hund anders.

    „Das Leben von Hunden ist zu kurz. Das ist eigentlich ihr einziger Fehler“ (Agnes Turnbull)

  • Wenn wir draußen etwas machen was nicht für beide ist muß der andere halt stumpf warten. Machen wir allerdings selten.

    Wenn das nicht klappt würde ich das auch in den Garten verlegen, und unterwegs halt Suchspiele für beide machen oder so.

  • Ist "warten" für Holy keine Beschäftigung?


    Öh nein, warten ist totaaaal langweilig :face_with_tongue:


    (für Tschuli war das tatsächlich ein ernster Job, aber Holly tickt da anders)



    auf einer Decke abliegen


    Das ist ne Idee! Das könnte klappen!

    Da habe ich noch gar nicht dran gedacht, eine Decke mitzunehmen, aber Holly ist ja eine ausgesprochene Deckenliebhaberin, das ist wohl eine Kleinigkeit, ihr beizubringen, dass sie dort mal ein paar Minuten still warten muss, während ich mit Elfi etwas mache. Und dafür reich belohnt wird. Super Idee!

    Werde ich morgen im Garten beginnen.


    Elfi ist allerdings noch zu jung und zu stürmisch, um dort länger liegen zu bleiben. Aber in Minischritten werde ich das beginnen, sowas darf jeder Hund können:


    Ich fand es schon grundsätzlich wichtig, dass jeder Hund lernt, dass er auch mal eine Auszeit hat.


    Ha, Mädels, ab morgen gibt es Deckentraining :smiling_face_with_smiling_eyes:

    Hunde haben diese Gabe, sie können deiner Welt ein anderes Gesicht geben, sie zu einem Ort machen, in den du dich kopfüber mitten hineinstürzen möchtest.

  • Ich fand es schon grundsätzlich wichtig, dass jeder Hund lernt, dass er auch mal eine Auszeit hat

    Finde ich auch. Ich denke, Hund muss das aushalten können, auch mal nicht im Vordergrund zu stehen. Stichwort: Frustrationstoleranz.


    Deckentraining kann da hilfreich sein.


    Mich würde aber mal interessieren, ob Holly generell schlecht aushalten kann oder ob Holly im Beisein von Elfi schlecht aushalten kann oder ob sich das ausschließlich in den von dir geschilderten Situationen zeigt, also wenn Action und viel Bewegung im Spiel ist?

  • Decke war und ist für uns eine wichtige Sache.

    Die Decke ist Nest und Sicherheit.

    Mit der Decke wird z.B. 'bleiben' geübt. Und 'bleiben' ist eine Aufgabe.


    Wenn ich mit Denny und Luzie beim Agility war, blieben beide am Rand liegen, wenn ich mit dem anderen Hund den Parcours lief.


    Hat gedauert, aber 'bleiben' klappte später so gut, dass ich die Hunde im Restaurant alleine lassen konnte, wenn ich mal aufs Klo musste.

    Das war sehr entspannend.

  • Das irgendwo Abwarten weil gerade der andere dran ist galt natürlich von Anfang an für beide.


    Beide wurden anschließend immer hochwertig belohnt, Abwarten ist ja auch nicht einfach. 😎


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    „Das Leben von Hunden ist zu kurz. Das ist eigentlich ihr einziger Fehler“ (Agnes Turnbull)

  • Ich habs hier auch mit Deckentraining verbunden. Am Anfang lernt jeder Hund dass seine Decke total super ist wenn er drauf bleibt. Ich wurd dafür ja hier schon kritisiert "unsinnig" vor dem Hund zu hampeln während er auf der Decke bleiben muss.

    Aber so kann ich mit dem zweiten Hund auch richtig Aktion machen ohne dass der andere von seiner Decke runter geht. Zwischendurch darf man halt nicht vergessen den Wartenden auch hochwertig zu belohnen.

    Gleichzeitig lernen sie auch dass sie nur dran sind wenn ich sie anspreche. Wenn dann eine Spielzeug fliegt (oder halt ein Dummy versteckt wurde) darf nur derjenige los stürzen der genannt wurde.

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

  • Feivel bekommt es kaum hin.


    Dieser Hund steht derart im Arbeitsmodus wenn es was zu tun gibt anstrengend, aber auch faszinierend.


    Jede Bewegung von ihm ist schneller, zielgerichteter,er denkt einfach auch immer mit....


    Samu ist da das Gegenteil 🤭.


    Wir üben 🤗.

  • Bei uns kenne ich das Problem beim Spielen. Carlino ist das ja so extrem wichtig. Jeden Abend wartet er dringend darauf. Schon mit Valja war es so, dass Valja immer wie ein Rumpelstilzchen bellte, wenn Carlino dran war. An warten auf einer Decke war kein bisschen zu denken, so lieb er sonst war. Und Felina macht es genauso. Sie funkt dazwischen und bellt mir - immerhin sitze ich ja auf dem Boden - volle Pulle ins Ohr. Wenn es Carlino zu viel wird, faucht er sie mal kurz an. Er ist da wirklich sehr geduldig. Danach ist dann sie dran und Carlino verzieht sich aufs Nachbarkissen, um das Spielzeug noch ein bisschen zu knautschen. Dann ist es sofort ruhig. Wie alle hier schreiben, werden wir wohl auch nicht drum herum kommen, der kleinen Dame „Bleib auf der Decke“ beizubringen. Ist eine echte Herausforderung bei wildem Getobe. Aber wir sollten dann wohl damit mal anfangen 😅🤗😇

  • Ich lasse oft beide Hunde warten und verstecke etwas (Futter , Spielzeug), geh zurück zu den beiden und lasse dann einen oder bei uns auch beide gleichzeitig, suchen.

    Geht halt nur, wenn Elfi schon warten kann.

    Das geht bei uns auch schon sehr gut. Sie warten zusammen in der Küche und suchen dann gemeinsam im Wohnzimmer.

  • Warten während der andere was machen darf, ist hier seeeehr schwierig und je nach Stärke des Bewegungsreitzes (z. B. Ball) fast unmöglich.

    Inzwischen sind die Spielchen ja eher seniorengerecht ruhig.

    Dennoch fällt beiden Hunden das Warten schwer.

    Inzwischen geht es meist um versteckte Leckerlis, die im Hof abwechselnd gesucht werden dürfen. In der Wohnung muss der Becher erraten werden unter dem das Leckerli liegt. Selbst im eigenen Körbchen zu warten ist da wirklich eine Geduldsprobe für die Hunde. Ist Wanti mit suchen dran, ist sie ziemlich hektisch und unkonzentriert. Überhaupt ist sie sehr ungeduldig und verliert schnell die Lust am Spiel.

    Am besten funktioniert das Suchspiel im Hof.

    Spielen wir unterwegs, dürfen beide zur gleichen Zeit suchen und ich sorge dafür, dass beide den gleichen Erfolg haben.

    "Man kann in Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln."

    (Astrid Lindgren)

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