Posts by Annali

    Ich fall vom Stuhl, die haben echt die Lappen mitgetestet? :rolling_on_the_floor_laughing:

    Sorry, keine qualifizierte Meinung. Aber die tauchen nie in einer Statistik auf, als würde es sie nicht geben.

    Lappen? Sagt man das so bei der entsprechenden Hunderasse?


    Naja es is die Abkürzung und ein Running Gag für Lapphunde

    Und weil die Lapphunde gerne im Rudel leben, heißt es „Es läppert sich zusammen“ - richtig?!? :zany_face:

    Anstelle der "Ganzkörper-Kontrolle" von einem völlig fremden

    „Körperkontrolle“ war bei meiner Prüfung durch mich, nicht durch Fremde. Das war eher so ein „Pfote auf Verletzung prüfen, falls der Hund humpelt“.


    Ich glaube, man kann es wirklich vernünftig gestalten so einen Hundeführerschein. Ich finde es nur blöd, dass es zum größten Teil die hundeschulen sind, die das anbieten - die passen die Prüfung dann auf ihr Kursangebot und auf ihre Philosophie an. Ich habe echt stundenlang im Internet gesucht, bis ich die Möglichkeit gefunden habe, die Prüfung beim Tierheim zu machen. Die hundeschulen machen Werbung ohne Ende dafür, so gut wie immer gekoppelt an Kurse, die man belegen muss, bevor man die Prüfung ablegen darf.

    Ich habe (auch Niedersachsen) den theoretischen Test vor vier Jahren gemacht, den praktischen Test vor drei Jahren. (Theorie muss man machen, bevor der Hund einzieht, praktischen Teil spätestens 12 Monate nach Einzug).


    Bei mir waren im Theorieteil wieder ganz andere fragen. Nix zu Fütterung oder gar Bestrafung. Das waren zum Teil fragen zur rechtlichen Seite (Zwingerhaltung verboten, einsperren verboten,...), zur Körpersprache (Körperhaltung einordnen, Meideverhalten benennen, ...), zum Verhalten als Halter mit Hund in der Gesellschaft (Kackhaufen einsammeln, Leinenpflicht beachten,...) und zur Gesundheit (ab welcher Temperatur Fieber, Anzeichen für Schmerzen,...). Also insgesamt nicht verkehrt.


    Praktischer Teil war einfach ein Spaziergang mit der Prüferin. „Prüfungsaufgaben“ waren z.B.

    - Radfahrer passieren

    - Kinder passieren

    - allgemein andere Passanten passieren

    - andere Hund-Halter-Gespanne passieren (Hund darf dabei auch pöbeln, nur nicht in andere reinrennen)

    - Abruf (da durfte man auch mit Würstchen winken, ganz egal, Hauptsache der Hund kommt)

    - an einer Ampel über die Straße gehen

    - ein Stück auf dem Fußweg gehen

    - dem Hund unterwegs „untersuchen“ (Pfoten anschauen, ins Ohr gucken, Zecke absammeln simulieren)


    Es wurden dabei keine Situationen gestellt, sondern einfach das genutzt, was gerade geboten wurde (Jogger, Radfahrer,...). Kein in Geschäfte gehen oder Fahrstuhl fahren oder anbinden und weggehen oder so. Es war auch egal, was der Hund gemacht hat, der durfte bellen, pöbeln, ... wichtig war nur, dass man als Halter gemanagt hat.


    Für mich war das völlig ok und ich fand und finde es für Anfänger auch nicht so schlecht. Jedenfalls wenn es so gemacht wird wie bei mir.


    Ist aber nicht unbedingt überall gleich. Der Hundeführerschein wird auch von hundeschulen angeboten und da wird teilweise im Praxisteil schon so ein scheiß geübt wie „in der vollen Fußgängerzone anbinden und shoppen gehen“. Ich hatte letztlich den theoretischen Teil beim Tierarzt gemacht (halbe Stunde am pc sitzen und multiple choice anklicken, Auswertung und Bescheinigung wurde dann sofort ausgedruckt) und den praktischen Teil beim Tierheim (gemeinsamer Spaziergang mit Tierheimleiterin - für Lynnko wurde während dieser Stunde verdammt häufig Interesse bekundet - irgendwann habe ich schon angefangen den Tierheim-Gassigängern entgegenzurufen „Das ist meiner! Den können Sie nicht haben!“)

