Hundebegegnungen und Stress

  • Wir hatten ja inzwischen unsere letzte Welpenstunde. Oder besser gesagt: Junghundestunde, denn die letzten beiden Stunden fanden in der Junghundegruppe statt.

    Ich fand es schon schade, dass die Hunde hier nicht mehr miteinander spielen durften. Ich verstehe, dass man ab einem gewissen Alter etwas genauer schauen muss, damit die Halbstarken nicht zu sehr auf die K... hauen. Aber eigentlich war das üben von Begegnungen mit anderen Hunden und der soziale Umgang miteinander, der eigentliche Grund, warum ich die Hundeschule überhaupt besucht habe.


    In der letzten Stunde ging es dann tatsächlich um das begegnen mit anderen Hunden. Dazu sind wir auf einen lebensgroßen Stoffhund zugelaufen und sollten direkt abbiegen, sobald unser und Anspannung zeigt.

    Ineressant fand ich lediglich, zu bemerken ab wann der Hund diese Anspannung zeigt.

    Befremdlich finde ich aber dem Hund keinerlei "Stress" zuzumuten.

    Das sind ja noch junge Hunde, die Erfahrungen machen müssen.

    Hat ein Hund wirklich Angst, verstehe ich den Ansatz. Hier geht es aber erstmal eher um Unsicherheiten. Wenn ein Hund direkt aus jeder Situation heraus geführt wird, wie lernt er dann wie man sich am besten verhält.

    Junge Hunde spielen doch auch noch gerne oder messen spielerisch ihre Kräfte. Das müssen sie ja nicht stundenlang machen, aber mal 5 bis 10 Minuten?


    Joschi hat sich die Taktik angeeignet anzuteuschen und Haken schlagend abzuhauen. Dann dreht er wieder ab und macht eine Spielaufforderung. Wieder anteuschen und Haken schlagend abhauen. Wenn sich die Gelegenheit bietet sehr vorsichtig mal von hinten schnüffeln. Anfangs ist der Sicherheitsabstand größer, aber wenn er sein Gegenüber besser einschätzen kann, wird der Abstand immer geringer.


    Wenn ich nach der Hundeschule gehandelt hätte, wäre ihm die nette Begegnung heute Nachmittag entgangen.

    Als ich erzählte, dass Joschi von sich aus den Kontakt suche und auch zu einem weiter entfernten Hund hingehe um vorsichtig Kontakt aufzunehmen, und das auch wiederholt bei einem Hund gemacht hätte, war die Erklärung, dass diese Situation für ihn noch nicht geklärt gewesen sei und ihn das noch beschäftigt (gestresst) hatte.

    Sicher sind Hundebegegnungen für ihn aufregend. Und große Hunde sind ihm oft unheimlich. Aber in den meisten Situationen glaube ich, dass ihn der Kontakt durchaus reizt und er diesen auch möchte.


    Ich hoffe, ihr könntet mir folgen. 😅


    Wie sehr ihr das?

    Wie soll ein junger Hund lernen Hundekontakte/Begegnungen möglichst entspannt zu meistern, wenn ich diese meide?

    Erinnerungen sind kleine Sterne,

    die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.

                                            (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ich seh das absolut wie du.

    Hunde haben Kompetenzen, die wir nicht haben.

    Sie können Gerüche, die ein anderer Hund ausströmt bewerten, kleinste Gesten, die wir kaum erkennen können einschätzen.

    Aber eben nur, wenn sie es lernen durften, und ja, es können auch mal Fehleinschätzungen passieren, aber auch daraus lernt der Hund.

  • Das ist wirklich was, das musste ich Luke nie bei bringen. Der ist mit allen kompatibel. Erst mal immer freundlich, nie auf Streit aus und sind andere blöd, macht er einen Bogen drum. Und respktiert, wenn der andere nicht will. Und ich habe das Gefühl, das kann man denen nicht beibringen. Bei Finja ist es mir in fast 13 Jahren nicht gelungen. Aber Luke bringt das schon von Natur aus mit.

