Wenn der Hund knurrt...

  • Diesen Artikel habe ich gerade im Internet entdeckt.

    Es geht um die Drohsignale des Hundes, die in eine Ampel aufgeteilt sind, und darum wie man sich verhalten sollte, wenn der eigene Hund mich anknurrt.


    Für die meisten hier ist das sicher nichts Neues. Trotzdem stelle ich den Link mal ein.


    https://www.petbook.de/hunde/hundeerziehung/darf-der-hund-mich-anknurren-das-raet-deutschlands-beste-hundetrainerin

    Erinnerungen sind kleine Sterne,

    die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.

                                            (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Nicht schlecht, bis auf die Sache mit der Piloerektion. Das ist eine unwillkürliche Reaktion, die der Hund gar nicht steuern kann, kann also kein Drohverhalten sein.

  • … was „Höllenhunde“ im PC ja so oft wiederholt hat, dass es wohl keiner der damaligen User je wieder vergessen wird.


    Aber dass das nicht willkürlich gesteuert werden kann, heißt doch nicht, dass das kein verwertbares Signal ist.

  • … was „Höllenhunde“ im PC ja so oft wiederholt hat, dass es wohl keiner der damaligen User je wieder vergessen wird.


    Aber dass das nicht willkürlich gesteuert werden kann, heißt doch nicht, dass das kein verwertbares Signal ist.

    Offtopic: Ich habe eine Spinnenphobie, die ich mittlerweile relativ gut unter Kontrolle habe.

    Wenn ich aber unerwartet auf eine enorm große Spinne treffe, dann geht mir wirklich ein spürbarer kalter Schauer über den Rücken, es kribbelt in mir, wie wilde Elektroschocks, es zieht sich alles in mir zusammen, in meinem Kopf dröhnt und piept es wortwörtlich (wie ein Tinitus) und ich habe eine wahnsinnige Gänsehaut.

    Die Steigerung hiervon ist dann das ich heule und/oder schreie und mich irgendwie versuche zu entfernen.

    Nur weil diese letzten Laute aber fehlen, und ich "nur" die Gänsehaut habe und den kalten Schweiß, heißt das nicht, dass ich keine Angst habe, oder es mir gerade innerlich nicht total übel geht.


    Das ist etwas körperliches, dass ich nicht kontrollieren kann, dass meine Lage zeigt.


    Ich bin mir quasi sicher, selbst wenn Hunde es nicht selbst steuern können, dass ihre Herzfrequenz oder Atemfrequenz, also das allgemeine Stresslevel nach oben schießt. Eine so genannte Bürste, sollte man also durchaus ernst nehmen.


    Ignoriert man meine "Warnzeichen" komme ich nämlich auch in einen Prozess in dem ich mich wehre. Kommt man mit Spinne auf mich zu, greift ich nach allem was mir zur Verfügung steht, selbst wenn es absolut überzogen ist.

    Ich bin da ganz ehrlich: Erwischt man mich in so einem Moment und ich hab grad ein Messer zur Hand, will ich nicht wissen, wie ich reagiere. Vermutlich würde ich es werfen oder damit herumfuchteln.


    ...und bevor da nun Belehrungen kommen, dass man gegen Angst etwas tun kann: Habe ich. Hat auch geholfen. Bis zu einer gewissen Größe kann ich es ertragen.

  • … was „Höllenhunde“ im PC ja so oft wiederholt hat, dass es wohl keiner der damaligen User je wieder vergessen wird.


    Aber dass das nicht willkürlich gesteuert werden kann, heißt doch nicht, dass das kein verwertbares Signal ist.

    Es zeigt schlicht, daß der Hund aufgeregt ist, daß kann auch Aufregung vor Freude und alles andere sein. Also nein, ich finde, daß das kein verwertbares Signal ist, schlicht weil die Ursache der Aufregung nicht bekannt ist.

  • … was „Höllenhunde“ im PC ja so oft wiederholt hat, dass es wohl keiner der damaligen User je wieder vergessen wird.


    Aber dass das nicht willkürlich gesteuert werden kann, heißt doch nicht, dass das kein verwertbares Signal ist.

    Es zeigt schlicht, daß der Hund aufgeregt ist, daß kann auch Aufregung vor Freude und alles andere sein. Also nein, ich finde, daß das kein verwertbares Signal ist, schlicht weil die Ursache der Aufregung nicht bekannt ist.

    Ich habe tatsächlich aufgestelltes Fell bisher nur im Zusammenhang mit negativer Aufregung gesehen.

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

  • Es ist ein Zeichen von Streß, es gibt nicht nur negativen Streß, sondern ebenso positiven Streß. Ich bleibe bei meiner Meinung.

  • Es ist ein Zeichen von Streß, es gibt nicht nur negativen Streß, sondern ebenso positiven Streß. Ich bleibe bei meiner Meinung.

    Ja danke für die Aufklärung :face_with_raised_eyebrow:

    Ich hab nur geschrieben dass ich es noch nie bei positiver Aufregung gesehen habe.