    Ich würde auch direkt zum Tierarzt gehen. Ich denke schon, dass manche Hunde länger brauchen, um eine Narkose wegzustecken als andere - ist bei Menschen ja auch nicht anders. Trotzdem würde ich mir die Meinung eines weiteren Tierarztes/Tierklinik einholen. Und das Kopfschütteln ist ja erst nach zwei Tagen aufgetreten - das finde ich nicht normal. Könnte natürlich „nur eine Ohrenentzündung“ sein, also ein dummer Zufall zeitlich. Aber eine Ohrenentzündung würde auch tierärztlich behandelt gehören. Ich hätte aber Sorge, dass es was neurologisches ist und vielleicht doch irgendwie mit der Narkose zusammenhängt - und wäre deshalb längst unterwegs zur nächsten (anderen) Tierklinik/-praxis.


    Alles Gute für die kleine Maus. Ich drücke die Daumen, dass es nur harmlose Narkosenachwirkungen sind, die von allein verschwinden!

    Lynnko macht das auch und bei ihr ist es Territorialverhalten, denke ich. Sie macht das bei Hunden, bei Katzen, bei Menschen... Sie differenziert bei den Nachbargrundstücken auch, wer da hingehört und wer nicht. Der Nachbarssohn wird nicht verbellt, dessen Besucher aber schon...


    Ich nehme dann „die Gefahr zur Kenntnis“, benenne sie und bedanke mich beim Rabauken fürs aufpassen - also lobe sie durchaus auch dafür. Dann ist es auch ok. Je nachdem, was der Auslöser war, kann es sein, dass sie dann noch zum beobachten bleibt. Oder es ist damit erledigt. Beim Kumpel des Nachbarsohns wäre es mit kurzem „Hab ich gesehen. Das ist nur ein Freund von Nils. Hast du super aufgepasst!“ erledigt. Irgendwelche Arbeiter würden durchaus eine Weile beobachtet werden, aber dann halt ruhig (es sei denn, sie machen was komisches/verdächtiges - dann würde sie nochmal wuffen).

    Bei uns ist es so halb-flexibel. Lynnko kann ja grundsätzlich immer ein halbes Schwein auf Toast vertilgen, dennoch ist es ihr in der ersten Tageshälfte eher möglich ohne zu überleben als in der zweiten.


    Sie bekommt nach unserer Vormittagsrunde etwas, auch bei uns ist es wie bei nebelfrei egal, ob die Runde kurz oder lang oder früher oder später war. Die Hauptmahlzeit ist am Nachmittag, irgendwann zwischen 14:30 und 17:00 Uhr. In dieser Zeit meldet Lynnko manchmal ihren Anspruch an (manchmal auch sehr nachdrücklich), manchmal verpennt sie die Fütterungszeit, ist aber stets mit größter Einsatzbereitschaft zur Stelle, wenn wir sie erinnern. Am Abend gibt es dann noch mal eine kleine Portion leicht verdauliches - das beugt dem Sodbrennen vor. Auch hier gibt es keinen Zeitpunkt, sondern eher eine Zeitspanne.


    Praktisch daran finde ich, dass es bei uns nicht schlimm ist, wenn wir mal im Stau stehen oder zu Fütterungszeiten Termine haben. Da sind wir selbst dann halt flexibler.

    Ich mache relativ wenig selbst. Bei Magen-Darm-Geschichten bissl fasten und dann Schonkost mache ich auch, wenn ansonsten der Allgemeinzustand in Ordnung ist. Ansonsten greife ich zum Hörer und rufe zumindest unseren Tierarzt an. Er sagt mir dann, was ich selbst tun kann bzw. beordert uns in die Praxis. Aber ich bin ja auch erst seit 4 Jahren Hundehalter und Lynnko hat - Gott sei Dank - noch nicht viel behandlungsbedürftiges gehabt, so dass mir logischerweise auch schlicht die Vorerfahrumg fehlt. Und ohne Plan rumexperimentieren würde ich nicht.

    Hat er. Kann sie, "besser" und schneller als meiner!

    Hat er aber nicht gesagt! Es ist nicht SItz oder Platz ertöNT, sondern der Rückruf. Den hat sier sogar ausgeführt. Auch nachdem sie ihren geliebten ball geholt hat. Und sich damit in Gefahr gebracht - ist in die radfahrergruppe gerannt - kam halt nicht durch Bis zu herrchen.