  • Mh ich sehe das ein wenig anders. Also in dem Fall mit dem Stoffhund wäre ich nicht komplett aus der Situation gegangen, sondern hätte dem Hund eben alle Zeit und Schutz der Welt gegeben bis er die Situation für sich erfassen und entspannen konnte.

    Aber ich muss meinem Hund keine Kontakte aufzwingen wenn er unsicher ist. Gerade junge Hunde haben viel mehr davon wenn sie wenig, dafür aber qualitativ richtig gute Kontakte haben. Und dafür muss ich den Hund nicht in unangenehme Situationen bringen. Man kann mit Abstand zusammen laufen bis der Hund Vertrauen gefasst hat. Mit solchen Kontakten und dem Alter wird ein Hund auch selbstsicherer. Und wenn er dann trotzdem keinen Kontakt haben möchte muss man das eben respektieren. Ich bin ja eh der Meinung dass dieses "mal kurz hallo sagen" den wenigsten Hunden gefällt und sie daraus was positives ziehen können.


    Was das mit erlernter Hilflosigkeit zu tun hat verstehe ich aber gerade nicht Gatil

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

  • Ich denke schon, dass man Hundekontakte zulassen kann. Aber ich würde das nicht von Welpenbeinen an machen wollen, weil da viel zu schnell die Verknüpfung kommt: Hund bedeutet Spaß/Großes Übel.


    Ausgewählt, ja, aber dann eher in gesicherter Umgebung mit Hunden aus der Familie oder Nachbarschaft oder Bekannten. Welpen können eigentlich nur Mist von anderen Welpen lernen.


    Die Situation mit dem Plüschhund erschließt sich mir nicht. Die Welpen werden ja auch bemerkt haben, dass das kein Hund im herkömmlichen Sinne ist. So eine Begegnung lässt sich daran schlecht üben. Das ist dann ja eher situatives Training, wie mit einer gruseligen Steinfigur oder sowas.

    Und ja, da würde ich dem Hund doch, wenn er sich nicht traut, zeigen, dass das gar nicht schlimm ist. Mit dem Gegenstand reden, streicheln. "Guck mal, gar nicht schlimm." Und Welpen sind da noch sooooooo unbefangen, dass das echt flott geht. Und ansonsten macht man das mit dem Plüschhund eben nochmal beim nächsten Mal.

  • Mh ich sehe das ein wenig anders. Also Ich bin ja eh der Meinung dass dieses "mal kurz hallo sagen" den wenigsten Hunden gefällt und sie daraus was positives ziehen können.

    Das sehe ich ein wenig anders. Madame ist ja häufig an der Leine und hat deshalb auch viel Leinenkontakte. Meist ist das völlig unspektakulär, kurz beschnüffeln, "Ah, so riecht der", und jeder geht seiner Wege. Manchmal wird kurz miteinander interagiert. Bei einigen wenigen Hunden ist große Begeisterung angesagt, Jayce etwa trifft sie ausschließlich an der Leine, auch Jayce ist immer angeleint. Sehen sie beiden sich, kann es jeder kaum erwarten zum anderen zu kommen. Haben die beiden was davon? Garantiert! Auch wenn es nur große Freude, laß mal schnüffeln, "ah, da markierst du, ich markier mal drüber, so, muß dann weiter" ist. Als sie jünger war, durfte sie zu jedem Hund, zu dem sie wollte, Kontakt aufnehmen, wenn das möglich war. Ich bin davon überzeugt, daß sie viel dadurch gelernt hat, verschiedene Hundetypen einschätzen, unterschiedliche Situationen meistern, die meisten Hunden profitieren meiner Meinung nach gerade in jungem Alter davon Kontakt zu möglichst unterschiedlichen Hunden zu haben, Verträglichkeit natürlich immer vorausgesetzt. Hätte Madame keine Leinenkontakte, hätte sie teilweise recht wenig Kontakt zu anderen Hunden.

