Welpenerziehung: Wie geht ihr vor

  • möchtest du mir etwas sagen?🤔

    Nein, ich weiss nicht, wie du mit deinen Hunden arbeitest.

    Wie sollte ich das wissen?

    Ich kann nur beurteilen, was und wie du schreibst.

    Und das kam bei mir (!) um Einiges zu zackig und zu fordernd an.

    Ich hatte nicht den Eindruck, dass du deinen Hunden Zeit zubilligst.

    Als ich las, was dein Hund alles in kürzester Zeit beherrschen soll/beherrscht, stellte sich bei mir sofort

    die Assoziation "Kasernenhof" ein.


    Aber vllt. liegt dieser Eindruck ja nur an deinem Schreibstil.

  • Vielleicht liegt es eher an der Rasse, das ist einfach deren Ding, die wollen und lieben es :)

    Denn die einen sind im Dunkeln - Und die andern sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte - Die im Dunkeln sieht man nicht.

    B.Brecht

  • Klar gab es das Spielzeug bei uns auch sofort wieder, aber wegen s.o. kann das einfach nicht konkurrieren. Das finde ich tatsächlich so einen grundlegenden Unterschied...liegt auch daran, dass züchterisch der Hund ebenmit vollem Einsatz den Ärmel packen muss und eben nicht einfach so loslassen...das merkt man im Aufbau. Gab auch andere, die man anstacheln musste, die Maus musste man eher herunterpegeln,weil sie von sihc aus auf Anschlag ging.

  • Vertrauen und Bindung an oberster Stelle.

    Wichtig für mich sind auch Rückruf und Abbruch, von Anfang an immer mal wieder eingebaut.


    Alles andere ist Kür und kommt im normalen Alltag wenn es sich anbietet bzw. gebraucht wird.

  • Ah, ok. Dann haben wir uns wohl missverstanden. Von "Kasernenhof" bin ich weit entfernt. Würden beide Hunde auch nicht verkraften und zu machen. :)


    Vielleicht liegt es eher an der Rasse, das ist einfach deren Ding, die wollen und lieben es

    Das und Dakota ist einfach ein Traum. Die stellt einfach ganz, ganz wenig in frage und machts einfach 😁


    Der Große hat viele Monate für das alles gebraucht, weil er einfach, ähm, speziel war 🙈


    Border sind zwar in der Regel super Leichtführig, haben dafür aber einige andere Baustellen, die nicht ohne sind. Die Hunde denken einfach zu viel 🤣

  • Vielleicht liegt es eher an der Rasse, das ist einfach deren Ding, die wollen und lieben es :)

    Dazu wäre eine Erwähnung der Rasse hilfreich gewesen.

    Oder habe ich das überlesen?

    In diesem Zusammenhang:

    Wir hatten ja mal eine DSH Hündin, dieser Rasse wird ja jede Menge Will to please zugeschrieben.

    Wir haben Jolly dennoch Zeit gelassen, warum eilt es denn so?


    Ich wage mal die Behauptung, dass es reichlich kritische Anmerkungen gegeben hätte, hätte ein SVler

    die Vermittlung von Kommandos so forciert geschildert.


    PS: Alanza - der Nick ist für mich neu. Sollte man dich aus dem Polar kenen und einschätzen können?

  • Renegade Avatar schauen 😊 und ich habe den Begrüssungsthread gelesen.

    Natürlich gibt es sehr viele individuelle Unterschiede, aber im Allgemeinen hat ein Hütehund, auch ein DSH!, mehr wtp, als Hunde anderer Gruppen.

    Denn die einen sind im Dunkeln - Und die andern sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte - Die im Dunkeln sieht man nicht.

    B.Brecht

  • PS: Alanza - der Nick ist für mich neu. Sollte man dich aus dem Polar kenen und einschätzen können?

    Nicht zwingend, war zwar dort aber nie wirklich aktiv. Hatte ganz früher mit dem Großen was geschrieben. Ich hätte die Rasse vll dazu schreiben solln.


