(K)ein Plädoyer für den "Auslandshund"?

  • Zenta ich bin schwer beeindruckt, 8 alte Hunde? :red_heart: Ich verzweifel manchmal schon mit einem. :grimacing_face:

    Ferun, das sind nicht alle :grinning_squinting_face: . Natürlich gibt es Tage da ist es anstrengend und ich habe den Eindruck mehr Zeit in der Klinik als zuhause zu verbringen aber insgesamt könnte ich mir kein schöneres und angenehmeres Zusammenleben mit mehreren Hunden vorstellen als mit diesen Senioren. Und für die Anzahl der Hunde habe ich echt wenig TA-Kosten.


    Vorne rechts liegt mein Jannis. Inzwischen über 13 Jahre alt und auch fast so lange bei mir. Bei einer Größe von 74 cm bin ich sehr froh dass es ihm noch so gut geht und er keine Medikamente braucht.

  • Vielen Dank Zenta , für deinen Bericht.

    Auch für TS Auslandshunde gilt sicher wie bei allen Hunden, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann.

    Da hast ja, solange ich dich aus dem Forum kenne, immer alte und/oder kranke Hunde zu dir genommen und sagst ja selbst, dass diese spezielle Qualitäten haben und nicht vergleichbar sind mit denen von denen ich schrieb.


    Ich habe im Shelter in Spanien Hunde kennen gelernt, die in Panik verfielen, wenn nur ein Mensch an die Türe ihrer

    Unterbringung griff. Das gibt es schon auch.... Vermittelbar sind solche Tiere eigentlich nicht. Und es ist eine ausgesprochene Quälerei für sie, wenn man sie auf so engem Raum, den sie nicht verlassen können, wegsperrt.

    Und das läuft unter der Bezeichnung Tierschutz....


    Noch was Zenta - ich bin froh, nach so langer Zeit wieder von dir zu lesen, hoffe, dass es dir und deinen Schützlingen gut geht. Schön fände ich es, wenn du wieder mehr von dir lesen lassen würdest.

  • Zenta Das sind nicht alle ? :astonished_face:

    Das wuppst du aber nicht alles ganz alleine, oder ?


    Meinen Respekt hast du.

    Ich wünsche dir, dass du möglichst wenig Tierarzt und Klinikbesuche machen musst und alle deine Schützlinge fit , oder zumindest stabil bleiben. :slightly_smiling_face:

  • Zenta Das sind nicht alle ? :astonished_face:

    Das wuppst du aber nicht alles ganz alleine, oder ?


    Meinen Respekt hast du.

    Ich wünsche dir, dass du möglichst wenig Tierarzt und Klinikbesuche machen musst und alle deine Schützlinge fit , oder zumindest stabil bleiben. :slightly_smiling_face:

    Hehe - ich hab mir aber auch gleich gedacht, dass das nicht alle sein können. Zenta hatte doch auch mal berichtet, dass manche der Hunde nicht im Haus leben möchten, weil sie das nicht kennen. Da gibt es doch bestimmt noch welche im Garten…

    Ich mach’ mir Sorgen über den Biernachschub. Nach diesem Kasten und den anderen ist nur noch ein Kasten übrig.

    (Homer Simpson)


  • Ich bin auch der Meinung, dass viele Hunde die in ausländischen Sheltern sitzen nicht vermittelt werden sollten weil die meisten Menschen mit diesen überfordert sind und weil es halt auch sooo viel gibt die total unkompliziert sind und sich über jeden Menschenkontakt extrem freuen. Ich denke diese leiden auch noch viel mehr als die ängstlichen Hunde. Diese nicht Anfassbaren gibt es in jedem Alter. Bei manchen reicht es schon wenn sie als Welpen zu wenig Kontakt zu Menschen hatten, andere hocken Jahre drin und sind mega zutraulich.


    Überall dort sind die Shelter überfüllt. Ja, für mich ist das auch kein Tierschutz, aber ich möchte auch nicht vor Ort entscheiden der wird jetzt eingeschläfert und der nicht. Solange man die Hunde nicht persönlich kennt ist das einfacher zu sagen.


    Danke der Nachfrage, mir geht es sehr gut sonst könnte ich das in der Form nicht machen. Den meisten Hunden geht es auch sehr gut, aber auch der nächste Verlust steht vor der Türe. Prostata- und Blasenkarzinom, irgendwann kann Sary nicht mehr pieseln weil die Harnröhre nicht mehr durchlässig ist. Sary kam als alter Hund, hatte jetzt hier noch einige schöne Jahre und bekommt Medikamente die ihm die letzte Zeit erleichtern. Das ist mein Ziel und dann kann ich mit den Abschieden meist ganz gut umgehen.

  • Sary kam als alter Hund, hatte jetzt hier noch einige schöne Jahre und bekommt Medikamente die ihm die letzte Zeit erleichtern. Das ist mein Ziel und dann kann ich mit den Abschieden meist ganz gut umgehen.