    So eine ähnliche Situation hatten wir auch mal. War keine Radfahrergruppe, sondern ein Mountainbiker. Der war echt schnell unterwegs, kam über die Bergkuppe geschossen, so dass ich ihn erst spät sehen konnte. Und, naja, dann war er echt noch schnell. Ich hätte sagen sollen „Warte“, so dass der Radfahrer am ruhig stehenbleibenden Hund vorbei kann. Stattdessen habe ich gesagt „Ach du scheiße ... Lynnko, komm!“ - also Abruf. Lynnko ist aber nicht sofort gekommen, sie blieb stehen und hat den Mountainbiker angeguckt, als er vorbei war noch ne Minute hinterhergeguckt und dann kam sie angetrottet, um sich ihre Belohnung fürs Kommen abzuholen. In so einem Moment, also wenn ich das falsche Signal/Kommando gebe, bin ich froh, dass mein Hund sowas nicht zuverlässig erfüllt, sondern das Sinnvolle und Richtige tut - sie war halt - wie so oft - der Meinung, dass sie es besser weiß. Völlig zu recht.

    Mir ist hier teilweise zu viel schwarz-weiß-Denken.


    Ich denke nicht, dass ein „zuverlässiger“ Hund seinen Willen aufgibt und nur im Kadavergehorsam steht und keine Freiheiten mehr hat. Genauso wenig denke ich, dass ein Hund, der nicht „zuverlässig erziehbar“ ist, unter Leinenknast steht und insoweit keine Freiheiten mehr hat. Das sind so Überspitzungen in zwei extreme. Dann müssten ja alle Border Collies und alle Huskies die unglücklichsten Hunde auf der ganzen Welt sein - die einen wie die Roboter bei Fuß laufend, die anderen stets und ständig an kurzer Führleine angekettet. Das ist doch Quatsch, und zwar beides.

    Ja, da schließe ich mich auch an.


    Lynnko ist für mich 0% kommandierbar, aber trotzdem 100% verlässlich. Und immerhin gute 90% bestechlich - das hilft ungemein :gibigr:

    So, dann kommen meine Erwartungshorizonte auch noch:


    Meine Erwartungen an Lynnko sind niedrig. Ich halte es da wie Maico: Mit jeglicher Art von Hundesport, Hundeplatz, Agility,... kann ich nichts anfangen. Mein Hund auch nicht, also passen wir in dieser Beziehung sehr gut zusammen. Ich habe einen Hund, weil ich mit einem Hund zusammenleben und durch die Natur ziehen wollte - da ist es bei mir wie bei Zenta. Und mehr muss Lynnko auch nicht können (also mit mir zusammenleben und mit mir durchs Grüne streifen).


    Natürlich kann sie trotzdem ganz viel - sie lebt halt mit uns zusammen und hat ganz automatisch sich unseren Gewohnheiten und Gegebenheiten angepasst. Weil wir ständig vor Straßenüberquerungen am Bürgersteig anhalten, macht sie das auch. Weil wir - soweit vorhanden - immer auf dem Fußweg gehen, macht sie das auch, usw. ... Das wurde nicht trainiert, das ergab sich einfach im Laufe der Zeit.


    Natürlich gibt es bei uns trotzdem einen Abruf. Es gibt auch ein Warte. Beides funktioniert ganz gut, aber niemals zu 99 %.


    Aber: Auch wenn ein Hund nur zu, sagen wir 50 % hört (Lynnko schafft schon mehr, glaube ich), dann heißt das nicht, dass man als Halter jedes Mal ne Münze werfen könnte „Kommt er oder kommt er nicht“. Ich weiß bei Lynnko, wenn wir losziehen nach wenigen Minuten, wie sie drauf ist, und ob ich eine Rückrufquote von 10 % oder von 95 % bekomme. Hat sie direkt nach den ersten fünf Metern ihre Nase unten oder im Wind und guckt mich nur mit dem Allerwertesten an, dann bleibt die Leine dran. Ist sie aufmerksam, guckt mich von alleine an, kann die Leine ab. Die Gegend kann auch einen Unterschied machen - Wald ist bei uns deutlich schwieriger als Feld. Im Ort mit Straßenverkehr ist die Leine bei uns eh Pflicht. Die Jahreszeit macht auch einen Unterschied. Frühling, zur Brut- und Setzzeit, geht gar nicht - da ist hier eh Leinenpflicht, aber auch ohne Verordnung könnte ich Lynnko in dieser Zeit nicht von der Leine lassen. Im Sommer und Spätsommer läuft sie dagegen fast immer frei - da jagt sie sowieso nur Mäuse und die jagt sie mit wie ohne Leine.