    Besser inkonsequent als konsequent das Falsche zu tun.

    Edited 3 times, last by Zurimor ().

  • Mh ich sehe das ein wenig anders. Also Ich bin ja eh der Meinung dass dieses "mal kurz hallo sagen" den wenigsten Hunden gefällt und sie daraus was positives ziehen können.

    Das sehe ich ein wenig anders. Madame ist ja häufig an der Leine und hat deshalb auch viel Leinenkontakte. Meist ist das völlig unspektakulär, kurz beschnüffeln, "Ah, so riecht der", und jeder geht seiner Wege. Manchmal wird kurz miteinander interagiert. Bei einigen wenigen Hunden ist große Begeisterung angesagt, Jayce etwa trifft sie ausschließlich an der Leine, auch Jayce ist immer angeleint. Sehen sie beiden sich, kann es jeder kaum erwarten zum anderen zu kommen. Haben die beiden was davon? Garantiert! Auch wenn es nur große Freude, laß mal schnüffeln, "ah, da markierst du, ich markier mal drüber, so, muß dann weiter" ist. Als sie jünger war, durfte sie zu jedem Hund, zu dem sie wollte, Kontakt aufnehmen, wenn das möglich war. Ich bin davon überzeugt, daß sie viel dadurch gelernt hat, verschiedene Hundetypen einschätzen, unterschiedliche Situationen meistern, die meisten Hunden profitieren meiner Meinung nach gerade in jungem Alter davon Kontakt zu möglichst unterschiedlichen Hunden zu haben, Verträglichkeit natürlich immer vorausgesetzt. Hätte Madame keine Leinenkontakte, hätte sie teilweise recht wenig Kontakt zu anderen Hunden.

    Aber ich schrieb doch gar nicht dass man Hunde nicht an der Leine zueinander lassen darf?

    Zu dem Rest: Vielleicht ist das auch ein Stadt Ding dass du viele Hunde kennst die das mögen? Keiner meiner fünf bisherigen Hunde ist jemals entspannt in Frontalbegegnungen gegangen und das waren völlig verschiedene Charaktere.

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

  • Ich weiß ja nicht, was das Stadtding soll, wir sind fast nie in der Stadt unterwegs. Das ist hier wirklich die äußerste Grenze von Köln, der See hier in der Nähe ist teilweise schon Leverkusener Territorium und Richtung Osten geht es direkt ins Bergische Land. Ich hab grad nicht auf dem Schirm wie alt deine Hunde waren, als sie zu dir kamen, Suhna ist ja bei mir seit sie 17 Wochen alt ist. Ihr hat das für mein Gefühl viel gebracht mit vielen unterschiedlichen Hunden zu tun zu haben, ich schiebe auch ihr tadelloses Sozialverhalten teilweise darauf. Mag ich auch falsch mit liegen und es ist einfach ihr Charakter, wobei der auch durch Erfahrungen geprägt wird.

    Ich verstehe grad nicht so ganz, was für dich "an der Leine zueinander lassen", "mal kurz hallo sagen" und Frontalbegegnungen sind. Leinenkontakte müssen ja nicht frontal sein, und meist ist das hier wirklich "mal kurz hallo sagen", eben kurzes gegenseitiges Beschnüffeln und dann seiner Wege gehen. Ist das Gegenüber sympathisch wird auch mal interagiert, gemeinsam Schnüffeln, markieren, schauen, was der andere für Spielarten mag - nein, kein wildes Hin-und Herrennen, daß war nur in jungem Alter ein Thema, auch da hat sie gelernt, was an der Leine möglich ist und was nicht. Für uns war das zumindest der richtige Weg, Madame ist ganz gut gelungen, finde ich.

    Besser inkonsequent als konsequent das Falsche zu tun.

