Altersepilepsie?

  • Gerade hatte Lupus einen Anfall.

    Er hat das seit gut 2 Jahren immer mal wieder.

    Immer am Morgen beim Spaziergang auf nüchternen Magen.

    Ich hörte einen dumpfen Schlag hinter mir, und als ich mich umdrehte liegt Lupus auf der Seite, streckt die Beine von sich und heult (ob aus Panik oder Schmerz kann ich nicht sagen). Ich richte ihn im Oberkörper immer etwas auf, halte ihn und spreche beruhigend.

    Heute ist mir aufgefallen, dass er auch ruiniert. Danach würgt er immer etwas Gras hoch (frisst er morgens öfter und würgt es wieder hoch).

    Nach 1 Minute kommt er wieder hoch und alles ist wieder bestens.


    Kennt das jemand von euch von älteren Hunden?

    Würdet ihr das als eine Art Epilepsie bezeichnen?

    Oder eher als Kreislaupkollaps oder ein Zusammenhang mit dem Magen ?


    Blut, Herz und Kreislauf wurden daraufhin schon 2x untersucht und waren unauffällig.

    Am Donnerstag habe ich mit ihm einen kontrolltermin bei dem auch sowieso ein erneutes Blutbild angedacht war.


    Er hat das jetzt seit gut 2 - 2,5 Jahren, aber der letzte Anfall liegt mindestens 1/2 Jahr zurück.

  • Hmm, wenn er morgens öfter Gras frißt und wieder hochwürgt, paßt vielleicht was mit der Ernährung nicht? Würde ich mal überlegen, zu Epilepsie selbst hab ich keine Ahnung.

    Behandle deinen Hund so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

  • Wenn er morgens als erstes Gras frisst, deutet das auf Sodbrennen hin, weil über Nacht sich da zuviel Magensäure, die nicht gebraucht wurde, angesammelt hat.

    Bei uns hilft dagegen Abends ein dicker Keks, am Morgen gleich ein Häppchen, am besten auch Brot oder dergleichen.


    Ich denke aber nicht, dass die Anfälle damit etwas zu tun haben, habe aber nicht wirklich Ahnung/ Erfahrung damit.

    Allerdings ist meine 14jährige Hündin morgens nach dem Aufstehen auch etwas wackelig, bis der Kreislauf in Schwung kommt.

  • Gras frisst er tatsächlich nur, wenn er noch nichts gefressen hat. Ich vermute da auch Sodbrennen. Diese Anfälle treten aber ausschließlich morgens auf nüchternen Magen auf.

    Ich werde ihm wohl in Zukunft einen kleinen Happen VOR dem Spaziergang geben.

    Wackelig ist er aber nicht wenn es los geht. Das passiert mitten im Spaziergang. Ich vermute bevor er das Gras wieder raus würgen würde. Deshalb vermute ich da schon einen möglichen Zusammenhang. Könnte er sich etwas einklemmen wenn er sich zum Würgen vorbereitet und deshalb umfallen?

    Allerdings hätte ich heute wirklich das Gefühl, dass er krampft. Er ist aber die ganze Zeit voll da.

  • Ich hörte einen dumpfen Schlag hinter mir, und als ich mich umdrehte liegt Lupus auf der Seite, streckt die Beine von sich und heult (ob aus Panik oder Schmerz kann ich nicht sagen)

    Hört sich nach einem epileptischen Anfall an. Ich glaube nicht, dass das im Zusammenhang mit dem Gras fressen steht. Man sagt, dass die Hunde von dem Anfall selbst nichts mitbekommen. Das Heulen passiert einfach, wie auch das pieseln.


    Nach dem eigentlichen Anfall ging es dem Hund meiner Eltern ein paar Stunden nicht besonders gut. Er hat die Zeit meist verschlafen. Mittlerweile ist er gut eingestellt und bekommt keine Anfälle mehr.


    Ich würde das ärztlich abklären lassen. Oftmals steckt eine ganz andere Krankheit dahinter und die epileptischen Anfälle sind nur ein Symptom.


    In jedem Fall werden sie nicht weniger werden, wenn man nichts unternimmt. Und wenn's richtig scheisse läuft (ohne dir jetzt Angst machen zu wollen!!!) kommt der Hund aus den Anfällen nicht mehr raus...

