Wie lernt ein erwachsener Hund andere Hunde richtig lesen?

  • Ich gehe davon aus, dass er in den Sheltern, in denen er war, mit grossen Hunden schlechte Erfahrungen gemacht hat

    Muss nicht sein, kann auch an fehlenden Erfahrungen liegen oder einfach dem Größenunterschied, quasi als Vorsichtsmaßnahme "Komm' bloß nict auf blöde Ideen, du bist zwar größer aber im Zweifelsfall habe ich Zähne." Solche kleinen Hunde begegnen uns vergleichsweise häufig, die allermeisten beruhigen sich dann aber recht schnell, weil die Maus höflich und zurückhaltend agiert. Sie selbst macht das auch öfter anfangs, wenn ihr die Hunde körperlich zu überlegen sind und vorher nicht ausreichend Gelegenheit zum Einschätzen war.


    Ich würde Hundebegegnungen, auch große Hunde normalisieren, aber erstmal nur über verabredete gemeinsame Spaziergänge, nicht viele kurze Mehrfachbegegnungen mit vielen unterschiedlichen Hunden. Das ist ihm wahrscheinlich zu stressig, weil er sich immer wieder neu mental auf wieder ein neues gegenüber einstellen muss. zuviel Anspannung, zuviele Stresshormone. lieber gemeinsam in bewegung langsam gewöhnen.

  • schreib mal so in den Text immer nach den Absätzen:



    Vielleicht war etwas dabei, da man da so viel schreiben kann, ist es für mich immer schwer, man kennt ja weder dich, deinen Hund, dein Umfeld. Ich bin täglich in der Stadt unterwegs, auch wenn wir super grün drum rum haben. Da trifft man so viele Hunde, muss man handhaben, ich kann unmöglich zu jedem hin, also für uns auch wichtig gewesen, zu Kenntnis nehmen, nun einfach weiter gehen.


    Für mich klingen deine. Worte sehr positiv und ich kann eher keinerlei Probleme lesen wo ich was machen würde. Lernt euch weiter kennen, dass gegenseitige Vetrauen wird wachsen, alles drum herum wird sich nach und nach in Luft auflösen.


    Genießt die Zeit zusammen!

  • Da fällt mir noch so eine Situation ein, manchmal muss man als Partner Mensch da sein, die Hilfe halt geben wo Partner Hund sich auch drauf verlassen kann, das Vertrauen wird dadurch steigen


    Vor vielen Jahren, meine Dame ist ja nicht so groß, sie war so vier, Dänemark komplett freier Strand, Freilauf. Ganz in der Ferne mehrere 100 m weg, ein Ridge Rüde, sehr groß, jung, er sah uns kam auf und zu, ich dachte so, der hat power der Junge, elegantes Tier, meine Dame die eigentlich gerne Hunde damals kennen lernte, sah ihn, verharrte, hatte wohl Angst, winselte richtig, fast schon lautes fiepen,völlig untypisch für uns, sie war völlig überfordert was da großes auf uns zu kam.


    Ich fand die Situation nicht bedrohlich nur viel zu stürmisch, er kam schon freudig auf uns zu, nur viel zu wuchtig. Also stellte ich mich vor meine Dame, kurz bevor er da war, wurde ich groß, blaffte ihn an, erst da hat er mich wohl erst zur Kenntnis genommen. Er wollte um mich rum, ich war aber halt immer im Weg. Erst da kam er runter, blieb stehen, schaute zu seinen Partnern in paar hundert m Entfernung, er war schon ein freudiger Kerl, eben nur viel zu stürmisch. Meine Dame lugte dann, beide schnupperten aus Entfernung, dann näherten sie sich an, so wie es sein soll, sie spielten dann lange Zeit wunderschön und meine Dame zeigte dem jungen großen Kerl dann, hey benimm dich , nicht so doll.


    Warum ich es schreibe, das war so eine Situation die man eben etwas lenken sollte, wäre der so im Lauf auf meine Dame geschossen, kann sich aus sowas auch etwas blödes entwickeln, Angst vor Großen oder auch, in Zukunft gehe ich auch nach vorne. Das ganze dauerte ja nur sehr kurz, etwas in Bahnen gelenkt und auch der junge Kerl hat evtl was gelernt.


    Also man muss schon gucken was Sinn macht oder was eben auch zu viel ist. Da ich so viele begleitet habe mit meiner Dame, die auch eher skeptisch mit Hundetreffen und Freilauf waren , bin ich wahrscheinlich auch gebranntes Kind, ich finde es wunderschön wenn Hunde untereinander einfach Hund sein können, wenn es passt, lernen sie so viel untereinander was Partner Mensch oft nur schwer bis gar nicht vermitteln kann. Eben soziale Kontakte unter Hunden


    Hoffe du findest da ein paar gute Partner die es spielerisch und hündisch begleiten, habt Freude und genießt es, das soll es von mir auch gewesen sein.

  • ich finde es wunderschön wenn Hunde untereinander einfach Hund sein können, wenn es passt, lernen sie so viel untereinander was Partner Mensch oft nur schwer bis gar nicht vermitteln kann. Eben soziale Kontakte unter Hunden

    DAS ist der Punkt, wie ich finde.

    Wir sollten als Halter nicht so tun, als wären wir allwissend wie es in den Hunden um uns aussieht. In manchen Situationen ist es unheimlich schwierig, Hunde so zu "lesen", dass keine Zweifel aufkommen könnten. Und eben auch blöde Situationen. Aber - auch wenn sie nicht wünschenswert sind - auch sie gehören dazu.


    Vor allem sollten wir als Halter nicht so tun als ob unsere Hunde immer und in jeder Situation" formbar" wären.

    Sofern wir nur das richtige "Rezept" anwenden.

    Oft ist da viel mehr drin im Verhaltensrepertoire unserer Vierbeiner als wir auf dem Schirm haben.

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