Welpengruppe - wie steht ihr dazu?

  • Es wird nun erwartet, dass ihm grössere und ältere Hunde mal Grenzen aufzeigen.


    Was meint ihr dazu, ist das ok oder würdet ihr davon abraten?

    Leider wie immer, ohne es zu sehen, schwer, ich bin da persönlich nicht so der Freund von. Es gibt Hunde, die können einem jungen Fremden Hund das vermitteln, glaube aber das die meisten ihn eher so zurecht weisen würden, weil sie ihn nervig finden, dass eher der Junghund negatives lernen kann, so nach dem Motto, andere Hund sind blöd, später werde ich sie auch verscheuchen, muss nichts sein, kann aber.


    Ich würde eher zu Beginn die Kleinigkeiten beobachten, reagiert er überhaupt auf Signale wenn andere Hunde verharren, Lefze ziehen, eindeutig werden, oder geht er da komplett drüber weg? Eigentlich lernen sie dies ja mit den Geschwistern und Mutter wenn es gut läuft.


    Wenn er so wild ist, würde ich ihn auch aus der jungen Hundegruppe nehmen.


    Ohne jetzt was zu kennen, würde ich eher ganz aus so einer Gruppe erst mal raus, auch wenn ich ja grundsätzlich es sehr gut finde, aber hier wären ältere souveräne Hunde bei einer Gassi Runde evtl. Erst mal eine bessere Variante. Lernen das alles auch geordnet gehen kann mit ein paar Respektregeln.


    Man sieht natürlich auch immer mal hetzen, ausgrenzen, das würde ich nicht laufen lassen sondern da als Partner Mensch eingreifen und regeln, alles natürlich spielerisch, man braucht da auch nicht viele Worte, geht mit eigener Körpersprache auch gut.


    Grundsätzlich empfehle ich immer gerne Hundekontakte Hundekontakte Hundekontakte, aber ich bin nicht so der Freund von, die machen das schon selber untereinander, kann gehen, muss aber nicht. Etwas Koordination vom Menschen sollte schon sein, sonst drehen viel einfach echt über den Punkt.


    Leine dran ist ja schon ein Schritt, wo vorher bestimmt viel versucht wurde,

  • Gatil

    Ich würde ihn eher mal via Mensch etwas sozialisieren, Spazieren, Spuelen etwas Disziplin, Stopp.

    Allenfalls mit gleichaltrigen Hunden, die etwa gleich schwer sind.

    Wenn er kleine Hunde unterbuttert ist es fies.

    Wenn er, weil zu frech, von grösseren Hunden zu stark diszipliniert wird, ist es auch nicht gut.


    Vielleicht Spaziergänge mit anderen versuchen, evtl mit kurzen freien Spielsequenzen, dh sobald einer zu brutal wird abbrechen

    Auf Dauer nimmt die Seele die Farbe deiner Gedanken an

    Marc Aurel

  • Bei uns fangen die meisten Junghundegruppen sowieso mit 16 Wochen an. Das würde doch passen, wenn er in eine Gruppe mit größeren Hunden kommt?

    Generell können ja Hunde in ähnlicher Größe fairer miteinander agieren. Wenn die anderen dem Terrier gegenüber angemessen reagieren, ist ja alles gut. Aber beobachten würde ich das auch auf alle Fälle. Kann denn die Trainerin das nicht stoppen, dass er so aufdreht?

    Spaziergänge mit vielleicht einem anderen (älteren) souveränen Hund wären sicher erstmal übersichtlicher. Wildes Getobe würde ich auch kontraproduktiv finden.

    In unserer HS wird übrigens überhaupt nicht getobt. Felina sähe dabei auch eher nicht gut aus und würde auch nichts gutes lernen, wie ich das einschätze.

  • Hundekontakte hat er ausserhalb der Hundeschule viele, kann oft frei laufen und frei mit anderen spielen. Jung, alt....

    Auf Benimm wird sehr geachtet, sonst wird die Sache beendet. So wie bei uns, wo die Leine dann für alle die Rettung ist. Ist er so ruhig gestellt, legt er sich hin und schläft.


    Soweit so gut.


    Ich werde berichten, wie es in der neuen Gruppe weitergeht.

  • Kommt doch ganz darauf an, wie andere Hunde Grenzen aufzeigen. Madame würde den ordentlich einnorden, an der perlt sowas ab. Nicht zu stoppen? Dann setzt sie sich halt auch einfach mal hin oder bleibt stehen und läßt den an sich abprallen, der wird schon merken, daß der so nichts erreicht. Und wenn nötig wird mal kurz rumgegrummelt.

    Wenn der eigene Hund total aufdringlich ist und auf die Kommunikation anderer Hunde nicht/kaum reagiert, ist es auch am Halter, da einzugreifen.

