Fressenszeiten

  • Wenn der Hund darauf konditioniert ist, dass es nach der Gassirunde Futter gibt, bildet sich währenddessen schon Magensäure und er nimmt alles fressbare auf, was er kriegen kann.


    Das wird wohl auch von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Emma hat nie alles Fressbare aufgenommen. George kam zu uns und ging wie eine Kuh spazieren: Er pflückte beim Gehen ständig Grünzeug am Wegrand und aß es auf. Er bekam vorher unregelmäßig Essbares (er wuchs frei auf, herrenlos) und Gassirunden kennt er erst, seitdem er bei uns ist.

  • Glaub ich schon. Seh ich aber eher als Vorteil, viel Magensäure, wenn's Fressen gibt, wenig wenn's nichts gibt.

    In dem Fall zieht für mich ausnahmsweise mal das Argument, dass die Natur das anders vorgesehen hat. Die Magensäure ist beim Hund ja saurer als bei uns und dass die auf leeren Magen nicht sehr angenehm ist, zeigen die Hunde doch durch z.B. Gras fressen und erbrechen. Das spielt vielleicht auch eine Rolle bei einigen „Staubsaugern“. Wenn der Hund darauf konditioniert ist, dass es nach der Gassirunde Futter gibt, bildet sich währenddessen schon Magensäure und er nimmt alles fressbare auf, was er kriegen kann.


    Aber da wohl kaum ein HuHa so kaltherzig ist, seinen Hund über die nächste Fütterung so im Unklaren zu lassen, wie die Natur das tut, haben unsere Hunde dieses Problem in mehr oder weniger ausgeprägter Form wohl alle. Auch wenn die Uhrzeit nicht fest steht, gibt es ja doch meist Verknüpfungen mit dem Tagesablauf.

    Für mich klingt das sehr nachvollziehbar. Konditionierte Produktion von Magensäure durch Erwartung.

    Von dieser Seite habe ich (morgendliches) Sodbrennen noch gar nicht betrachtet.


    Wie geschieht denn die Produktion von Magensäure im Normalfall?

    Der Hund sieht Fressbares und schon wird Magensäure produziert?

  • Bei uns sind die Mahlzeiten Schichtdienstbedingt noch nie fest gewesen. Ich finde das auch sehr angenehm damit man falls man länger unterwegs ist nicht zu einer bestimmten Uhrzeit einen empörten Hund neben sich hat, der auf seine Uhr tippt.


    Morgens gibt es zwischen 04:00 Uhr und 10:00, Abends ab 19:00, spätestens 23:00.


    Das Föxchen bekommt immer, wenn sie nachfragt ein bisschen Trockenfutter, da sie tatsächlich mal vergisst, dass es schon was zu Futtern gab. (Tito dann natürlich auch, der leidet dann auch unter plötzlicher Demenz)

    Damit kommen wir gut zurecht und ich habe nicht den Eindruck, dass es für die Hunde kein Problem darstellt.


    Witzigerweise habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Gasthunde ganz schnell darauf einstellen und anpassen. Meine Mutter war total erstaunt, da sie jeden Morgen von Emily pünktlich um 05:00 Uhr geweckt wird. Bei uns hat sie das nicht einmal versucht sondern hat geschlafen, bis wir alle aufgestanden sind (kann schonmal 09:00 Uhr werden).


    Bei uns gibt es ja auch keine Wochenenden. Das stelle ich mir schon etwas schwieriger für Hunde vor, da den normalen Wochenrythmus von abzugrenzen.

  • Bei uns gibt es ja auch keine Wochenenden. Das stelle ich mir schon etwas schwieriger für Hunde vor, da den normalen Wochenrythmus von abzugrenzen.

    Das ist bei uns tatsächlich so, aber es liegt nicht am Füttern, sondern sie wollen und müssen dann raus. Sind wir allerdings mit Wohnmobil unterwegs, schlafen sie morgens länger - wenn wir länger schlafen. Zuhause haben sie eine innere Uhr.

  • Minyok: "Also, wenn ich das richtig verstanden habe erklären sich daher auch die Bäuerchen von Annu, wenn sie einen Schmetterling sieht? "

    Annu: "Schmetterlinge? Bööööörps! "


    so weit

    Maico

    Jetzt neu: *in und *innen Bastelkit! Einfach ausschneiden und an den Begriff der Wahl ankleben. Wahlweise auch :in und :innen! (Der Lesbarkeit halber werden Texte in der klassischen Form verfasst.)

  • Hier steht Trockenfutter immer zur Verfügung. Ich seh auch keinen Grund, das anders zu machen, hat Madame Hunger, kann sie sich bedienen.

    War auch von Anfang an nie regelmäßig, auf einen quengelnden Hund kann ich verzichten.

  • Hier steht Trockenfutter immer zur Verfügung. Ich seh auch keinen Grund, das anders zu machen, hat Madame Hunger, kann sie sich bedienen.

    Das wollte ich IMMER so handhaben.

    Ich finde das super. Auch wenn ich regelmäßig, fast auf die Minute genau füttere.

    Ich hätte es trotzdem gerne so, dass er sich was holen/nehmen kann, wenn er möchte.


    Leider ging es hier mit keinem Hund - alle 3 haben sofort alles in sich reingeschaufelt.

