Posts by Brachialine

    Sie geht immer ruhig zu anderen Hunden, das war bei ihr schon immer so.

    Sie übernimmt keine Verantwortung.

    George ist dann automatisch zum Abwarten gezwungen, weil Emma eine Vorläuferin ist.

    Lässt sich das nicht irgendwie parallelisieren? Das könnte wie gesagt dafür sorgen, dass sich die Aufregung nicht noch mehr aufstaut. Aber eben nur mit dir zusammen an der Leine, das nimmt Tempo heraus und er kann lernen, erstmal höflich zu schnuppern

    Also, fiepen machen sowohl Madame als auch Fido, wenn die sich treffen, das ist bei denen definitiv keine Unsicherheit sondern ein "Oh, wie toll, du auch hier!". Macht Madame bei vielen Hunden, die sie toll findet, manchmal auch bei fremden Hunden.

    Fiepen gibt es hier nur als Kommunikation mit dem Mensch so ähnlich wie du das schilderst, unter Hunden findet sie das schlimm aufdringlich. Bei Junghunden, die sonst nicht nerven, reagiert sie etwas weniger energisch, aber gerade bei fiddlenden Rüden wird deutlich zurechtgewiesen.

    Ich habe noch nie einen Hund getroffen, der mit Fiepen einen anderen Hund "kontrollieren" wollte. Das dürfte ziemlich schiefgehen.

    Das kenne ich definitiv nur als Übersprungshandlung oder bettelnde Aufdringlichkeit insbesondere bei Rüden. Solche kann sie überhaupt nicht leiden.

    Hört sich für mich überhaupt nicht nach Kontrolle sondern viel mehr nach Übersprung und Unsicherheit an: erstmal Hampeln/Fiddlen, dann gucken wie lange es geht oder was dann passiert. Herunterdrücken finde ich gar nicht selbstsicher, solche Kontakte würde ich in jedem Fall meiden. Meines Erachtens sollte klare Kommunikation ohne Kraftaufwand reichen. Also Grollen, Abschnappen, verscheuchen.

    Mit Hunden, die ihn herunterdrücken würde ich ihn nie zusammenlassen und mit welchen die Interesse am Toben haben , nur solange, wie es nicht kippt. Dann rechtzeitig freundlicch ablenken, mit Futter, wenn er das mag.

    Und eben jede Begegnung mit Zeigen und Benennen ankündigen unnd jedes Anzeigen von ihm belohnen.

    Deine Hündin würde ich nicht vorschicken. Sie kann ihre eigenen Kontakte pflegen und da kann er auch beobachten. Aber sie soll nicht Verantwortung für ihn übernehmen und er soll nicht zum Abwarten gezwungen sein, weil das nur die Aufregung und den Übersprung verstärkt. Ich würde Emma nur sagen (im Anschluss an Zeigen und Benennnen), dass ihr jetzt begrüßen geht und mit ihm an der Leine zum anderen Hund erstmal schnuppern.


    Was ist denn mit Hunden, die er schon länger kennt? Reagieren alle genervt?

    Mein Vergleich war jetzt zwischen beiden Hündinnen, wenn sie abschrecken wollen... und da ist der Hund, der nach bellend vorne schnellt, mehr Distanz erzeugend als der, der nur einen Schritt macht und grollt (obwohl Letztere eher verletzungskritisch gewesen wäre). Zugänglicher ist sicher die Maus, die ist auch interessierter (auch wenn es dem Abchecken dient). Aber so richtig Streichelinstinkte haben beide Hündinnen nicht geweckt. Vielleicht lag es auch an mir, gquatscht habe ich öfter, aber immer körperlich Distanz gehalten. Und , naja, kuscheliges Fell haben/Hatten beide nicht.

    Das heißt dann aber auch, daß immer 2 Ärzte für einen Patienten bezahlt werden müssen. Und daß andere Patienten nicht behandelt werden können, weil kein Arzt zur Verfügung steht. Beim eh schon vorhandenen Ärztemangel. Würdest du im Notfall in die Praxis kommen wollen und zu hören bekommen "Tut uns leid, wir haben keinen, der sich drum kümmern kann. Sind zwar 6 Ärzte da, aber auch schon 3 Patienten, die müssen leider in Teams arbeiten."?