  • Zu den Anfällen kann ich nichts sagen, ich würde aber auf jeden Fall morgens sofort etwas füttern, denn wenn ihm morgens immer schlecht ist, ist ja nicht schön.

  • Ich kann inhaltlich leider nichts beitragen, euch aber ganz fest die Daumen drücken, dass sich schnell eine Ursache finden lässt.


    Zum Füttern wurde ja schon genügend gesagt.

  • Für den Tierarzt kann es hilfreich sein, ein Video von einem solchen Anfall zu sehen, geht natürlich nur wenn man zu zweit ist. Aber dann wirklich, auch wenn man sich sehr blöd vorkommt: Handy zücken und filmen.

    Krampft er denn auch?

  • Ja, das mit dem Video habe ich auch gedacht. Am Morgen bin ich aber fast immer alleine unterwegs. Und heute habe ich Handy, Schlüssel und Leine fallen lassen um Lumpi zu unterstützen. Das letzte mal war so lange her, dass ich überhaupt nicht daran gedacht habe.


    Ob er krampft kann ich nicht genau sagen. Er streckt die Beine weg und beugt den Hals etwas nach unten (vielleicht aber auch weil er orientierungslos ist). Aber ich kann ihn etwas aufrichten. Wenn, krampft er nur leicht.

    Die Augen sind starr und die Pupillen wackeln nicht.

    Er ist danach auch nicht erschöpft.


    Foto etwa 15 Minuten später

  • Meine Hündin hatte leider auch solche Anfälle, ausgelöst durch sehr schlechte Nieren- und Leberwerte.

    Ich denke nicht, dass das Schreien Panik oder Schmerz bedeutet.

    Wichtig ist aber, den Hund während des Anfalls in Ruhe zu lassen, nicht aufrichten und auch nicht anfassen.

    Schwierig, ich weiß...


    Nach dem Anfall hat sie sich geschüttelt und war ganz normal.


    Eine Blutkontrolle wäre wichtig, besonders Nieren- und Leberwerte.

    Das willst du aber eh schon machen.


    Ich wünsche euch, dass ihr den Grund für die Anfälle findet und das gut behandelbar ist.

  • Tierarzt- von Diabetes über Tumoren bis Epilepsie usw. ist alles möglich, Epilepsie hätte wahrscheinlich aber längere Nachwirkungen und ist im Alter auch eher sekundärerkrankung, daher auf jeden Fall die Ursache suchen.

  • Epilepsie hat 1000 Gesicher,Ursachen und Anfallsformen sind total verschieden.

    Ein kleines Zittern, ein kurzes verdrehen der Augen....generalisiert mit und ohne Bewusstseinsstörung und vieles mehr.


    Ich würde es auf jeden Fall TA klären lassen.

    Die morgendliche Übelkeit würde ich auf jeden Fall angehen, ob der BZ Auslöser ist oder nicht.


    Meine Daumen sind gedrückt.

  • Das sehe ich wie Brachialine und Black Jack.

    Es gibt durchaus Anfälle, bei denen der Hund ansprechbar und bei Bewusstsein ist/bleibt und dann definitiv auch Angst/Stress hat!

    Nyla hat tatsächlich auch schon bisher 3 solcher "Anfälle" gehabt. Immer aus dem Tiefschlaf heraus, mit Schwanken/Ataxie, 2 x bei dem Versuch zu laufen dann auch hinstürzen, außerdem Speicheln und starkem Hecheln, 2 x davon mit unkontrollierten Urinieren, dabei aber ansprechbar und definitiv ängstlich, sucht dann meine Nähe und presst sich an mich. Halten und beruhigend zusprechen hilft ihr dann definitiv. Dauert der Anfälle bisher ca 3-5 Minuten, danach noch länger Hecheln und "platt sein". Zwischen den ersten beiden Anfällen lagen etwa 6 Monate, jetzt hat sie gestern Nacht wieder einen in abgeschwächter Form gehabt, nach 8 Monaten. Nach dem zweiten,recht starkem Anfall vor 8 Monaten gab es ca 24 Stunden später noch ein kleines "Nachbeben" in deutlich abgeschwächter Form.