    Edited once, last by Zurimor ().

  • Ich weiß ja nicht, was das Stadtding soll, wir sind fast nie in der Stadt unterwegs. Das ist hier wirklich die äußerste Grenze von Köln, der See hier in der Nähe ist teilweise schon Leverkusener Territorium und Richtung Osten geht es direkt ins Bergische Land. Ich hab grad nicht auf dem Schirm wie alt deine Hunde waren, als sie zu dir kamen, Suhna ist ja bei mir seit sie 17 Wochen alt ist. Ihr hat das für mein Gefühl viel gebracht mit vielen unterschiedlichen Hunden zu tun zu haben, ich schiebe auch ihr tadelloses Sozialverhalten teilweise darauf. Mag ich auch falsch mit liegen und es ist einfach ihr Charakter, wobei der auch durch Erfahrungen geprägt wird.

    Ich verstehe grad nicht so ganz, was für dich "an der Leine zueinander lassen", "mal kurz hallo sagen" und Frontalbegegnungen sind. Leinenkontakte müssen ja nicht frontal sein, und meist ist das hier wirklich "mal kurz hallo sagen", eben kurzes gegenseitiges Beschnüffeln und dann seiner Wege gehen. Ist das Gegenüber sympathisch wird auch mal interagiert, gemeinsam Schnüffeln, markieren, schauen, was der andere für Spielarten mag - nein, kein wildes Hin-und Herrennen, daß war nur in jungem Alter ein Thema, auch da hat sie gelernt, was an der Leine möglich ist und was nicht. Für uns war das zumindest der richtige Weg, Madame ist ganz gut gelungen, finde ich.

    Ich verstehe nicht was du die ganze Zeit mit der Leine hast? Die habe ich überhaupt nie erwähnt.

    Naja also ich glaube kaum dass du die Hundedichte aufgrund der Stadtnähe mit einem Dorfleben vergleichen kannst. Ich treffe hier nur die direkten Nachbarshunde und verdammt selten Fremdhunde die hier nicht wohnen. Das ist für meine Hunde also was besonderes und besonders aufregend (im negativen Sinne).

    Meine Hunde sind im völlig unterschiedlichen Alter zu mir gekommen und tatsächlich haben/hatten alle ein super Sozialverhalten. Eine großere Rolle bei Frontalbegegnungen ist aber selbstbewusstes und selbstverständliches Auftreten.

    Für deinen Hund der jeden Tag zig Hunde sieht ist es wohl nichts besonderes. Zudem ist Suhna ja auch sehr selbstbewusst.


    Hallo sagen ist für mich man trifft sich frontal, lässt die Hunde einander und jeder geht wieder seiner Wege. Das hat für mich (und für eine Hunde) keinen Mehrwert und ich frage mich auch welchen Mehrwert das für irgendeinen Hund haben soll.

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    Alexander Supertramp

  • Nein, die Leine hast nicht erwähnt, da Madame aber - aus Gründen - oft an der Leine unterwegs ist, spielt das für meine Sicht auf Hundebegenungen natürlich eine Rolle. Von der Hundedichte hier hast du völlig falsche Vorstellungen, je nachdem wann und wo man hier lang geht kommt es grad außerhalb des Sommer gar nicht so selten vor, daß wir nicht einem einzigen anderen Hund begegnen. Ist von ca. Oktober/November bis April/Mai eher die Regel als die Ausnahme. Es sei denn, man geht gezielt zu Orten, von denen man weiß, daß da andere Hunde unterwegs sind.

    Hallo sagen hat für mich mit frontal nichts zu tun sondern ist sich kurz beschnüffeln, vielleicht kurz interagieren und gut ist's, den Mehrwert - zumindest für Madame - habe ich in meinem ersten Post benannt.

    Besser inkonsequent als konsequent das Falsche zu tun.

    Edited once, last by Zurimor ().

