Hundeführerschein

  • Ob entrümpelt oder nicht - ich müsste wohl immer lügen um das richtig zu haben, was dort als richtig erachtet wird.

    Schon bei den Testfragen aus dem Link hier hab ich gelogen. (Frage 3.... SELBSTVERSTÄNDLICH rede ich beruhigend mit meinem Hund und ja, wenn nötig gebe ich ihm Körperkontakt - je nachdem was er gerade möchte um besser klarzukommen - ja, wollen sie nicht hören, also nicht angekreuzt - bestanden...)

    Sehe ich genau so 👍

  • Also: ich schliesse aus einigen Posts, dass "der" Hundeführerschein an sich, bzw. die Notwendigkeit, ihn abzulegen, wenn man einen Hund führen will, hier nicht als sinnvoll erachtet wird.


    Andererseits wird doch ständig moniert, dass es Hundehalter gibt, die von Tuten und Blasen nicht den geringsten Schimmer haben. Und sich auch freiwillig nicht dazu aufraffen wollen, sich Kenntnisse anzueignen.

    Erst wenn ihr Hund derart aus dem Ruder läuft, dass sie überfordert werden, fangen sie an zu überlegen oder nachzufragen. Dann nämlich, wenn es (fast schon) zu spät ist. Und vor allem der Hund unter den Folgen leidet.

    Dann schlagen die Wellen hoch in den befragten Hundeforen...

    Findet ihr das so okay? Sozusagen unvermeidlich? Bloß weil ihr von ein paar Fragen und Antworten wisst, die euch nicht gefallen? Das kann man doch ändern!


    Was spricht denn dagegen, den Leuten beizubringen, dass man keine Jagdhund- oder Hütehund Rasse hält, wenn man selbst eher phlegmatisch ist, dass ein Hund nicht selbstverständlich stundenlang allein gelassen werden kann, dass man Vertrauen aufbauen muß um eine Bindung zum Hund zu erreichen, dass man Gewalt und Zwang unterlassen soll, und und und....Die vielen "kleinen" Selbstverständlichkeiten, die eine gute Hundeführung von ANFANG an erleichtern...

    Warum muss ein ignoranter Hundehalter erst vieles falsch machen, wenn man genau das doch verhindern könnte durch einen obligatorischen Kurs mit anschliessender Sachkundeprüfung??


    Es geht doch überhaupt nicht um die akademische Annäherung an das Thema durch die Lektüre anspruchsvoller Sachbücher.

    Es geht um Anfangswissen, um Grundzüge der Hundehaltung. Darum, viel Frustration und Leid für Hund und Halter erst gar nicht entstehen zu lassen.

  • Mich wundert es ja eher, daß trotz all der Loblieder auf gewissenhafte Züchter und Klagelieder auf übertrieben strenge Vorkontrollen von Tierschutzvereinen dennoch so viele unbedarfte Zeitgenossen einen Hund bekommen. Selbst wenn man einen zu hohen Anteil an Kofferaumwelpen vom Flohmarkt umme Ecke dabei hat - wie kommts?


    Sind Züchter vielleicht nicht so gewissenhaft und Tierschutzverine nicht so streng?


    Und wer keinen Skrupel hat, irgendeinen Kofferaumwelpen zu nehmen, der soll nun die Weisheit via Hundeführerschein bekommen?


    Ich glaubs nicht.


    so weit

    Maico

    Jetzt neu: *in Bastelkit! Einfach ausschneiden und an den Begriff der Wahl ankleben. Wahlweise auch :in. Selbstverständlich auch im Plural möglich.

  • Dagegen bin ich nicht - aber ich bin auch nicht überzeugt, dass die Hunde nicht mehr aus dem Ruder laufen wenn man 20 Theorie Fragen beantwortet hat und 30 Minuten mit einem geborgten Hund um den Block läuft.


    Von mir aus kann das an den Start gehen - vielleicht bremst es einige, die uneeignet wären z. Bsp. auf Grund der Kosten in der Anschaffung eines Hundes.

