Häufchenweise Häufchen

  • Ein neues Hundethema mit hoffentlich wenig Potential zum Zoffen. Allerdings ein Sch...thema! :pile_of_poo:


    Ich eröffne es mal unter Gesundheitsvorsorge, weil ja die Verdauung ein sehr wichtiges Thema in der Gesundheit ist. Fast nichts freut den wahren Hundeliebhaber mehr, als wenn der Hund endlich schön und ausgiebig abseilt. :grinning_face_with_sweat:


    Das Thema hat viele Aspekte:


    1. Lali ist ein ziemlicher Kacker. Morgens im Garten ein schönes Häufchen, dann auf der Morgenrunde, ca. 1/2 Stunde später nochmal ein Häufchen.

    Mittags eins und abends eins. Also fast regelmäßig 4 Häufchen am Tag.


    Ist das gut oder nicht?


    Eine Bekannte sagte, dass es gegen das Futter sprechen würde, wenn Hunde zu viel kacken. Bei uns ist es Happy Dog geworden, ansonsten unregelmäßig mal ein Kauknochen oder zur Belohnung Hundewurststückchen in Maßen, fast kein Menschenessen.


    2. Mich nervt es total, dass sehr viele Hundehalter die Haufen liegen lassen, auch mitten auf dem Weg. Bei uns gibt es eine große Wiese, wo auch ständig die Hunde hinkacken. Die Wiese wird regelmäßig gemäht und aus dem Gras wird Pferdefutter gemacht. Hundehaufen sind einfach schädlich dafür, aber viele Halter sagen dann: Ist ja natürlich, muss man nicht aufsammeln. :angry_face_with_horns:


    3. Das Scharren nach dem Kacken. Laut Hundelehrer ziemliches Machogehabe. Heute eine Frau getroffen, die ganz stolz erzählte, dass ihr relativ neues Hundchen endlich ihren Haufen gepriesen hätte. Auf meine Nachfrage, was sie damit meinte: das Scharren! :zany_face: Meine Anmerkung Richtung Machogehabe tat sie damit ab, dass ihre Hündin doch so unsicher sei, und dass es prima sei, dass sie nun ihre Häufchen auch durch Scharren feiere. Na ja... vielleicht gibt es sonst nichts zu feiern. - Die Hündin wirkte im Spiel mit Lali übrigens ganz und gar nicht unsicher, sondern ging richtig drauf, was Lali aber auch gut kann, so dass sie prima miteinander gespielt haben.


    4. Lali steht zu seinen Häufchen und macht sie ganz öffentlich ohne Scham. Jerry ging da ja gerne ins Gebüsch und war da lieber ganz privé, so wie die paar wenigen :winking_face: Leinenbilder von mikesch0815 's Annu das ja auch zeigen. Gibt es da bei Hunden so was wie Genanz oder wollen sie einfach ihre Ruhe haben?


    Welche Sch...erfahrungen habt Ihr gemacht?


    EDIT: Da es schon vor zwei Jahren so einen Kack-Fred gab, soll er nicht unerwähnt bleiben: Der ultimative Kack-Fred.... (für den beschissenen Teil der Hundehaltung)

    Der war bei mir im Hirn leider in die Tüte gekommen. - Aber warum nicht zwei dieser Themen wie bei manch anderen interessanten Themen... :winking_face:

    Gut abgerichtet kann der Mensch der beste Freund eines Hundes sein.

    Edited 3 times, last by karlotte ().

  • Annu: "Diskretion ist alles! Ich pflege grundsätzlich geschäftliches ausgesprochen diskret zu erledigen!"

    Minyok: "Einen abseilen? Ach ja, da war ja noch was... "


    Minyok ist wirklich immer im wörtlichen Sinne "auf den letzten Drücker", man kann mit ihm x Kilometer gehen, er erinnert sich immer nach x + 1 daran, das er eigentlich auch noch...


    so weit

    Maico

    Herrscht im Dezember recht strenge Kält' , sie volle achtzehn Wochen anhält.

  • Das Scharren nach dem Kacken. Laut Hundelehrer ziemliches Machogehabe

    Mit solchen Ansichten mancher Hundetrainer bin ich persönlich überhaupt nicht einverstanden. Ich hatte sogar mal vor Jahren (nur für ein (!!!) Training eine Dame hier, die mir sagte, ich müsse entscheiden, wo Carlino Pipi macht.