    Ich schreib meist Kommandos, wenn ich was erklär usw. sehr zackig. Liegt aber mehr dran, dass wir in der Hundeschule so in der Gruppe schreiben und Anordnungen in der Training/Prüfung so bekommen. Ich hab mir das irgendwie so übernommen, wenn ich nicht grad lust aufs ausschmücken hab.

  • Meine ersten beiden Hunde konnten alles, was man so braucht:

    Steh,

    Bleib,

    Okay (Auflösung).

    Hopp,

    Fuß,

    Hier,

    Schütteln (Bei Regen und Schnee),

    Aus,

    Geh auf deinen Platz.

    Runter.


    Und natürlich Rückruf.


    Mehr musste nicht sein.

    Ich trainiere nie und habe nie trainiert, obwohl Oona sich dafür sehr gut geeignet hätte.

    Im Freilauf dürfen sie tun, was sie wollen. Ich rufe sie praktisch nie, es ist alles eingespielt. Auch und besonders bei den jetzigen.


    Phoebe hat sich vom ersten Moment gegen jede Form von Erziehung gesperrt.

    Carlos geht, wenn man ihn erziehen will, in den ersten Stock.

    Kissy könnte alles, hat auch aus ihrem ersten Leben eine Begleithundeprüfung, aber da sie immer alles richtig macht mit sehr wenigen Ausnahmen, muss man nie was sagen. Außerdem ist sie nun fast taub.




    Aber:

    Ich möchte dann schon mal wieder Hunde, die ich nicht bei jedem Gang zum Auto über die Strasse anleinen muss. Bei drei Hunden und zwei davon sehr klein, echt lästig.

    Aber es geht nicht anders.

    Also Steh und Bleib, dann mit Okay auflösen, dass würde ich wieder etablieren und mir mehr Mühe geben.


    Und Schütteln

    Wenn da drei Hunde voller Schnee aus dem Garten kommen und sich genau im Wohnzimmer schütteln, dann trauere ich den alten Zeiten hinterher. Da konnten es die ersten beiden, ohne dass ich es je geübt hätte. Sie haben es angeboten und ich habe es etabliert.



    Aber - was würde sich eignen fürs Hirn für die Hunde, wenn sie nicht solche wären, wie sie nun mal sind?

    Effie war nur mit dem, was ich verlangt habe, glaub ich heute, unterfordert. Da hätte ich mir was suchen müssen, was den Hund im Hirn ausgelastet hätte.

    Was, weiß ich nicht.

    Die Rasse ist auf dem Hundeplatz der totale Streber, aber das ist nicht meine Vorstellung von Hundehaltung, zumal sie zuhause doch machen, was sie wollen.


    Was hier bei uns allerdings immer wieder mal vorkommt:

    Ich nehme die Hunde mit in die Stadt. In Kaufhäuser. Schuhläden. Mit der U- Bahn. In den Zoo. In Restaurants. In Kneipen. In Biergärten. Zu Freunden. In die Arbeit.

    Alle drei an einer Leine. Sie lieben nicht alles, aber es strengt sie an und sie sind dann froh, zuhause zu chillen.

    Früher: Eisstockschiessen, Drachensteigen, Schlittenfahren. Alles solches.


    Die Söhne wollen ja auch Hunde.

    Andere Modelle als ich habe.

    Da werd ich mal schauen, was sich ergibt.

  • Ich kann mich gut an dich aus dem polar erinnern! :slightly_smiling_face:

    im guten oder schlechten sinne? 😂


    Ich nehme die Hunde mit in die Stadt. In Kaufhäuser. Schuhläden. Mit der U- Bahn. In den Zoo. In Restaurants. In Kneipen. In Biergärten. Zu Freunden. In die Arbeit.

    Alle drei an einer Leine. Sie lieben nicht alles, aber es strengt sie an und sie sind dann froh, zuhause zu chillen.