  • Hallo sagen ist für mich man trifft sich frontal, lässt die Hunde einander und jeder geht wieder seiner Wege. Das hat für mich (und für eine Hunde) keinen Mehrwert und ich frage mich auch welchen Mehrwert das für irgendeinen Hund haben soll.

    Wega war ja ungesellig, war mir recht, ich bin gern einsame Wege gegangen. Dadurch, dass ich aber Kontakte vermied wurde sie immer unfreundlicher zz anderen Hunden. Erst als ich öfters wieder extra in belebtere Gebiete gegangen bin, hat sich das Problem deutlich verringert.

    Ich finde so Zufallsbegegnungen sinnvoll, jedesmal eine neue Bestätigung, dass andere Hunde ok sind.

  • Hier noch jemand im Team "Höfliche Begrüßung macht die Welt besser". Mein Hund legt da sehr viel Wert darauf, mitzukriegen, was um sie herum so passiert und wenn näheres Interesse geweckt wurde- hier filtert sie relativ stark im Vorfeld olfaktorisch von Weitem- dann schätzt sie höflichen Umgang sehr.

    Ich glaube ja dass dieses "Hunde brauchen keine Fremdhunde" eher eine Sache von Hundehalter*innen als von Hunden ist. Vor allem von Schäferhundehalter*innen aus dem Dogforum, real begegnet mir häufiger das Gegenteil. Nette höfliche kurze Begegnung, in Ausnahmefällen vielleicht sogar eine Runde drehen...bei EInzelhunden ist der Bedarf vielleicht tendenziell höher, aber insgesamt hängt es wohl einfach vom Hund ab.


    Ich glaube "kein Fremdhundkontakt" als Regel zu betrachten macht mehr kaputt als es hilft.


    Und "Frontalbegegnungen" werden doch immer automatisch mit Schlenker und Bogen gemacht, reine höfliche Routine, die ein Hund hier von Anfang an lernt (wenn man es zulässt).

    Edited 3 times, last by Brachialine: Ein Beitrag von Brachialine mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Wanti könnte auf Fremdhundekontakte sehr gut verzichten. Für sie ist das eher stressig. Im Zweifel geht sie nach vorne um sich die Hunde vom Hals zu halten. Für sie würde ich mir wünschen, dass sie souveräner mit Begegnungen umgehen kann.

    Uns begegnen ständig andere Hunde.

    Joschi sucht Kontakte zu anderen Hunden (nicht zu jedem Hund). Dabei ist er aber noch sehr unsicher, aber neugierig und interessiert.

    Auch für ihn wünsche ich mir mehr Selbstsicherheit. Die Frage ist, wie soll er lernen mit Kontakten umzugehen, wenn er kaum welche hat.


    Keinen meiner Hunde zwinge ich in Kontakte. In der Regel Leine ich an und man geht freundlich grüßend aneinander vorbei.

    Wanti meistert das meist sehr gut. Joschi ist da aber meist aus dem Häuschen, zieht und bellt auch mal.

    Bei Hunden, die etwa in seiner Größe sind und freundlich auftreten, lasse ich gerne Kontakte (unangeleint) zu. Da versuche ich ihm einen geschützten Raum in meiner Nähe zu vermitteln. Meist stehe ich mit Abstand zu den anderen Hundehaltern. Wird es Joschi zu unheimlich, gehen wir direkt weiter. Aufregend sind Hundebegegnungen für ihn aber immer. Aber für meine Begriffe eher abenteuerspannend als furchteinflößend.

    Laut Hundeschule soll ich solche Situationen meiden. Zur Not sogar umdrehen.

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                                            (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ich glaube "kein Fremdhundkontakt" als Regel zu betrachten macht mehr kaputt als es hilft.


    Was denn für eine Regel? Das hieße ja dass man das ganze Hundeleben lang nie mehr Kontakt zu fremden Hunden zulässt.