    Geht nicht darum, dass nur erfahrene Ärzt*innen arbeiten sollen, sondern darum, dass wenn keine Behandlung erfolgt, (beim Klammern wird auch echt keine besonders große Erfahrung benötigt) dann auch nicht der vierfache Satz berechnet werden sollte.

    Hier auch vierfacher Satz und Notfallgebühr als sie den tiefen Ballenschnitt hatte, für 6h warten, eine Spritze Metacam und eine Ärztin, die sich nicht zutraute zu nähen bzw. klammern...Nachdem das dann zu lange offen war, um vernäht zu werden, hatten wir das ja dann aufwändig konservativ behandelt und von alleine zuwachsen lassen.


    Bisher hatten wir zwei gute Ärzt*innen im Notdienst und zwei richtig schlechte Ärztinnen. Der Preis richtet sich echt nicht nach der Behandlungsqualität hier.

    Ein Kuvasz hat sehr viel weiß im Gesicht und wird gemeinhin nicht als freundlich wahrgenommen, besonders dort nicht, wo er häufig ist. :winking_face: Dort gehen Menschen insbesondere weißen Hunden aus dem Weg - ist also zum großen Teil Sozialisationssache. Beim Wuschelfell sieht man das Lefzenheben nicht so gut, und beim Langhaar- Schäferhund im Vergleich zum Stockhaar das Muskelspiel.

    Ich habe jedenfalls bisher keinen Unterschied in der Wirkung zwischen schwarz und braun feststellen können.

    Eher schreckt die Maus mehr ab, weil sie druckvoller/schneller bellt und einfach viel schneller reagiert. Die CdB hatte nicht dieses Überraschungsmoment. Und auch kein so kurzes Fell, bei dem man jede Muskelgruppe sieht.

    Bemuskelung (-ssichtbarkeit), Größe, Kieferform, Stimme und Reaktivität würde ich als bedeutender einschätzen als die Farbe.

    Davon ausgenommen sind Einbrecher .

    Die wären bei uns auch nicht ausgenommen.

    Bin mir sehr sicher, dass solange uns niemand heftig attackiert, der Hund lediglich stellen und verbellen würde. Einmalgab es hier tatsächlich den nächtlichn Eindringling (im Garten) und der Hund kam gerade nach Hause...er sprang plötzlich aus dem aus dem Gebüsch, Kind konnte gar nicht schnell genug reagieren und Hund mit Flexileine (damals noch ohne Rückdämpfer...) hinterher. Statt dem Zuruf Glauben zu schenken, dass er einfach nur stehenbleiben müsste, versuchte er wegzurennen. Die Maus versuchte wirklich nur sich immer wieder vor ihn zu stellen, bis die Leine wieder greifbar war. Klar, die Vorderpfoten setzte sie auch dazu ein, aber sie tat wirklich alles um in diesem Tempo nicht zu verletzen. Und das macht einen schon froh , das zu wissen, auch wenn man sich über eine "Beispielsituation" echt nicht freut.


    Meines Wissens darf ein Hund Einbrecher*innen nicht verletzen, auch in dem Fall drohen Auflagen.

    Das hoffe ich doch, aber es klingt etwas merkwürdig für mich.. .

    Das sollte illustrieren, dass schwarz und Rüde nicht maßgeblich sind für Abschreckungswirkung. Wuschelig und längeres Fell wird oft freundlicher wahrgenommen. Gerade weil weibliche Caniden die Welpen und das Nest beschützen, sind sie häufig energischer als ihre männlichen Vertreter (gilt natürlich nur für die , bei denen Wach-/Schutzverhalten eine Rolle spielt.

    Ein großer schwarzer Rüde (ich schließe Taavi da mit ein),hinterlässt noch einen anderen Eindruck.