    LG,
    Nicky & Caillou

    "They say time heals all wounds, but that presumes the source of the grief is finite." Magnus Bane

  • Ich habe doch bereits geschrieben, dass man einen Hundeführerschein anpassen müsste in seinen Erfordernissen und Inhalten! Aber das impliziert doch nicht, dass ein Hundeführerschein per se eine blöde Idee ist.

    Wieso reitet man immer auf den alten Kamellen rum? Ist das bequemer als sich selbst Gedanken zu machen?


    Hundezucht ist ein Gewinn bringendes Geschäft. Und Tierschutz leider oft auch nicht ohne Eigennutz.

    Wenn jemand sich ein Auto kauft, erwartet man auch nicht vom Hersteller oder Händler, die ja damit Gewinn erzielen, dass sie den Käufer vom Kauf abhalten, bloß weil sie eigentlich einen infantilen Rambo vor sich haben.

    Aber immerhin hat der infantile Rambo Lektionen in puncto Fahrzeugführung bekommen und eine Prüfung abgelegt. Das ist schon zu 100% mehr als von einem künftigen Hundehalter erwartet wird.


    Es gibt Hundehalter aus allen nur denkbaren Lagern, ja.

    Und keiner wird behaupten wollen, dass ein Hundeführerschein alles zum Guten wendet.


    Ich lese hier immer nur, dass ein Hundeführerschein abgelehnt wird.

    Was sind denn eure Ideen, wie man von Anfang an verhindern oder zumindest abmildern könnte, dass soviel falsch gemacht wird in der Hundehaltung?? :keinenplan:


    Alles so lassen, wie es eben läuft? Oder schief läuft?

    Die Leute können ja in den Foren fragen, oder?

  • Meine Züchter hätten arg unbedarften Zeitgenossen keinen Hund gegeben.

    Aber die wenigsten Hunde kommen aus seriösen Quellen, da kann man nicht voraussetzen daß vorher überprüft wird. Und viele Hundehalter gehen recht naiv an die Sache heran und verzweifeln dann daß der Welpe beißt, oder in den Flur pinkelt, oder der ach so dankbare Tierschutzhund abhaut, oder oder oder. Manche stürzen sich dann auf Informationen, manche ziehen dann Opas Methoden aus dem Hut oder machen was der Nachbar sagt.

    Ich fände wenigstens Basisinformationen vorab sinnvoll. Forumsnutzer sind nicht repräsentativ.

  • unbedarft...

    Irgendwann ist es immer der erste Hund für jemanden, dann ist es nicht unbedingt von Nachteil einen Kurs machen zu müssen


    Jedenfalls besser, als wenn sich jeder spontan einen putzigenWelpen 'holen' kann

    Auf Dauer nimmt die Seele die Farbe deiner Gedanken an

    Marc Aurel


  • Nun ja, ich greife lediglich das hier genannte Beispiel auf und beziehe mich darauf, ich hab noch nie irgendeine Prüfung mit meinen Hunden gemacht und muss es bis jetzt auch nicht.
    Ich find's halt doof, wenn die richtige Antwort auf eine Prüfungsfrage de facto falsch ist nach momentanem Stand der Verhaltensforschung.
    Als Ersthundehalter, der noch nicht so den Durchblick hat (hatten wir alle mal nicht) lernt man das so und macht es dann so....und der Hund? Wie geht's dem dabei? Finde ich einfach nicht gut, wenn eine Prüfung im Sinne FÜR den Hund und das Zusammenleben, Dinge als richtig deklariert, die das Gegenteil bewirken können.

    Meinetwegen kann man mich da pingelig nennen, ich find's nicht gut.

    “Dog training should not be a battle of wills, but an ever-evolving dance of communication and cooperation.“ (Nicole Wilde)

  • Die Frage ist ja, ob das Hunde schützt.

    Ich glaube kaum, dass gerade die Leute, die Hunde gewinnbringend verkaufen darauf achten, dass man einen Führerschein hat. Werden Halter von solchen Hunden erwischt, werden die sicherlich einkassiert... In manchen Fällen ist das vielleicht gut für den Hund, aber nicht bei jedem Menschen, der sich nicht gut informiert, geht es dem Hund schlecht.

    Und was ist eigentlich mit Hunden von z. B. Obdachlosen?

    "Man kann in Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln."