    Danke dafür! Und für die vielen anderen, die bei dir noch ein paar schöne Jahre hatten.

  • Ich würde es immer wieder so machen wie mit Luke.

    Ich wollte schon immer einen Hund aus dem Tierschutz. Leider lief es bei dem ersten nicht so glücklich. Sämtliche Tierheime außer eins knallten mir die Tür vor der Nase zu. Alleinstehende, Ersthundebesitzer, arbeitend ohne Garten, das war unmöglich. Allerdings machten Bekannte mit Rundumbetreuung ähnliche Erfahrungen.

    Also kam Finja. Als Welpe aus einem Zufallswurf.

    Aber bei dem 2. Hund lief es besser.

    Luke kam aus einer Pflegestelle, frisch aus Rumänien aus der Tötungsstation. Keine blöde Fragen. Und wie gesehen adoptiert. Gut, wir hatten oder haben ein paar Probleme. Er kannte nicht viel, hatte vor vielem Angst, aber er war neugierig. Und auch heute denke ich noch, wie reagiert der, was hat er erlebt? Warum tickt der manchmal so komisch? Aber er ist super sozialisiert was andere Hunde angeht, das macht der völlig alleine. Menschen sind manchmal komisch.

    Aber ich habe nie die Entscheidung bereut. Und würde es immer wieder so machen.

    Aber ich glaube ungesehen einen Hund aus dem Internet würde ich auch nicht so einfach nehmen. Nicht mehr. Ich habe da in der Tat schon drüber nachgedacht. Damals. Weil es einfach ist. Einfacher als hier.

    Und ich habe auch schon blöde Sachen mit Luke erlebt. Ansagen, wie der kommt aus dem Ausland? Es gibt hier so viele Hunde, die hier auf ein Zuhause warten. Ja klar, aber wie schwierig.

    Luke hat mich gefunden und ich ihn.

    Und auch heute denke ich noch oft darüber nach, was wäre aus ihm geworden? Der kleine Mann tot? Unvorstellbar. Nein, das geht gar nicht.

  • Natürlich habe ich nur ein kleines Hundeleben gerettet, aber immerhin. Und das kleine Hundeleben hat so viel Qualität. Ich würde noch gerne so viele retten, aber das übersteigt meine Kapazität.

  • Csuda ist ein Auslands-/ Straßenhund.

    Habe ich mich damit vorher wirklich auseinander gesetzt? Nein.

    Ich habe nach Bild ausgesucht. Aber da Csuda bei dem monatlichen Transport ohnehin als sog. "Notfell" mit ausgereist ist, bestand die Option sie in der Pflegestelle kennenzulernen und notfalls wieder dorthin zurückzubringen.

    Diesen Verein kann ich auch absolut weiterempfehlen.


    Herz für Ungarnhunde e.V. - Tierschutz und Vermittlung
    Der Verein unterstützt ein ungarisches Tierheim mit Spenden und Hilfsgütern, sowie engagiert er sich für den Tierschutz und die Vermittlung.
    herz-fuer-ungarnhunde.de


    Das Team ist sehr nett und die Arbeit transparent.

    In meiner naiven Vorstellung waren alle Hunde aus Ungarn so wie Ani 😄

    Tja und dann zog Csuda ein und ich hatte anfangs echt Bedenken ob das nicht überfordernd ist. Sie kannte nichts und hatte Angst vor allem und jeden. Treppen, Halsband, Gassi, Autos, Kinder, ...

    Dennoch haben wir uns zusammen als Team sehr gut entwickelt und sie ist, trotz ihrer spezial effects, für mich ein Traumhund.

  • Jetzt muss ich mal ein Positiv-Beispiel erzählen. Gestern lernte ich eine Frau aus D kennen, die momentan mit WoMo in Spanien rumreisen. Mit dabei war eine schnuckelige Hündin - Emma in kleiner. Ca. 3 Jahre alt, stammt aus Ungarn. Wenn man Frau und Hündin sah, dachte man, die gehören schon lange zusammen. Hündin läuft leinenlos und es wirkt so, als wären sie schon ewig ein Team. Mit anderen Hunden läuft es problemlos. Aber, die Kleene ist seit 5 Wochen bei ihnen.

    Die Hündin wurde in Ungarn aufgegriffen. Wahrscheinlich ausgesetzt. Aber wahrscheinlich war sie vorher in einem "normalen" Zuhause. Sie hockte dann beim Tierschutz (weiß nicht welcher) und die Frau hat sich das erste Mal in ihrem Leben einen Hund im Internet via Foto und Beschreibung ausgesucht. Sie war auch sehr nervös, erzählte sie. Aber, alles gut gelaufen und als Reisehündin macht sie sich ebenfalls mehr als gut.

    Klar, kann sie noch ein wenig ihren Koffer weiter auspacken. Aber ich glaube nicht, dass da irgendwelche Überraschungen kommen, die besonders ungut sind.

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