    Wir machen es ähnlich wie Sampower. Immer mal wieder Suchspiele zwischendurch. Spielzeug mitnehmen geht nicht (mehr). Keine Ahnung warum, aber irgendwann fing es an, dass Lynnko, sobald sie das Spielzeug hat, damit schnurstracks nach Hause marschiert und das Spielzeug sicher in ihrer Spielzeugkiste verstaut... :woman_shrugging:


    Leckerlies in Baumrinde stecken machen wir übrigens auch. Ich nehme Softleckerlies statt Käse. Würde ich Käse nehmen, würde Lynnko vermutlich jeden Baum absuchen.


    Es gibt aber auch Spaziergänge oder mal Phasen bei Spaziergängen, wo ich einfach meinen Gedanken nachhänge und Lynnko einfach vor sich hin schnüffelt. Manchmal fordert sie aber auch Beschäftigung ein. Je bekannter der Weg, desto mehr Beschäftigung ist erforderlich. Unbekannte Wege müssen schließlich "erforscht" werden, das ist Beschäftigung genug.

    Müssen aber auch beim Kacken nicht vom Gehweg herunterziehen, weil Quinta sowieso ganz zackig ins Gras marschiert. Ich muss allerdings gestehen, dass ich sonst wohl zu denen gehören würde, die Hund zügig nen halben Meter nach links ziehen, weil es mir unangenehm wäre, wenn jemand in den Hauf tritt, während ich Wasser hole.

    Lynnko ist ja sehr eigen mit ihren Kackplätzen. Mindestens 500 Meter von daheim weg, mindestens dreimal abgebogen und muss irgendwo abseits in der Natur sein. Gerade deswegen würde ich sie nicht wegziehen, wenn sie mal auf den Gehweg machen sollte. Weil ich wüsste, dass es dann wirklich dringend ist und sie nicht mehr anders kann.

    Ich kann mir vorstellen, dass das ein harter Rückschlag ist. Aber ich bin mir auch sicher, dass ihr das wieder hinbekommt. Braucht natürlich Zeit und ist bestimmt verdammt frustrierend. Aber trotzdem - das wird wieder. Du und Nuka, ihr seid so eine Einheit, ihr bekommt das wieder hin!


    Aber ist natürlich extrem sch..., wenn ihr an befahrenen Straßen vorbei müsst, wenn ihr rausgeht. Gibt es die Möglichkeit, Nuka direkt in den Bus zu verfrachten und dann ein Stückchen raus zu fahren? So dass ihr euch ganz langsam wieder fremden Fahrzeugen annähern könnt?

    Lynnko markiert viel und sie markiert auch gewissenhaft über andere Markierungen. Aber an Hauswänden, Zäunen, fremden Grundstücken, Laternenpfähle, Autos etc. wird nicht markiert. Wir haben sie immer schnüffeln lassen, dann aber vor dem markieren mit einem knappen „Nein“ + „Das ist nicht unser ...“ unterbrochen und mit Leckerlie abgelenkt. Heute erkennt sie Grundstücksgrenzen irgendwie selbst und auch „öffentliche Grünstreifen“. Was Grünes hat sie eh schon immer am liebsten als Untergrund. Ganz selten ist eine Markierung am Zaunpfosten oder so mal so interessant, dass sie übers markieren nachdenkt (das merken wir am sehr intensiven/langen schnüffeln). Aber auf „Das ist nicht unser Grundstück“ reagiert sie sofort mit Leckerlie-Abholen.


    Insgesamt können wir sie heute aber völlig bedenkenlos an der 8-Meter-Flexi durch Orte (natürlich nur Spielstraßen und so, sonst ist die Leine natürlich kürzer) laufen lassen, ohne dass sie markiert. Sie schnüffelt und geht dann weiter.


    An fremden Häusern/Zäunen/Autos... markieren lassen finde ich extrem unhöflich und respektlos.


    Ich höre aber auch gelegentlich von anderen Hundehaltern, dass sie es nicht zulassen, dass ihr Hund einen Haufen auf einen Gehweg macht und den Hund dann weg ziehen. Das würde ich nie machen. Was das kack... angeht gilt für mich: Was raus muss, muss raus, auch auf einem Gehweg (auf fremde Grundstücke geht Lynnko eh nicht). Da wird die Hinterlassenschaft dann halt aufgesammelt, im Fall von Durchfall komme ich mit einem Eimer Wasser wieder.