Reaktionen auf pöbelnde Hunde

  • Es ist tatsächlich sehr auffallend, wie verschieden Hunde sind, wenn sie frei laufen oder angeleint sind.

    Oder auch wenn sie auf freilaufende oder angeleinte Hunde treffen


    Naja das halte ich für völlig logisch. Die wenigsten Hunde haben gelernt auch unter Ablenkung vernünftig an der Leine zu laufen. Die Leine ist für viele Hunde also ein Instrument womit sie weg gehalten werden und nicht frei agieren können. Zudem gucken viele Menschen nicht auf ihre Hunde, die eventuell lieber ausweichen wollen und denen bleibt nichts anderes übrig als sich den Platz anders zu verschaffen.

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

  • Paule reagiert da unterschiedlich.

    Wenn wir allein mit ihm unterwegs sind, ignoriert er pöbelnde Hunde. Im Freilauf weicht er ihnen aus, an der Leine bringt er sich hinter uns in Sicherheit.

    Etwas anders verhält er sich auf unserer Morgenrunde, die wir meist gemeinsam mit seinen beiden Hundefreundinnen machen. Bei Hundebegegnungen (und Radfahrern) hat der winzige Jack-Russel-Mix die größte Klappe und Paule und die zweite Hündin unterstützen sie dann gern. Da man hier aber fast alle Hunde und ihre Besitzer kennt und einschätzen kann, ist es nur selten erforderlich, die drei anzuleinen. Ohne Leine endet die Situation eigentlich immer so, dass der Jack-Russel-Mix wieder nach Mäusen sucht und die anderen Hunde eine Rennrunde starten.

  • Die Trainerin für meine beiden ersten Hunde hatte mir gesagt, ich solle eine Flexi nehmen und wenn dann der Hund pöbelnd in die Leine geht bei Hundebegegnungen, sollte ich den Stopp lösen.

    Keine Rückversicherung, kein Halt mehr durch die Leine.


    Gesagt, getan. Das Gesicht von Oona war sehenswert.

    Da war dann Schluss mit nach vorne gehen an der Leine.



    Effie pöbelte nicht. Sie schickte Oona vor und sagte selbst keinen Ton.

    Aber letztendlich war sie der Auftraggeber.

    Hab ich aber sehr lange nicht durchschaut.

  • Die Trainerin für meine beiden ersten Hunde hatte mir gesagt, ich solle eine Flexi nehmen und wenn dann der Hund pöbelnd in die Leine geht bei Hundebegegnungen, sollte ich den Stopp lösen.

    Keine Rückversicherung, kein Halt mehr durch die Leine.

    Ein guter Tipp, leider nicht funktionell für Nyla... wenn sie pöbelt dann meint sie es auch so. Wie im wilden Westen, erst hängen, dann der Prozess :giwi: ..

    Habe das schon versucht, sie geht dann direkt voran, ich will nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, ob sie dann nicht auch ne Prügelei anzetteln würde, wenn sie bereits im pöbelmodus ist

  • Ich staunte manchmal über die Naivität von Hundehaltern, die sagten, sie können ihren Hund ruhig ableinen, meiner macht nichts, während Kitty schon zum Gefecht geblasen hatte.

    Einfach Riesenschnauzer Rüden, schon ist es kein Problem 😍.

    Kitty hat sogar die durchgeknallte Maus ausgehalten 😁.

  • und Wega war zu tief unten, die hat sie gar nicht gesehen, was Wega natürlich freute :D

    Denn die einen sind im Dunkeln - Und die andern sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte - Die im Dunkeln sieht man nicht.

    B.Brecht

  • Shippo war auch ein Leinenpöbler. Der ist regelrecht explodiert, manchmal reichte der Geruch eines Hundes schon aus. Bei ihm war es pure Unsicherheit, resultierend aus sämtlichen Anfängerfehlern, die wir bei ihm gemacht haben. Durch viel Training wurde es mit der Zeit besser. Der arme Shippo war ein herzensguter Hund, aber bei Hundebegegnungen konnte er das nur bedingt zeigen.

    “Dog training should not be a battle of wills, but an ever-evolving dance of communication and cooperation.“ (Nicole Wilde)

  • Bonni pöpelt auch, in ganz unterschiedlicher Weise.

    Manchmal wufft sie einfach alles und jeden an, weil sie sich erdreisten den gleichen Weg zu nehmen - ich konnte ihr noch nicht so recht begreiflich machen, das die Strasse hier nicht ihr gehört. Manchmal muss ich ihr auch erklären, dass die Menschen, die jetzt vorbei gehen, sich nicht wie sie grad auf der Wiese wälzen wollen.

    Das sind so ganz harmlose Wuffer, die auch niemandem Angst machen.

    Bei anderen Hunden sieht das schon anders aus. Da liegt es am anderen Hund wie es sich entwickelt. Kann ihr der andere Hund vermitteln, dass er sie nicht fressen will, ist sie nach ein paar Kläffern still und man kann sogar zusammen auf einer Wiese schnüffeln.

    Dann gibt es noch die Fraktion wo sie absolut nicht zu beruhigen ist, aber da habe ich dann auch keine Zeit zu schauen, was der Auslöser ist. Wenn es da ganz hart kommt, nehme ich sie auf den Arm, dann kann sie sich wieder beruhigen.