    Habe die Hündinnen als die energischeren Wächter*innen kennengelernt. Müsste sie allein wachen /schützen, also gäbe es keine Autorisierung, würden die verlässlich sofort verjagt. So ein kurzes Fell hat den Vorteil, dass man die Muskeln und die Zähne gut sieht...und so ein tiefer Brustkorb, dass z.B. ein Malinois Rüde im direkten Vergleich klingt wie eine Amsel und dass der erste schnelle Vorstoß volle Wirkung erzielt und man den Hund an keiner Stelle festhalten kann.


    Mir würde völlig etwas fehlen, wenn ein Hund das nicht mitbrächte. Beide Hündinnen, für die ich verantwortlich war, hatten das ausgeprägt.

    Bei der Maus ist einfach nur wichtig, dass wir gemeinsam abchecken. Einmal schnuppern, je nach Person vielleicht auch freudig fiddlen (bei netten Fremden, die Hunde mögen), dann ist das eigentlich erledigt, bei Unsicheren, die sich Mühe geben, ist sie auch nachsichtig. Naja, und Unfreundliche lassen wir hier nicht herein, insofern kein Problem.

    Aber sie muss dabei sein, sonst würde sie nicht aufhören zu bellen.

    Wenn sie mitkommen kann, hört sie sofort auf. Sie braucht dann auch keine Decke oder Ähnliches. Einmal autorisiert (Autorisierungen haben nur Gültigkeit bis zum Verlassen) werden Besuche voll akzeptiert, nur wenn sie irgendetwas Auffälliges machen (Herumhampeln, Schreien oder so) wird schonmal gewarnt/ Bescheid gesagt. Im Blick behält sie den Besuch schon.

    Ängstliche die keinen Kontakt wollen, müssen dann halt lauter reden, wenn der Hund hinter der Tür bellt.

    Kenne ich nicht.

    Ich kenne nur:

    "Halt!(Gleichzeitig in unsere Richtung: Ey da ist jemand) Wer hat dir das erlaubt? (Gleichzeitig in unsere Richtung: Ey da ist immer noch jemand) Aktueller Passierschein? NOCH gültig? (Gleichzeitig in unsere Richtung: Könnt ihr euch mal beeilen?) Nein? Dann warte hier bis jemand kommt (Gleichzeitig in unsere Richtung: mache ich auch leider!)"

    Habt ihr schon Librela und Gelenkspritzen (Hyaluron oder Arthramide) versucht? Das würde zumindest bei Arthrose einfallen und hat einigen Hunden wieder auf die Beine geholfen. Genau das wünsche ich der tollen Maus auch!

    Das stimmt nicht.

    Das stimmt nicht. :winking_face:

    Handlungsumsetzung und Motivation wirken aufeinander in beide Richtungen, sie sind nicht entkoppelt. Kognitive Verhaltenstherapie setzt genau da an und funktioniert auch beim Hund. Vielleicht nicht bei jedem, aber definitiv bei meinem.

    Der Trick ist nur, die Erregungslage zu kontrollieren (mit Abstand, Zeigen und Benennen, Belohnung), dann greift auch die Kognition.

    Das, was gemeinhin als "Trieb" wahrgenommen wird, ist nur die hohe Erregungslage/Stressreaktion auf einen Auslöser, d.h. man hat zu spät geschaltet und den Reiz überdosiert.

    oder auch etwas stärkeren Jagdtrieb, würdet ihr dann Dinge tun wie Antijagdtraining um das ganze umzulenken und in "ableinbarere" Bahnen zu lenken, oder sagt ihr, es gehört eben, insbesondere bei bestimmten Hundetypen, einfach dazu und da wird nicht groß dran gewerkelt?

    Das fände ich eine seltsame Motivation. Die Motivation für ein Jagdersatztraing (eben kein ANtijagd- Training) dient bei den Leuten, die ich kenne, dazu dem Hund das zu ermöglichen, was er am besten kann und diese Fähigkeit, die ihm viel bedeutet und außerdem das Selbstbewusstsein stärkt, auch zu fördern.