    Früher: Eisstockschiessen, Drachensteigen, Schlittenfahren. Alles solches

    Wow. Geht das alles so einfach bei dir?


    Ich weiß nicht, ich wollte all meine Hunde nie mitnehmen, ich kann mich da nicht entspannen wenn ich immer ein Auge aufn Hund haben muss. 😅

  • Nicht im schlechten Sinne - und das heißt automatisch im guten Sinne! :beaming_face_with_smiling_eyes:


    Ich nehme Lynnko übrigens auch oft mit. Ins Büro. Im Zoo/Tierpark waren wir auch schon. In Restaurants auch schon ganz oft.Öffentliche Verkehrsmittel kaum, Geschäfte auch selten. Sie ist da eigentlich in erster Linie komplett unauffällig. In Restaurants fällt meistens erst, wenn wir gehen, auf, dass ein Hund dabei war. Im Büro schläft sie, so wie sie es zu Hause tun würde. Hah! Also kann sie doch was! :grinning_face_with_sweat:

  • Es gab noch nie irgendwo Probleme.

    Ich habe es immer schon einfach gemacht. Mit Welpen und neu dazugekommenen erwachsenen Hunden.

    Allein Carlos fängt, wenn ihm was zu lange dauert - z.B. in der Arbeit nach spätestens 2 Stunden - an zu bellen. Da kann er sehr beharrlich sein. Deshalb nehm ich sie dahin fast nicht mehr mit, außer ich geh früh wieder.

  • Ich denke, man muss das einfach von Anfang an üben. Zu warten bis der Hund 'vernünftiger' wird ist wohl eher kontraproduktiv, mitnehmen, machen, wird schon

    Denn die einen sind im Dunkeln - Und die andern sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte - Die im Dunkeln sieht man nicht.

    B.Brecht

  • Nicht im schlechten Sinne - und das heißt automatisch im guten Sinne! :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Na da bin ich ja beruhigt😁



    Ich denke, man muss das einfach von Anfang an üben. Zu warten bis der Hund 'vernünftiger' wird ist wohl eher kontraproduktiv, mitnehmen, machen, wird schon

    Stimmt wohl.


    Der Große war immer brav, wenn ich ihn denn mal mit genommen hab aber irgendwie bin ich auch froh ohne hund was zu machen 🙈 liegt vll auch daran, dass wir selten Essen gehen usw.


    Einzige Ausnahme sind Familientreffen, da kommen sie mit. Ich lass die wuffis ungern länger als 4 Stunden allein. Da bekomm ichn schlechtes Gewissen. Mit welpi geht das sowieso noch nicht.

  • Zu warten bis der Hund 'vernünftiger' wird ist wohl eher kontraprodukti

    Das war ehrlich gesagt unsere Strategie. Vernünftig ist das falsche Wort, bei uns eher „gefestigt und selbstbewusst“. Aber anfangs wäre es sogar undenkbar gewesen, an bewohnten Häusern näher als 50 Meter vorbeizugehen. Dieses „überall“ mitnehmen war erst nach und nach möglich und realisierbar. In ganz kleinen Schritten. Jedenfalls bei uns.

  • Ich nehme Lynnko übrigens auch oft mit. Ins Büro. Im Zoo/Tierpark waren wir auch schon. In Restaurants auch schon ganz oft.Öffentliche Verkehrsmittel kaum, Geschäfte auch selten. Sie ist da eigentlich in erster Linie komplett unauffällig. In Restaurants fällt meistens erst, wenn wir gehen, auf, dass ein Hund dabei war. Im Büro schläft sie, so wie sie es zu Hause tun würde. Hah! Also kann sie doch was! :grinning_face_with_sweat:

    Definitiv! Was für dich ganz normal und keine hervorzuhebene Leistung ist, ist für uns quasi unerreichbar. Ich habe ein besonders reizoffenes Exemplar dieser sowieso nicht besonders trantütigen Rasse erwischt. Obwohl ich das von Anfang an versucht habe, als "normal" zu etablieren, irgendwo hin mitzukommen, hat es sie mit zunehmendem Erwachsenwerden zunehmend gestresst. Wenn sie gestresst ist, bellt sie gerne, und zwar in unschöner Lautstärke und Frequenz (und Vehemenz). Im Restaurant ist sie unauffällig, so lange bis ein anderer Hund reinkommt. Dann glaubt sie, es ist ha schließlich IHR Restaurant, weil wir drin sitzen und pöbelt aufs feinste. Außerdem hat sie das Gefühl, alles und jede Situation überwachen und ggf Regeln zu müssen. Möglicherweise habe ich da auch einige Fehler gemacht, aber irgendwann habe ich festgestellt, dass es sowohl für sie, als auch für mich viel stressfreier ist, wenn sie zu Hause (oder je nach Jahreszeit auch gerne in ihrem Auto, das kennt sie ja vom arbeiten) pennen darf, während ich auswärts bin. Auch wenn ich mir damals schon gewünscht hätte, sie wäre ein Hund geworden, den ich überall unkompliziert mitnehmen könnte (v.a.auch z.b zu Reitturnieren o.ä.), hat sie dafür andere Vorzüge, und obwohl (oder gerade weil?) sie so ein spezieller Hund ist, ist unsere Bindung auch sehr besonders. Mein absoluter Seelenhund...trotzdem bin ich auch auf solche Lynnkos, Wegas und viele andere hier neidisch, wenn die so stressfrei einfach "dabei" sein können ;)

  • Das wiederum ist relativ ähnlich, nur dass, wenn ich sie zuhause lasse, sie das erst recht "die Ordnung aufrechterhält", denn da muss bewacht werden, wenn keiner da ist, das ist also größerer Stress. Da es aber kaum vegane Restaurants gibt, ist das Problem gelöst... Und wenn es sie gibt, sind sie so tierfreundlich, dass alles kein Problem wäre ;)

  • Wir haben sie übrigens auch als Junghund ins Café genommen. Als Welpe wäre mir das wegen Stubenreinheit nicht sicher gewesen (Pinkeln wegen Stress...). Da hatte sie dann geschlafen auf der Bank, etwas, das se heute nicht mehr machen würde. Unter etwas krabbelt sie sowieso nicht, weil das zusammenstürzen könnte. Ähnlich wie Minyok, aber nicht Bedenken wegen Höhe sondern wegen Pfusch, der auf sie fallen könnte. Gleiches gilt übrigens für Pöbeln am Zaun. Solange der Hund nur bellt; "Ahder diensthabende Hund, komm wir halten mal ein Pausenschwätzchen",aber wenn er dabei gegen den Zaun kracht, geht sie da aud Distanz wegen Umfallgefahr.

  • Da ich ja gerade einen Welpen hier habe.. sie lernt:

    - Abbruch in recht entspannter Gemütslage, wird nach und nach ausgebaut

    - Draussen Umorientierung bei Reizen und damit einhergehend nen Markerwort als Keksversprechen

    - bisher 2x 30-60Sekunden an der Leine laufen

    - Autobeifahrer sein

    - als Vorbereitung fürs Alleinbleiben: mir drinnen nicht überall hin zu folgen

    - im Freilauf in meiner Nähe bleiben

    - niedlich sein, fressen, schlafen, schlafen, spielen, die Welt erkunden


    Sie ist der mit Abstand einfachste Welpe den ich je hatte (Erfahrung mit der Naturkatastrophe - mein Großer - hilft aber auch ungemein dabei)


    Groß ändern wird sich die nächsten Monate nicht viel daran. Klickern kommt da noch dazu, um zu Hause bissl was fürs Körperbewusstsein zu machen und die Kreativität etwas zu fördern. Die Strecken werden länger und die Herausforderungen eben größer

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