    Nur weil man seinem Hund solchen Stress ersparen möchte (also damit meine ich expliziet Hunde die damit auch Stress haben und nicht der Mensch) heißt es ja nicht dass sowas nie mehr Zustande kommt.

    Ich sehe ja an meinen Hunden dass da nichts "kaputt" geht. Ich habe überhaupt kein Problem mich mit fremden Hundehalter*innen zu treffen weil ich weiß dass meine so gut kommunizieren dass das wunderbar klappt. Aber da trifft man sich eben und geht spazieren oder so, das ist eine ganz andere Ausgangslage.

    Taavi möchte einfach bei jedem Kontakt direkt flüchten, weil ihn das unheimlich stresst. Also was wäre der Sinn dahinter ihn immer wieder dem auszusetzen in der Hoffnung er nimmt daraus was mit?

    Ich glaube eher diese Null Hunde Kontakt hat ihm richtig gut getan. Früher musste er eskalieren um sich die Hunde vom Leib zu halten, heute weiß er dass es überhaupt nicht zum Kontakt kommt und er entspannt mit mir daran vorbei gehen kann. Wir haben unsere ausgewählten Kontakte und vor allem haben die zwei sich. Das ist viel mehr Wert als alles andere.


    Nochmal als Disclaimer: Es geht nicht um Hunde die völlig entspannt bei sowas sind. Die Eingangsfrage war ja eher was wenn nicht.

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    Alexander Supertramp

  • Ist natürlich suboptimal, wenn der erwachsene Hund nicht so das Sozialgenie ist - das verunsichert den Junghund eher. Ich habe auch jeden Kontakt zugelassen mit ihr und rückblickend war das sicher wichtig.

    Aber ich habe sie nie damit alleingelassen. Zuerst verbal abgeklärt, Kontakt gedealt und dann war ich immer da, wenn sie Rückhalt brauchte.. Auch selber dann den Hund begrüßt usw. , auch mal vorangegangen, wenn es ihr nicht geheuer schien.

    Klar ist es gut, Sozialgenies in seinem engeren Bekanntenkreis zu haben, damit sich der Hund da Einiges abschauen kann, aber auch als mensch kann man schon Hilfe leisten.

  • Es geht doch hier um einen jungen unsicheren Hund, der vom Althund keine Hilfe kriegt. Und da ist doch überhaupt noch nicht klar, ob er kein Interesse hat, deshalb würde ich da beim Kontakte knüpfen etwas helfen, vor allem Tempo herausnehmen.

    Verbal abklären, alle Zeit der Welt zum Annähern oder Beobachten lassen, selber etwas quatschen/begrüßen, damit der Hund nicht noch zusätzlich durch die zeitliche Eingeschraenktheit unter Druck gerät.


    Warum muss ein Hund gerne Kontakt zu anderen Hunden haben?

    Wozu ein Strohmannargument?

    Edited 2 times, last by Brachialine: Ein Beitrag von Brachialine mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Hier zb geht es um Sampowers Hunde.


    Ich hatte übrigens noch keinen wirklich unverträglichen Hund,auch nicht aus dem TS.

    Aber wenn ein Hund in Stress gerät wegen beliebigen Begegnungen, warum muss er die haben?



    Im Falle von Joschi ,ich bin mir sicher das wird, vermutlich führen verschiedene Ansätze zum Ziel.


    Ist das Gehirn unter Stress lernt ein Hund kaum noch, insofern kann ich deine HS gut nachvollziehen.

  • Hier zb geht es um Sampowers Hunde.

    Ähm nein... Es geht hier um einen unsicheren Junghund, der keine Hilfe kriegt. Einzig die Bemerkung, dass das nach Schäferhund klingt bezog sich kurz auf sampowers Hund, aber sonst spielt das hier doch gar keine Rolle, was ihre erwachsenen Hunde so machen, wenn es darum geht, ob ein Hund höflichen Kontakt lernen darf

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