    Das Markieren, das Scharren, das sind doch im Hundeleben solche wichtigen Kommunikationsformen, die Hunde sehr bewusst einsetzen. Wenn ich beobachte, wie Carlino erst schnüffelt, sich dann hierum und darum dreht, um die richtige Stelle zu erwischen, wie er sich dann manchmal entscheidet, doch nicht zu markieren. Ich bin der Meinung, dass sie damit verschiedene Dinge ausdrücken wie bspw. Gruppenzugehörigkeit signalisieren, oder eben nicht dazu gehören wollen, vielleicht sogar drohen, Revier markieren usw. Das machen sie auch mit dem Scharren. Carlino macht es manchmal nach dem K…., manchmal nicht, manchmal nach dem Schnüffeln, manchmal nicht. Was habe ich denn als Mensch für ein Recht da einzugreifen? Warum sollten meine Hunde unsichtbar sein da draußen?

    Felina ist ganz sicher kein Macho. Aber sie macht es auch.


    Wie oft und wieviel unsere Hunde machen, hängt tatsächlich vom Futter ab. Bei uns gab es mal wieder Durchfall, also wird Schonkost gefüttert. Da gibt es extrem wenig Output. TF produziert allgemein mehr. Barf ziemlich wenig, Dosenfutter bei uns so dazwischen. 😀

  • Wenn man das Hundefutter selbst macht, merkt man ziemlich schnell was für große oder viele Haufen und welche Konsistenz sorgt.

    Wenn ich nur Fleisch füttere, kann das auch mal sein, dass ein Tag nichts kommt. Mit Ballaststoffen dann wieder mehr und besser geformt.

    Prinzipiell bedeutet das bei deinem Futter

    1. Das es sehr stark verarbeitet ist und schnell durch den Darm wandert, die nötigen Stoffe dadurch ziemlich kurzfristig aufgenommen werden.

    2. Dass da viele Ballaststoffe drin sind, also der Gemüse oder Getreideanteil sehr hoch ist.


    Kalt gepresstes Futter braucht einen Moment länger im Hundedarm, als es z.B. gängiges Hundefutter braucht.

    Zumindest ist das meine persönliche Erfahrung.

    Rein theoretisch würde ich auch glauben, dass ersteres länger sättigt und etwas, dass schnellen Output verursacht eher kurzfristig sättigt.

    So ähnlich halt wie mit MC Donalds.


    Scharen ist normales Markierverhalten. Das machen bei mir auch beide Hunde. Aida hat damit erst später angefangen, als sie sich eingelebt hatte. Wölfe zum Beispiel markieren mit Kot ihr Revier. Und unsere Hunde werden das Verhalten auch noch in den Genen haben, schließlich produzieren die Analdrüsen das Sekret zum Markieren über Kot.


    Meine Hunde gucken mich beide beim Kacken an. Quinta hört aber auf zu kacken, sobald jemand anderes vorbei kommt 😅 Aida ist das alles scheißegal.

  • Hier mal ein Artikel zum Scharren:


    Warum scharrt ein Hund? Hier erfährst du die Gründe. | Haustiermagazin
    Warum scharrt ein Hund? Ist das normal oder ein Problem? ► Erfahre in diesem Beitrag die Gründe & noch mehr hilfreiche Informationen. ✓
    www.haustiermagazin.com


    Ich muss dir recht geben, Julika, dass man hündisches Verhalten wirklich nicht zu sehr einschränken soll. Andererseits finde ich es auch gut, so wie es im Artikel steht, dass übermäßiges Scharren eventuell umgelenkt werden sollte, damit ein Hund sich nicht zu sehr aufplustert und damit eventuell aneckt.

    Lali könnte sich schon in die Richtung Vielscharrer entwickeln, weil der kleine Kerl nicht an Minderwertigkeitskomplexen leidet (oder eben doch? :thinking_face: ). Ich unterbreche es auch nicht immer, allerdings dann, wenn er in meine Richtung scharrt und mir dann eventuell seine Hinterlassenschaften auf die Schuhe scharrt. :zany_face:


    Ein anderer Hundehalter hat mal, als Lali auch wieder mal scharrte, selber angefangen, mit seinen Füßen zu scharren. Lali war schwer beeindruckt und auch eingeschüchtert. Hat danach sogar erst kein Leckerchen von dem Herrn angenommen. (Darf er bei ihm, ich kenne ihn schon lange.) - Das zeigt ja, dass so ein Verhalten anscheinend Eindruck schinden kann ... oder er war einfach verunsichert, dass das ein Zweibein gemacht hat...

    Gut abgerichtet kann der Mensch der beste Freund eines Hundes sein.

  • 2. Dass da viele Ballaststoffe drin sind, also der Gemüse oder Getreideanteil sehr hoch ist.

