Posts by Gatil

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es an der östlichen Ostsee sehr viel leichter ist mit Hund, bei fast jedem Strandzugang gab es eine Seite Hundestrand. Ich hoffe, das ist heute noch so.

    An der Nordsee musste man immer erst mit dem Auto fahren.


    Aber vielleicht wird das im Oktober nicht so eng gesehen.

    Selbst wenn man solch eine ungenützte Grünfläche besitzen würde -

    wisst ihr, wieviel ein anständiger ausbruchsicherer Zaun kostet?

    Und Versicherung.

    Und gepflegt will das Ganze auch noch werden.....


    Da braucht es Jahre, bis man im Plus ist.

    Wir haben selbst ein großes Grundstück, im Frühjahr und Sommer gehört aber der Grossteil irgendwelchen "Wildtieren".


    Aber gerade ein fremder Bereich ,ist halt auch anders als das eigene Territorium.

    Dort wäre es kein Thema.

    Ob Feivel einen fremden Hund (alle außer Arvid) in sein Reich lassen würde?


    Wie ist es dann bei euren Gästen mit Hunden? Ist da Kontakt möglich?

    Nutzen die auch evtl. einen Teil eures Gartens oder ist der tabu?

    Im Rheinland gibt es insgesamt drei große Grundstücke, die meine Hunde (Kissy nicht mehr) frei erkunden können.

    Und wie sie das tun. Die sind zwar nicht dicht an den Zäunen bzw. Hecken und man findet Phoebe dann irgendwann doch beim Nachbarn gucken, aber es gibt so viel zu entdecken. Abends sind sie fix und alle.

    Während wir rumsitzen, verlustieren sich die Hunde jeder auf seine Weise. Und ich glaube kaum, dass es etwas - in diesem Moment - Interessanteres für sie gibt.

    Weil sie Zeit haben und nicht auf uns achten müssen. Wenn man läuft, ist es doch anders. Aber auch das brauchen sie natürlich, das gemeinsame sich bewegen durch die Landschaft.

    Phoebe geht in jede Ecke, kriecht in jedes Loch, schaut überall sehr intensiv und erkundet. Bezaubernd ist, wenn sie etwas entdeckt, was sie nicht kennt und probeweise mal mit der Pfote drauf herumdrückt. Man sieht richtig, wie es in ihrem Hirn arbeitet. Alleine die Goldfische in einem Teich (da durften sie nicht frei sein) haben sie Stunden beschäftigt.

    Carlos ist völlig anders. Er erkundet erstmal alles, dann läuft er Grenzen ab. Immer wieder auch von unserem Platz aus sternförmig in alle Richtungen. Unterwegs nimmt er mal geruchsmäßig so auf, was sich ihm bietet. Bleiben wir lange und länger, fängt er nach spätestens 3 Stunden an, das Ganze zu bewachen und alles zu melden, was ihm unnormal vorkommt. Nachbarn, Passanten, alles was dann neu dazukommt, ist fremd und wird nun nicht mehr unkommentiert gelassen und er besteht darauf, dass wir uns kümmern. Die Leute, die am Anfang schon da waren, bleiben unkommentiert, aber kontrolliert. Er ist ein Bewach- und Kontrollfreak. Und, wie gesagt, er will, dass wir uns kümmern. Das bedeutet, dass dann wir aufstehen und nachschauen und als gefahrlos kommentieren müssen. Dann ist er wieder ruhig. Das ist an einem beschaulichen Sommertag in einer Siedlung etwas anstrengend. Auf dem einen großen Naturgrundstück spielt es keine Rolle.


    Wir alle schätzen diese Zeit.

    sampower


    Frag doch einfach mal.


    Kissy war jahrelang einigermaßen trocken mit Caniphedrin, nun konnte man das nicht mehr erhöhen und sie bekommt zusätzlich Hormone. Nun ist sie staubtrocken.

    Der Nachteil von den Hormonen, die wir auch früher hätten geben können, ist, dass die <Hündin dann gut riecht für Rüden. Und das ewige Belästigen nervt nicht nur den Hund, auch den Halter, weil man es unentwegt erklären muss. Aber irgendwann wissen es alle, auch die Rüden, dass sie nicht läufig ist.