    Es geht da also gar nicht um die*den Hundehalter dabei, sondern um den Hund. Dass er eben seiner Leidenschaft nachgehen kann aber nicht durch eine EInstufung gefährdet wird.

    Leichter fällt das natürlich, wenn der Hund viele Interessen hat. Dann kann man diese vermehrt ausbauen ohne dass Selbstbewusstsein etc. darunter leidet.

    Aber wenn Jagen das EInzige ist, würde ich schon gucken, ob man da nicht mit Trailen, Coursing, Jagdersatztraining der Motivation ein bisschen gerecht werden kann.

    Die Maus ist sicher eine sehr ambitionierte Jägerin, Sicht und Spur, hat aber auch noch genug andere Interessen, so dass ich behaupten kann, dass sie auch mit Ersatzbeute und Wachen/Schützen ihre Fähigkeiten ausbauen kann.


    Eien Hund, der ausschließlich Jagen als Hobby hat, würde ich eher nicht nehmen. Erstens, weil ein Ersatz doch sehr anspruchsvoll und zeitaufwändig ist und zweitens, weil ich denke , dass es nicht gut ist andere ursprüngliche Verhaltensweisen wegzuzüchten um eine Eigenschaft besonders zu verstärken (ein Argument, das bei Tierschutzhunden eher wegfällt, weil man damit normalerweise keine Zucht unterstützt, sondern einem Tier das Tierheim und Schlimmeres erspart).

    Noch zu Fiona01 mit Abstand und Keks (den sie auch nimmt) würde ich nicht von Flooding reden. Klar , kommt auf den Abstand an, inwiefern es überfordert, aber der Keks ist ja schon ein Versuch der Gegenkonditionierung.

    Grobe Regel:

    Funktioniert der Keks nicht mehr, ist der Abstand zu gering.

    Die Gegenkonditionierung dabei finde ich übrigens (hier) unverzichtbar. Wobei ich mehrere Kekse geben würde- komplette Situation durchkeksen, und die Dauer langsam steigern, anfangs nur kurz, evtl. auch in Bewegung bleiben (aber Radius einhalten).

    Die Umverknüpfung ist bei uns z.B. elementar, deshalb die positiven Reize. Je nach Reiz Keks oder Spiel. Nur durch vermehrte abstandskontrollierte Exposition lässt sich nämlich oft keine Reizabschwächung feststellen. Das kann sogar auf das Gegenteil hinauslaufen und in gesteigerter Erwartungshaltung und vorsorglicher Anspannung zu noch mehr Stress führen, deshalb AKTIV positive Reize setzen um Reize abzuschwächen. Kann sein, dass bei einem anderen Hund auch nur Gewöhnung reicht, bei uns braucht es Umgewöhnung, jedes Negativereignis brennt sich hier nämlich sehr tief ein.

    Mit Gegenkonditionierung kann man bei einem hocherregten Hund tatsächlich überhaupt nichts falsch machen. Man muss nur gucken, dass der Abstand reicht, damit sie noch erreicht.



    Und zu Führungsqualität:

    Das ist ja leider so ein von diversen Leuten belasteter Begriff.

    Da wird vermittelt , dass es dabei darum ginge, den Hund zu kontrollieren. Das halte ich auch für den falschen Ansatz. Würde auch voll nach hinten losgehen, bzw. gar nicht.

    Was ich aber schon glaube ist, dass man dem Hund vermitteln muss, dass man eine Lösung hat und einer Situation (!) nicht machtlos gegenübersteht. Also dass man die Situation gecheckt hat und signalisiert, wie damit umzugehen ist.

    Das heisst auch, dass man u.U. signalisiern muss, dass man den Auslöser steuern kann. Also wenn zwei sich anschreien, deeskalierende Bemerkung und sie hören auf z.B. - das verschafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Und diese beiden Elemente brauchen insbesondere Hunde, die ein Situation auch alleine regeln würden- so erst kann Teamwork entstehen.

    Auslöser einfach ignorieren und zu meinen, man muss sie nur oft genug wiederholen, klappt nicht, vertieft das Problem eher