    (Astrid Lindgren)

  • Manche Beiträge machen mich ein wenig ärgerlich.

    Die meisten von euch haben den Hundeführerschein nicht gemacht, massen sich aber ein Urteil an.


    Wenn eure Hunde vernünftig an der Leine laufen, weder Menschen noch Hunde anmachen, mal kurz allein irgendwo sitzen bleiben, auf Rückruf reagieren und in einem Restaurant ruhig sind, braucht ihr noch nicht mal für den praktischen Teil zu üben und auch keine Hundeschule zur Unterstützung.


    Für mich sind die geschilderten Dinge völlig normal, wenn ich mich mit meinem Hund in der Öffentlichkeit bewege.

  • Und was ist eigentlich mit Hunden von z. B. Obdachlosen?

    Hier ist es so, dass Menschen mit x Jahren angemeldeter Hundehaltung keinen Führerschein machen brauchten. Und ist der Hund der Obdachlosen nicht angemeldet, dann ist es ja sowieso schon jetzt illegal.
    ...aber um ehrlich zu sein, glaube ich das Gemeinden und Städte, deren Hundehaltung dulden, sofern die Tiere nicht negativ auffallen.

    Weiterhin: Die Hundeführerscheintheorie macht man vor Einzug des Hundes. Im Regelfall, zumindest war das hier so, weiß man aber ja schon, welchen Hund und welchen Welpen man bekommt. Hat sich quasi schon einen rausgesucht. Der Führerschein wird wohl kaum dazu animieren, von seinem Kauf abzuspringen... bzw. Der "richtige" Kofferraumkauf findet ja sowieso komplett ungeplant und ohne alles statt und man macht den Schein quasi nachher. Und nachher ist man immer schlauer.
    Das verfehlt der Lappen seinen Effekt also gänzlich.

    Auch sowas wie Hunderassen wird nur kurz abgewiegelt mit eienr Frage wie:
    Worüber informiere ich mich vor der dem Hundekauf?

    -Ob die Rasse zu mir passt.

    Das wars. Mehr ist das nicht. Und wie man sich informiert, ob Tierschutzverein xy einfach sagt: "Jo das passt" und am Ende steht ein großer Herder da, obwohl nur ein Spitzmix gewünscht war? Ja, gute Nacht.
    Bestes Beispiel ist da doch auch die Familie bei Maico, die sich große Mühe gibt, aber dann trotzdem Bockmist dabei rum kommt, eben weil sie auf den Züchter hören. Ist halt auch alles informieren. All diese Fälle gäbe es eben trotzdem.

    Der Lappen gerade ist halt nichtmal mit einem Führerschein zu vergleichen, da ist deeeeeeeeutlich weniger Fachwissen gefragt. Pauschal-Fragen über die Überkategorien der Hunderassen könnten dabei helfen. Welche Bedürfnisse eben Jagdhunde haben und dass man ihnen das Jagen eher nicht abgewöhnen kann. Das nordische eben keine Agility-Hunde sind, eher träger im Gehorsam (wenn überhaupt vorhanden) usw.
    Sowas würde eher helfen. Aber auch nicht bei denen, die den Welpen schon reserviert haben.

    May we get what we want.

    May we get what we need.

    But may we never get what we deserve.

  • Also... es dreht sich hier alles im Kreis: Hundeführerschein ist Scheisse, weil hier ein in Teilen abschreckendes Beispiel genannt wurde:


    Abgesehen davon, dass kaum einer bei Multiple Choice Tests wirklich Wissen unter Beweis stellen kann, sind die o.g. Distraktoren nicht das Gelbe vom Ei, aber besser als blind in die Hundehaltung reinzulaufen und überhaupt nix zu reflektieren BEVOR ein Problem auftaucht und dann, weil's pressiert, irgendwelche Ratschläge von irgendwem anzuwenden.



    Aber nun noch einmal zu der Frage, die hier einfach nicht beantwortet wird/werden kann:

    Sprechen wir denn hiar alle vom selben Hundeführerschein mit dem selben Inhalt?

    Wer hat denn Kenntnis davon, wie ein Fragenkatalog in einem aktuellen Test ( Anfang 2015 ist nicht aktuell) aussieht?