    Gas mag teuer sein, aber Freiheit ist unbezahlbar.

    (Kaja Kallas)

  • Hmm... Ich habe keine Erfahrung mit Welpengruppen, aber Gedanken dazu habe ich schon.

    Das die anderen Welpen ihm etwas entgegen setzen können (körperlich und auch an Selbstbewußtsein) ist sicherlich nicht schlecht, aber es sollte dennoch ausgewogen sein.

    Wenn er nun der schwächere ist und überrannt wird, bringt das nur Frust und er dreht noch mehr auf um mitzuhalten.

    Meiner Meinung nach muss der Mensch da eingreifen, oder man hat das Glück, dass ein extrem souveräner erwachsener Hund dabei ist der für Ordnung sorgt wenn es zu wild wird (eben wie die Mutter das machen würde).

    Aber ist in Welpen Gruppen das Spiel der Hunde untereinander nicht eher eine kleine Unterbrechung zwischen den Übungen?

    (wie gesagt, ich war noch in keiner Welpengruppe)

    "Man kann in Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln."

    (Astrid Lindgren)

  • Die Beständigkeit ist da glaube ich wichtig, selbst wenn ein Hund ihm dann mal passend die Meinung sagt und ihm die Möglichkeit lässt, sein Verhalten zu korrigieren, heisst das nicht, dass er es beim nächsten Hund nicht wieder mit derselben Tour von zuvor probiert, und evtl. wieder damit durchkommt. Zuviel wechselnde und und zufällige Begegnungen sind da erstmal gar nicht so gut. Eine feste Gruppe aus fairen und sozialen Artgenossen könnte das vermitteln.

    Oder vielleicht reicht ja auch eine Maus. Die hat mit 10 Wochen dem 16 Wochen alten Hütehundwelpen, der alle plattgewalzt hat, mit ihrem ersten Lefzenziehen überhaupt inkl. Dobi Gestus, auch nachhaltig Eindruck gemacht. Man hat richtig gemerkt, dass der Hund es gar nicht gewohnt war, nicht andere durch die Gegend zu schubsen. Und hat irritiert geguckt und ab da rechtzeitig abgebremst.

  • Ich denke das ist ja das Thema, es gibt solche und solche.


    Ein Gelände zu schaffen, wo die Hunde einfach frei laufen können und sich die Menschen dann nett unterhalten können, ist ganz sicher falsch.


    Vergleichbar Kindergarten, ein Raum, Kinder rein, nun macht mal selber, dass wird nicht klappen.


    Es soll doch dazu dienen, andere Hunde, andere Menschen, andere Gerüche kennen zu lernen, falls noch nicht geschehen evtl. Ander Unterguende, Sand, Kies, Wiese, aber auch viele andere Menschenstimmen, all diese Dinge, auch schon, Ruhe, man kann sich dort auch mal als Übung kurz unterhalten und die Kleinen müssen mal kurz warten und evtl. Da auch mal lernen, dass sie nicht immer und überall der Mittelpunkt von allem ist und im Idealfall lernen sie auch untereinander, schauen sich was ab, dies geht dann allerdings auch in der negativen Richtung. Sinn ist ja eher dass auch die größeren lernen, ui, bei dem ganz Kleinen muss ich aber ganz anders agieren als bei dem großen da, dazu sollte es doch dienen, nicht um sich zur Wehr setzen zu müssen, dass sollte ein guter Leiter, Trainerin, Verein schon etwas lenken.


    Leider kenne auch ich die Situationen, dass Menschen dann zusammen stehen und sich Geschichten stolz erzählen, Frühzeitig dann etwas zu sehen ist dann kaum möglich, dann läuft es halt falsch.

  • Ich bin ja grundsätzlich der Meinung, das Welpen von Welpen nicht viel lernen können.

    Schön wenn sie spielen und alles - aber die wichtigen Dingen hat mein Hund von älteren, souveränen Althunden gelernt.


    Da gehts nicht darum, dass er auf Hängen und Würgen ständig vorn Kopp bekommt.

    Da gehts auch nicht darum, ihn möglichst mit Erwachsenen Hunden zusammen zu lassen, die bekannt dafür sind, schnell die Nerven zu werfen und überzureagieren.

    Sondern dass er einfach auf Hunde trifft, die kurz sagen "So nicht!" Die ganz sauber, ohne Löcher, ohne mobben kurz ne Ansage machen.


    Von daher finde ich die Entscheidung grundsätzlich erstmal gut.

    (sofern es am Ende nicht wirklich darauf hinausläuft, ihn möglichst ständig von anderen plattmachen zu lassen)

    LG,
    Nicky & Caillou

    “They say time heals all wounds, but that presumes the source of the grief is finite”

    Magnus Bane

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