    Das Happy Dog ist zumindest getreidefrei, bei den Ballaststoffen schau ich nochmal drauf.

    Gut abgerichtet kann der Mensch der beste Freund eines Hundes sein.

  • ich vermute, es hängt auch mit dem Stoffwechsel zusammen, wieviel Kot ein Hund absetzt. Meine Windigen gehören auch zu denen, die mindestens 4 x am Tag Kot absetzen.

    Früher beim Barfen ebenso wie jetzt mit Dosennahrung. Kein Unterschied.

    Bei den früheren Hunden gab es Exemplare, die nur ein bis zwei Mal am Tag Kot absetzten. Auch da unterschiedliche Fütterung.


    Zum Scharren: ich interpretiere das auch als Akt der Kommunikation.

    Sikari scharrt ständig, Aruna nie.

    Sie dürfen das machen, wie sie wollen.

    Ich mische mich da nicht ein.

  • Was ich unterbinden würde, so als Beispiel von gestern Nachmittag (was mich auch echt geärgert hat):

    Wir waren im Garten und haben den Zaun geübt. Da kamen Hundehalter, teilweise mit freilaufenden Hund, aber auch angeleint.

    Ich habe die Hunde abgerufen, sie fürs kommen und nicht bellen belohnt und mit zeigen und benennen gearbeitet.

    Diese Hunde von denen ich spreche, haben meine dann fixiert und gescharrt. Also ohne Haufen vorher. Das meine dann wieder steil gehen ist dann leider klar.

    Sowas finde ich unhöfliches Hundeverhalten.


    Den einen von den beiden mag Quinta sowieso schon nicht, da war es wirklich schwer für sie abzulassen, hat es aber ja hingekriegt. Nach dem Verhalten, wusste ich dann aber auch, warum sie den Hund kacke findet 😅.

  • Meine machen 2 mal am Tag ulkig ist dabei ein Klecks Paar Schritte laufen wieder ein Klecks. Scharren tun beide danach. Fleisch wird abgekocht ausser Pansen und Rinderhack. Weil sie kein Obst und Gemüse nehmen gebe ich aufgequollene Flohsamenschalen mit dem Löffel ansonsten würden sie das liegen lassen.

    Ein treuer Hund ein schnelles Pferd sind mehr als 1000 Weiber wert.

  • Meine Hunde machen auch mindestens 4 Haufen am Tag, Wanti sogar eher 6 (wobei die Menge pro Haufen unterschiedlich ist).

    Ich füttere weitestgehend Trockenfutter. Wanti ebenfalls Happy Dog. Lupus Nierenfutter. Aber ich habe auch schon Wolfsblut und andere Marken gefüttert. Da war das nicht anders.


    Wanti scharrt nur selten. Lupus hat das oft gemacht. Noch viel lieber hat er seine Hinterlassenschaften erhöht drapiert.

    Tief ins Gebüsch sind beide nie gegangen. Wannabe übrigens auch nicht. Die Hunde meines Bruders haben das aber schon gemacht. Und gerade Timon hat da immer sehr intensiv nach einem guten, etwas versteckten Platz gesucht.

    "Man kann in Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln."

    (Astrid Lindgren)

  • Bei Minos sind es meistens drei Haufen, allerdings ist er auch so ein Kandidat, der schon weiter läuft, wenn er noch dabei ist. Er bekommt Trockenfutter, so viel, wie er möchte und mittags mit von unserem Essen. Scharren tut er gar nicht.

  • Bei Kelvin ist die Scharrerei mit den Jahren immer schlimmer geworden -hoffentlich hat er nicht vor, das noch weiter zu steigern…

    Inzwischen scharrt er nach fast jeder Verrichtung. Nach dem kleinen Geschäft scheint es ihm wichtiger zu sein, als nach dem großen, was ja dazu passt, dass es Markierverhalten ist.

    Er kennt „Nicht scharren!“ aber einigermaßen zuverlässig klappt das nur ortsbezogen an Stellen, an denen ich das immer sage. Ansonsten nur, wenn er ganz entspannt ist (und wenn ich es vorher sage -ist er erstmal dabei, wird es schwierig).


    Es steigert sich mit dem Grad der Aufregung, egal ob positive oder negative. Deswegen kann ich auch nicht genau sagen, ob die bloße Gegenwart anderer Hunde ihn heftiger scharren lässt oder die dadurch gesteigerte Erregung. Und auch nicht, ob das nun eher Imponiergehabe ist oder Stressbewältigung.

    Wobei ich immer das Gefühl habe, dass er dabei noch weiter aufdreht aber das kann auch täuschen.

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