    Es kann doch nicht angehen, dass man sich anmasst, "den" Hundeführerschein an sich verurteilen zu können, weil sich Shyruka an 2 komische Fragen mit merkwürdigen Antworten erinnert.

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen?


    NOCHMAL: Wie würdet ihr es denn machen?

    Ersetzt doch mal destruktive Kritik durch konstruktive Ansätze, bitte.

  • Ich bin nicht gegen den Hundeführerschein wegen irgendwelcher einzelnen Fragen oder weil ich mich mit dem Inhalt auseinander gesetzt hätte, sondern weil ich diesen Akt einer weiteren Bürokratie so sinnlos wie eine chinesische Winkekatze halte. Und sogar kontraproduktiv, weil ich genug Leute kenne die ein "Hoho, ich hab doch den Hundeführerschein und nun kann mich mal jeder!" an den Tag legen würden.

    Außerdem - wer soll den denn bitte ausstellen und aus welcher Befugnis heraus?


    so weit

    Maico

    Jetzt neu: *in Bastelkit! Einfach ausschneiden und an den Begriff der Wahl ankleben. Wahlweise auch :in. Selbstverständlich auch im Plural möglich.

  • Mit dieser Begründung wäre jegliche Ausbildung wozu auch immer für die sprichwörtliche Katz'.


    Machen wir doch einfach alle drauflos. Ausbildung? Wozu denn? Es gibt ja immer Bedenkenträger, die das Haar in der Suppe finden.

  • Viele Hunde können das nicht, zb aus dem TS aber auch sonst.

    Wenn ich im tiefsten Schwarzwald wohne ,muss mein Hund sich nicht irgendwo anbinden lassen.

    Ich mache es zb nicht, weil ich die Reaktionen der Menschen gefährlich finde(können können sie es trotzdem).

    Man muss gut differenzieren zwischen Dressur und "Erziehung ".

  • Es geht - zumindest in Niedersachsen - nicht darum ob der Hund durch die Stadt laufen kann, der wird hier nämlich gar nicht geprüft. Es geht darum, ob der Mensch weiß was er seinem Hund zumuten kann und entsprechend reagiert.

  • Mit dieser Begründung wäre jegliche Ausbildung wozu auch immer für die sprichwörtliche Katz'.


    Machen wir doch einfach alle drauflos. Ausbildung? Wozu denn? Es gibt ja immer Bedenkenträger, die das Haar in der Suppe finden.


    Das ist Unsinn: Eine Ausbildung macht man freiwillig und hat seinen Spaß damit. Ein Hundeführerschein kommt immer mit dem Nimbus des "Muss man machen" daher.


    so weit

    Maico

    Jetzt neu: *in Bastelkit! Einfach ausschneiden und an den Begriff der Wahl ankleben. Wahlweise auch :in. Selbstverständlich auch im Plural möglich.

  • In Wien muss ein Neu-Hundehalter einen Sachkundenachweis erbringen. Finde ich gar nicht so übel. Kostet 40 Euro, folgende Punkte werden vermittelt:

    • grundsätzliche Überlegungen vor der Anschaffung eines Hundes,
    • Kenntnisse über Hundehaltung,
    • Entwicklung, Pflege und Gesundheit von Hunden,
    • Kenntnisse über tiergerechte Hundeausbildung,
    • das Lernverhalten von Hunden sowie
    • Kenntnisse über relevante Rechtsvorschriften
  • In Wien muss ein Neu-Hundehalter einen Sachkundenachweis erbringen. Finde ich gar nicht so übel. Kostet 40 Euro, folgende Punkte werden vermittelt:

    • grundsätzliche Überlegungen vor der Anschaffung eines Hundes,
    • Kenntnisse über Hundehaltung,
    • Entwicklung, Pflege und Gesundheit von Hunden,
    • Kenntnisse über tiergerechte Hundeausbildung,
    • das Lernverhalten von Hunden sowie
    • Kenntnisse über relevante Rechtsvorschriften

    Finde ich gut!

    Welche Stellen sorgen für die Durchführung des Kurses?

    Kannst du vllt. ein wenig mehr erzählen?

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