    Der Caillou würde solange fressen bis nichts mehr reingeht, sich übergeben und dann weiterfressen.

    Für ihn ist ja auch jede Art Futter gleichwertig wertvoll. Der überschlägt sich für ein Stück 08/15 Trockenfutter genauso wie für alles andere.


    Wir haben das mal probiert, nach dem Motto:

    Wenn er mitbekommt, da steht es halt immer, wird es besser.... jaaaa.

    NEIN.


    Er war ja leider schon als Welpe so extrem mit der Fresserei und in Verbindung mit meiner Unfähigkeit damit umzugehen, konnte das nix werden.

    LG,
    Nicky & Caillou

    "They say time heals all wounds, but that presumes the source of the grief is finite." Magnus Bane

  • Er war ja leider schon als Welpe so extrem mit der Fresserei und in Verbindung mit meiner Unfähigkeit damit umzugehen, konnte das nix werden.

    Aber welche Unfähigkeit deinerseits? Es ist doch auch bei diesem Thema wieder vom Hund abhängig.


    Unser Nachbar hatte 5 Hunde und er hatte eine riesige Schüssel auf der Terrasse stehen, die mit Trockenfutter befüllt war. Die Hunde konnten sich bedienen wie sie wollten. Alles Straßenhunde bzw. hier wahrscheinlich ausgesetzte Hunde, die aber alle auf der Straße Hunger leiden mussten.

    Bei 4 Hunden war das gar kein Problem. Die haben irgendwann tatsächlich normale Rationen gefressen. Ein Hund aber frisst und frisst und frisst.


    Dieser Hund lebt heute noch bei dem Mann, während die anderen 4 tot sind. Die Schüssel steht immer noch gefüllt mit Trockenfutter auf der Terrasse und der Hund sieht aus wie ein lebender Hocker.

  • Man muss das aber schon differenzieren, denke ich, zwischen "soviel wie möglich" und "bis gar nichts mehr geht, sich dann übergeben und weiter fressen...."


    Ich fände es einfach aus rein menschlicher Sicht schön:

    Ich habe Hunger - ich nehme mir was zu essen.

    So würde ich mir das auch für meinen Hund wünschen.


    Aber welche Unfähigkeit deinerseits? Es ist doch auch bei diesem Thema wieder vom Hund abhängig.

    Wenn man 3 Hunde hatte/hat, unterschiedlicher Herkunft und Rasse und jeder davon hat gefressen bis zum umfallen, die Straßen gesaugt und gar nicht erst hingeguckt, ob das überhaupt fressbar ist, sondern gleich reingeschaufelt... (wie der Caillou einen Luftballon mit Schnur, weil die Schnur in irgendeiner Sauce lag) dann kommt man automatisch auf die Idee, dass man immer und immer wieder irgendwas versemmelt hat. Zumindest beim "von der Straße fressen" weiß ich genau, woran es liegt bei mir. Ich habs aber nicht geschafft - trotz 1000 guter Vorsätze, es zu ändern. Ich mache es immer nur noch schlimmer.

    LG,
    Nicky & Caillou

    "They say time heals all wounds, but that presumes the source of the grief is finite." Magnus Bane

  • Man muss das aber schon differenzieren, denke ich, zwischen "soviel wie möglich" und "bis gar nichts mehr geht, sich dann übergeben und weiter fressen...."

    Hat er das denn schon gemacht? Sicher wird man das nicht ausprobieren, aber irgendwie ist es doch logisch, dass der Hund erst feststellen muss, dass das ab jetzt auf Dauer so ist und dass Überfressen auch Nachteile hat.



    Bei Trockenfutter werde ich angeguckt, ob das mein Ernst ist.

  • Er würde - da bin ich sicher.


    Meine erste Hündin hat es gemacht. Nicht geplant... sie hat was geklaut/geöffnet und war quasi im Kreislauf "fressen/übergeben" gefangen bis es bemerkt und unterbrochen wurde.

    Den Caillou schätze ich genauso ein, zumal er noch schlimmer ist , auf das Thema fressen bezogen, als sie war.

    Sie hätte nichts gefressen, das nicht fressbar ist. Er schon.

    Sie hätte keine alten Kaugummis von der Straße gekratzt. Er schon.

    Sie hat Unterschiede gemacht: Es gab Dinge die sie mochte und Dinge die nicht mochte und die sie liegenlies.

    Der Caillou frisst komplett alles und jeder Krümel hat den gleichen hohen Stellenwert.

    LG,
    Nicky & Caillou

    "They say time heals all wounds, but that presumes the source of the grief is finite." Magnus Bane

    Edited once, last by Poison ().

  • Klar, dass das beim ersten Mal passiert schätze ich auch so ein- seltene Gelegenheit muss genutzt werden. Aber auf Dauer würde hier zumindest Gewöhnung und eine gewisse Abneigung gegen eine Futtersorte einsetzen. Ausprobieren mag ich das nicht....auch weil es unvorteilhaft wäre, wenn eine gewisse Trockenfuttersorte wegfällt (allergisch).

  • Trockenfutter ist ja hier eh auch keine Option (Milben, selbst eingefroren ---> Milbenreste)

    Aber so in der Theorie... wäre es schön.

    LG,
    Nicky & Caillou

    "They say time heals all wounds, but that presumes the source of the grief is finite." Magnus Bane

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!