  • Sam geht ruhig an meiner Seite an dem pöbelnden Hund vorbei, mit einer Ausnahme: Kommen zwei kleine Hunde uns kläffend entgegen wird auch gebellt.lch weiche dann aus oder gehe im Bogen und die Situation entspannt sich.

  • Ajan pöbelt, glaube ich, aus zwei Gründen: Er will zu dem Hund oder er fürchtet sich. Rauferei gab es bis jetzt zum Glück keine, obwohl wir hier in Wien täglich viele Hunde treffen. Auch im Freilauf.

  • Ruby hat früher jeden Hund angepöbelt. Jeden! Egal ob groß, ob klein, hell oder dunkel, Rüde oder nicht.

    Im laufe der Zeit ist es besser geworden. Er hat viel Hundekontakt. Aber immer ohne Leine. Auch wenn er heute nicht mehr wie früher in der Leine hängt- mit Leine ist er nicht einzuschätzen. Da weiß ich nicht, nach welchen Kriterien er in der Leine hängt.

    Wenn andere Hunde in der Leine hängen und bellen, kann es sein, dass er ruhig und gesittet dran vorbei geht. Oder auch nicht.

  • Ich möchte mal anmerken, dass ich pöbelnde Hunde überhaupt nicht schlimm finde. Dann pöbeln sie halt. Wenn da irgendwie „gesellschaftliche Missbilligung“ folgt, dann setzt das nur die Halter unter Druck und dann wird es unentspannt(er) und dann hat der arme Hund nur noch mehr Grund zum pöbeln, wenn er merkt, dass sein Mensch auch angespannt ist. Wenn uns ein kleiner oder großer Krawallkeks entgegenkommt, dann signalisiere ich immer gleich, dass das für uns kein Problem ist, biete auch an, einen Bogen zu laufen. Manchmal ergibt sich auch eine Trainingsmöglichkeit für den anderen Hund.


    Hier im Ort haben wir nur drei Leinenpöbler. Zwei gehören zusammen und stacheln sich immer gegenseitig auf - da sieht man aber eindeutige Verbesserungen. Die können im Abstand von ca. 10 Metern schon ruhig vorbeigehen. Der dritte wurde mal böse gebissen - für den ist jede Hundebegegnung purer Stress (mit Ausnahme von 3 Hundekumpels) - da hilft nur Bogen laufen und ihm möglichst viel Stress nehmen.

  • Danke Annali , ich finde es auch nicht wirklich schlimm, nervig vielleicht, vor allem für den der den Pöbler an der Leine hat.


    Andrerseits wäre es natürlich auch für den Hund angenehmer, wenn er nicht pöbeln müsste

    Denn die einen sind im Dunkeln - Und die andern sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte - Die im Dunkeln sieht man nicht.

    B.Brecht

  • Meiner differenziert und deeskaliert oder krempelt innerlich die Ärmel hoch. Ich lasse aber jeweils die Leine lang, damit er ausweichen kann (oder gehe mit ihm, je nach Wegbeschaffenheit). Im Freilauf ist es das gleiche in grün.

  • Meine Dame reagiert erst recht wenig, wenn es zu eng wird, blafft sie aber einmal zurück, eher bei kleineren Kolleginnen und Kollegen, die etwas hektischer und etwas motzend auf uns zukommen.


    Da ist ihr Fell aber unten und die Körpersprachen entspannt.


    Mit größeren gibts da eher weniger weniger, da wird begrüßt, allerdings mag ich es an der Leine und in der Stadt nicht wirklich, draußen am Feld, Wald immer gerne.


    Ganz selten kann sie jemanden nicht leiden, warum auch immer, aber das sieht man sofort, dann kommt bei ihr auch so eine Art Ridge durch, die ganze Rückenpartie stellt sich auf, dass Fell ist dort dann dunkler, die Körpersprache eindeutig. Da sich da aber wie erwähnt andeutet, gehe ich frühzeitig raus aus der Situation, geben Platz, geh auf die andere Seite, Bogen, was auch immer.


    Ohne Leine mit Platz habe ich noch nie Probleme gehabt, ich bin ja auch ein großer Freund von vielen Hundekontakten und Freilauf. Ein anderes Thema!

  • Annali Kann man dich buchen? 😂


    Wenn diese Einstellung mehr in meiner Umgebung teilen würden, wär ich echt glücklich und könnte auch öfter einen Trainingserfolg verbuchen. Es ist hier in der Siedlung wohl witzig einfach möglichst nah an einem in der Leine hängenden Hund vorbei zu gehen. Obwohl das Frauchen bereits ins Feld wandert. Darf mir ab und zu auch anhören, ich solle ihn doch kastrieren oder an dem Problem arbeiten.

  • Ich finde Pöbler schon schlimm. Nicht weil ich mich daran störe sondern weil es für den Hund und Halter Stress pur ist. Sam und Ishani waren echt schlimme Leinenpöbler und bei mir ist der Puls schon hochgeschossen wenn ich in der Ferne jemanden mit Hund sah. Dabei waren meine ohne Leine total sozial.

    Und ich sehe halt immer wieder dass die Halter der Pöbler an diesem Problem überhaupt nicht arbeiten sondern eben den Hund schon fast würgend vorbei ziehen.

    -Glück ist nur echt, wenn man es teilt-

    Alexander Supertramp

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