    Es gibt bei uns nur einen Hund, über den ich etwas in diesem Thread sagen kann.

    Phoebe.


    Gehen wir zu zweit spazieren, gehen wir nebeneinander und sie macht ihr Ding wie sonst auch.

    Gehen wir wandern, ist mein Mann meistens vor mir, ich schaue mehr, bücke mich etc. Da hat Phoebe immer das Gefühl, sie müsste uns verbinden, indem sie hin und her läuft. Auch wenn es mehr als 2 Personen sind - sie läuft beständig die ganze Gruppe ab. Da hat sie überhaupt keine Zeit, ihr Ding zu machen.

    Ob sie zählt?


    Sind fremde Hunde dabei, ähnlich. Aber deutlich gestresster. Die gilt es beständig zu kontrollieren und zu beobachten. Alles wird kommentiert. Viel gebellt. Dies sicherlich aus ihrer Unsicherheit heraus, die sie besonders bei großen Hunden hat. Da ist auch die Kontrolle der Hunde wichtiger als die der Menschen.

    Kissy hat mit Wachen gar nichts am Hut.

    Es war und ist ihr völlig egal, wer kommt und geht.

    Sie hat sich allerdings einmal mit ihrem rottweilermässigen Drohgrollen auf einem Bürgersteig gegen pöbelnde Jugendliche vor meinen Mann gestellt. Und schlug diese in die Flucht.

    Bestes Hundi ever!


    Carlos ist unser Wächter im Haus. Und zwar extrem gut funktionierend. Er hört alles. Und will, dass wir uns darum kümmern. Also: er meldet und wir müssen nachschauen gehen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, wenn er was gehört hat. Er übertreibt es nicht, also glaubt man ihm und geht gucken. Er geht dann mit, aber lässt uns immer den Vortritt, schiesst also auch nicht zur Türe. Das haben wir ihm nicht beigebracht, das war so.


    Phoebe hat das früher nicht interessiert, ausser: auf dem Boot. Da mussten wir es unterbinden, weil sie sich so reingesteigert hat.

    Aber ihr Bruder nimmt die Sache zuhause ernst, also kann sie nicht still sein, bellt aber manchmal mit, ohne zu wissen, was eigentlich los ist.

    Sie bellt sehr oft bei Hunden, die sie draussen sieht oder hört, schaut sich dann immer zu mir um. "Hast du den gesehen?Was meinst du?" Ich biete ihr dann an, sie hochzunehmen, was sie manchmal gerne annimmt. Also ein Hundewächter.

    Begegnen wir sehr vielen Hunden, sagt sie nix.



    Selbstwirksamkeitserwartung - das Gefühl, etwas bewirken zu können und darin erfolgreich zu sein.

    Kannst du diesen Begriff bitte durch ein Beispiel unterfüttern?


    Beim Hund ist das gar nicht so einfach.


    Ist es zu simpel, in den kleinen (erfolgreichen) Manipulationen unserer Hunde z.B. bezüglich dem Einfordern von Belohnung in/ nach bestimmten gut gelösten Situationen hier schon so etwas zu sehen?

    Dass sie auch stolz sein können, ungeliebte Situationen erfolgreich gemanagt zu haben (Hundebegegnungen etc.)?


    Oder wenn sie etwas nicht wollen und dies deutlich zeigen und man es zulässt?


    Oona war eine passionierte Hochspringerin und brachte mich an bestimmten Stellen ganz gezielt dazu, einen Art Hilfestellung zu geben. Eine bestimmte Art zu bellen mit einem "Mich - Anhüpfen".


    Phoebe ist Meisterin in der Manipulation ihrer Halter. Sie weiß, was sie will und fordert - zumeist erfolgreich. Und sie weiß, was sie nicht will und ist auch da meist erfolgreich, in dem sie ganz schnell in den Zustand eines den Tod oder zumindestens schwerste Prügel erwartenden Hundes gleiten kann und genauso schnell wieder raus, wenn sie ihr Ziel erreicht hat.



    Beim Menschen gibt es dieses sehr witzige Beispiel:

    Im Aufzug gibt es den Knopf "Türen schließen".

    Man denkt, man drückt darauf und die Türen schließen sich schneller. Das macht zufrieden.