    Abklärung in der Neurologie der Tiho ergab letztlich eine atypische und bisher milde Form von Epilepsie, so dass wir momentan keine Medikamente brauchen. Ich habe für den Notfall allerdings Diazepam-Rektalampullen da, falls sie mal einen schlimmeren Anfall mit Krämpfen bekommen sollte oder aus dem Anfall nicht so zügig selbst wieder herauskommt wie bisher..


    Bei Lupus würde ich aufgrund seines Alters tatsächlich auf jeden Fall strukturelle/organische Ursachen abklären lassen. Am besten in einer auf Neurologie spezialisierten Klinik/Praxis.

    Wir drücken die Daumen, dass ihr herausfinden könnt, was es ist! Ich finde es immer am schlimmsten, wenn man nicht weiß, womit man es zu tun hat. Man kann immer besser mit einer Diagnose arbeiten, finde ich...

  • Ist Lupus auf MDR1-Gendefekt getestet? Hast Du spot ons benutzt?
    Bei Cattle dogs gibt es den Gendefekt ja nicht selten, das könnte auch Epi-Anfälle begünstigen.


    Ich würde mich auch den Foristen anschließen und das per Ausschlußdiagnostik in der Neurologie klären lassen.

    Was für ein Schreck für Dich, ich drücke mal die Daumen, dass ihr herausbekommt, wo die Anfälle herkommen. :thumbup:

  • Nein, auf den gendefekt ist er nicht getestet.

    Spot ons habe ich dieses Jahr noch nicht benutzt. Er hat aber vorher schon Expot bekommen, allerdings sehr sparsam und bisher konnte ich da keine Verbindung zu den Anfällen erkennen.

    Kann denn die Reaktion darauf auch Wochen - Monate später auftreten?


    Meines Wissens nach ist der mdr-1-Gendefekt bei Cattles in Deutschland gar nicht nachgewiesen. :thinking_face:

    Edited once, last by Kibu: Ein Beitrag von Kibu mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Nein, auf den gendefekt ist er nicht getestet.

    Spot ons habe ich dieses Jahr noch nicht benutzt. Er hat aber vorher schon Expot bekommen, allerdings sehr sparsam und bisher konnte ich da keine Verbindung zu den Anfällen erkennen.

    Kann denn die Reaktion darauf auch Wochen - Monate später auftreten?


    Meines Wissens nach ist der mdr-1-Gendefekt bei Cattles in Deutschland gar nicht nachgewiesen. :thinking_face:

    Nein, so ein Zusammenhang ist nicht wahrscheinlich. Wenn Reaktionen auf derlei Wirkstoffe aus spot ons oder Tabletten auftreten, dann in einem direkten Zusammenhang, wenn der Wirkstoffspiegel entsprechend hoch ist...


    Auch zu zweitens Bestätigung, mdr-1 beim acd in Deutschland ist tatsächlich nicht nachgewiesen. Außerdem hätte dieser sich dann definitiv schon in früheren Jahren bei Einsatz von entsprechenden Medikamenten zu erkennen gegeben.

  • So, kurzes Update.

    Das Blutbild von Lupus ist unauffällig. Allein der Schilddrüsenwert ist recht niedrig. Das kann wohl auch solche kleinere Anfälle auslösen.

    Nächste Woche hole ich mir also das Medikament für die Schilddrüse ab.

    Der Glukosespiegel war unauffällig, aber vorsorglich soll ich ihm ruhig am späten Abend nochmal einen kleinen Happen geben.

    Sollte er trotzdem nochmal einen Anfall bekommen müsste man doch nochmal Richtung Epilepsie schauen.

    Vorerst aber Entwarnung.

  • Die schilddrüsenwerte wurden nochmal speziell kontrolliert. Alles tipitopi.

    Vor Ort habe ich mir das Blutbild vom letzten Mal geben lassen (hatte es vergessen). Dabei ist mir ein leicht erhöhter Nierenwert aufgefallen.

    Laut Tierarzt ist das altersbedingt und noch kein Grund zur Besorgung.

    Um die Nieren nun etwas zu schonen habe ich nun Nierenfutter besorgt.


    Kann ich das mit Seniorfutter (beides Trockenfutter) mischen, oder macht das keinen Sinn?

    Laut Tierarzt muss er das nicht unbedingt haben, ist aber nicht schlecht um die Nieren zu schonen.

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