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

  • Ich habe tatsächlich aufgestelltes Fell bisher nur im Zusammenhang mit negativer Aufregung gesehen.

    ich habe noch ein altes Video auf Youtube, die junge Beageline im Spiel mit der Schäfi.

    Teilweise mit einer Bürste über den ganzen Rücken bis zu Rute ...


    Die Einschätzung damals von Aprils Züchterin war, sie versucht sich groß zu machen.


    (Die Schäfi hatte früher sehr viel und liebevoll mit der Beageline gespielt ... negativen Stress kann ich da eigentlich nicht erkennen)


    00011
    Meggie & April 11.04.2012
    youtu.be

  • es gibt nicht nur negativen Streß, sondern ebenso positiven Streß

    Der Unterschied zwischen Distress und Eustress resultiert nur aus der Dauer, d.h. für die Akutsituationen, um die es beim knurrenden Hund geht, gibt es diese Unterscheidung gar nicht.


    Abgesehen davon hat niemand behauptet, dass eine Bürste alleine Rückschlüsse auf die Gemütslage des Hundes zulässt. Sie tritt aber üblicherweise auch nicht ohne weitere Signale auf.

  • Nö, aber wenn eine Piloerektion ausdrücklich als "Drohverhalten" gedeutet wird ohne jeden Kontext, finde ich das falsch, Zitat: "erstes Drohverhalten, wie fixieren mit dem Blick, Lefzen kräuseln oder die sogenannte Piloerektion – das Aufstellen des Felles." Da wäre es zumindest angebracht zu erwähnen, daß dabei die komplette Körpersprache des Hundes zu berücksichtigen ist und es Anzeichen sein könnte.

    Und ich dachte ehrlich auch als Deutschlands beste Hundetrainerin sollte man sich so einen Faux Pas nicht leisten .

    Besser inkonsequent als konsequent das Falsche zu tun.

    Edited 2 times, last by Zurimor ().

  • Irgendwie ist da doch mehr erwähnt als nur das reine Aufstellen des Fells. Sie erwähnt ja noch Lefzen und Fixierung mit dem Blick.

    Mir ist das genug Kontext.

  • Nö, aber wenn eine Piloerektion ausdrücklich als "Drohverhalten" gedeutet wird ohne jeden Kontext, finde ich das falsch, Zitat: "erstes Drohverhalten, wie fixieren mit dem Blick, Lefzen kräuseln oder die sogenannte Piloerektion – das Aufstellen des Felles." Da wäre es zumindest angebracht zu erwähnen, daß dabei die komplette Körpersprache des Hundes zu berücksichtigen ist und es Anzeichen sein könnte.

    Und ich dachte ehrlich auch als Deutschlands beste Hundetrainerin sollte man sich so einen Faux Pas nicht leisten .

    Genau! Und sie erwähnt auch überhaupt nicht das Fixieren mit dem Blick, wenn der Hund meint, dass es Zeit fürs Futter ist oder dass man bitte aufwachen soll! Und das Züngeln und Spiel mit dem Ohren im Zusammenhang mit dem Öffnen einer Käsepackung im Nachbarraum! Also wirklich, und das als Deutschlands beste Hundetrainerin…


    Wenn sie über Knurren als Teil des Droh- und Eskalationsverhaltens schreibt, dann sollte sie zumindest auch außerhalb der Überschrift und des gesamten Textes noch mal auf diesen Kontext hinweisen. Echt mal!1elf :gi194:

    Ich mach’ mir Sorgen über den Biernachschub. Nach diesem Kasten und den anderen ist nur noch ein Kasten übrig.

    (Homer Simpson)


  • … was „Höllenhunde“ im PC ja so oft wiederholt hat, dass es wohl keiner der damaligen User je wieder vergessen wird.


    Aber dass das nicht willkürlich gesteuert werden kann, heißt doch nicht, dass das kein verwertbares Signal ist.

    Es zeigt schlicht, daß der Hund aufgeregt ist, daß kann auch Aufregung vor Freude und alles andere sein. Also nein, ich finde, daß das kein verwertbares Signal ist, schlicht weil die Ursache der Aufregung nicht bekannt ist.

    Ich habe tatsächlich aufgestelltes Fell bisher nur im Zusammenhang mit negativer Aufregung gesehen.

    Das kann vielleicht auch einfach an der Fellänge bzw. Unterwolle liegen, dass man es nur in extremer Ausprägung sieht. Oder - wie so Vieles - am Individuum (ähnlich wie manche Menschen , die krass rot werden und bei anderen sieht man es kaum). Ich habe z.B. auch nicht solche Reaktionen wie Shyruka sie schildert. Bei der Maus sehe ich das sehr oft und es signalisiert einfach Anspannung und nichts worüber man sich Sorgen machen müsste.



    Knurren ist ganz normale Kommunikation. Was mir beim Beitrag fehlt und viel häufiger geschieht als Anknurren, ist Knurren zur Mitteilung "Heh guck' mal, das klingt verdächtig", wenn z.B. jemand in der Nachbarschaft schreit. Möchte nicht wissen, wieviele Leute so etwas dann als "Anknurren" fälschlicherweise auf sich beziehen.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!