    Angeblich soll dieser Knopf aber gar nichts bewirken. Er leitet nur den Frust ab, warten zu müssen und verhindert so, dass wild auf anderen Knöpfen rumgedrückt wird, was wohl vermehrt Störungen hervorrufen kann.



    Wer hätte denn noch Beispiele bezüglich der Selbstwirksamkeitserwartung bei Hunden? Bin mir unsicxher, ob meine Beispiele gut genug sind.

    Zur Selbstbestimmung kommt ganz wichtig noch die Selbstwirksamkeitserwartung - das Gefühl, etwas bewirken zu können und darin erfolgreich zu sein.


    Auch das gehört zu einem guten Leben. Für Mensch und Hund. Das fällt Mensch und Hund nicht in den Schoß, das braucht Selbstbestimmung, Freiheit, Respekt und im besten Falle eine gute Unterstützung, dieses Selbstbewusstsein zu entwickeln.


    Die meisten verstehen unter Erziehung beim Hund Dressur.

    Und unter Beschäftigung auspowern.


    Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeitserwartung hat nichts mit "ausgepowert" zu tun. Viele nehmen an, dass letzteres einen glücklichen Hund ausmacht.

    Macht es nicht.

    Einen ganz lieben Dank :)





    Ich möchte bei diesem Foto aber nicht unerwähnt lassen, dass es fantastisch ist, dass sie offensichtlich problemlos die Hühnchen in Ruhe lässt - diese pickenden und leise gackernden Plüschwesen, die meine drei nur zu gerne aufscheuchen würden, da bin ich mir sehr sicher.....

    .....Und dazu sollte der Hund genug Entfaltungsraum kriegen, also selbstgewähltes Programm statt vorgesetztes.


    Das finde ich sehr wichtig und versuche ich auch jedem Neuhundehalter - davon gibt es jetzt hier Massen - ungefragt zu vermitteln.

    Die wenigsten verstehen, wovon ich spreche.

    Und die wenigsten Hundeschulen vermitteln das.

    Alle erziehen unentwegt.



    Beim Menschen ist das Gefühl der Möglichkeit der Selbstbestimmung eine der Grundlagen für Glück.

    Dass es beim Hund auch so ist, davon bin ich überzeugt.

    Hat was mit Respekt zu tun.

    Es heisst doch immer: "Jeder bekommt den Hund, den er braucht".

    Vielleicht ist es dieser Hund mit seiner Brille, der dich irgendwann evtl. befähigt, den Leuten das Wort "Augenkrankheit" entgegenzusprechen. Schmettern wäre vermutlich zu viel.


    Um so grösser momentan dein Verdienst um diesen Hund, durch den eine Situation entstehen könnte, die dich belastet. Und doch trägt sie die Brille!

    Du bist viel stärker, als du denkst.

    Super!!!

    Bei den beiden Hündinnen, die ich vor den jetzigen Hunden hatte, kam es, wenn eine etwas Besonderes hatte, z.B. Trichter um oder so, immer zu Streitigkeiten. Dann bekamen beide das Gleiche. Also hätte ich von Anfang an mit zwei Brillen arbeiten müssen, egal, ob in einem Falle nötig oder nicht.


    Später hatte Oona eine runde Brille zum Vespafahren, die wurde von ihr auch anstandslos akzeptiert, obwohl die eure sicherlich bequemer ist. Die Sorte kannte ich damals nicht.


    Ihr macht das super!

    Muss denn das Auslaufen nur am Struvit liegen?

    Ist sie kastriert?


    Kissy läuft aus nach der Kastration mit 7 Jahren, aber mit Caniphedrin über Jahre und nun mit Hormonen zusammen ist sie staubtrocken.

    Manche Hunde beissen, weil sie eher unsicher sind. Manche, weil sie sehr selbstsicher sind.

    Und die landen dann im gleichen Topf?


    Das, was das Verhalten auslöst, unterschieden danach, ob es sich gegen Hunde oder gegen Menschen richtet und wo da die Motivation liegt und wie die menschliche Komponente dazu gehört (falscher Umgang des Hh mit dem Verhalten des Hundes) - das müsste erheblich deutlicher unterschieden werden.


    Und es müsste klarer gemacht werden, dasd z.B. Knurren und Massregeln keine Aggression ist, sondern Komunikation.