Posts by Annali

    Kommt auf das Fell an. Bei Lynnko ist es schon wieder so dicht, dass die Zecken erstmal eine Stelle mit dünnerem Fell finden müssen, um durch zu kommen. Zum Beispiel am Bauch oder an den Gelenken. Am restlichen Hund sehen wir sie krabbeln (bei Lynnkos Fellfarbe geht das ja ganz gut). Beim Rabauken müsste das also klappen mit der Fusselrolle. Und könnte gleichzeitig daran scheitern, dass nach einer Umdrehung die Fusselrolle mit nem dicken Teppich belegt ist. Jedenfalls während des Fellwechsels. Aber die restlichen 4 Wochen des Jahres probieren wir das mal aus! :grinning_face_with_sweat:

    Puh, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sehr dich das geschockt hat. Die Daumen für Wanti sind fest gedrückt.


    Was war die Ursache für die Krampfanfälle bei Lupus? Gab es da eine Diagnose?

    Voll die schwere Entscheidung finde ich.


    Wie alt werden denn RRs im Schnitt? Es sind ja recht große Hunde - da ist 11 Jahre dann ja häufig als „älter“ einzustufen als bei einem kleinen Hund, der von vornherein 4-5 Jahre mehr Lebenserwartung hat.


    Und dann noch die Frage, die nur der Halter selbst einschätzen kann - wie „alt“ ist dein Hund.


    BVBTom Du schreibst, dass du ihr die Zeit so gut wie möglich machen möchtest und dass sie recht viel schläft. Das klingt schon danach, dass du damit rechnest, dass es quasi jedes Jahr so weit sein könnte, dass sie geht. Und ihr deshalb keine Narkose zumutend möchtest.


    Der Halter kennt seinen Hund am allerbesten, darum finde ich dein persönliches Bauchgefühl schon sehr wichtig.


    Und dann die Frage, was heißt „es wird immer größer“? Eher so, dass es von Reiskorngröße auf Erbsengröße wächst oder von Tennisballgröße auf Medizinball? (um es mal überspitzt auszudrücken) Heißt: Wie groß ist die Gefahr/Wahrscheinlichkeit, dass das Geschwür Luna irgendwann tatsächlich stört oder beim Liegen oder so behindert? Das wäre für mich auch ein wichtiger Punkt. Bleibt es bei einem kosmetische Problem und wird den Hund ansonsten auch künftig nicht belasten - dann würde ich sagen „Scheiß drauf“ - sie muss ja auf ihre alten Tage keinen Schönheitswettbewerb mehr gewinnen. Besteht die realistische Gefahr, dass das Ding sie in Zukunft beeinträchtigt, dann würde ich doch ernsthaft über eine OP nachdenken.


    Und natürlich - sollte irgendwas anderes anstehen, würde ich das Ding auf jeden Fall mit wegmachen lassen.

    Ha, erwischt!! Da sieht man mal, wie Ihr Euch verschätzt. Annali schick mal ein Beweisfoto: Lynnko kann doch durch ein Fenster mit Rahmen schauen, nicht wahr???

    Aber natürlich! Bitteschön! Ihr seht sie doch da hinter auf der Terrasse hinter dem Fensterrahmen hervorschauen, oder? ODER?!?

    Die sind meist mit weniger Getöse am Start. Das kommt oft erst kurz vor knapp als Warnung. Muss aber auch dazu schreiben, dass Alarm Schlagen und Wachen hier nicht in jedem Fall das Selbe ist.

    Was auch noch individuell dazukommt: Nicht jeder Hund ist so bellfreudig wie zum Beispiel ein Sheltie. Lynnko ist absolut wachmotiviert und auch sehr territorial. Aber - ganz Shiba-typisch - ist sie kein „Kläffer“, sie bellt überhaupt nur sehr selten, meistens benutzt sie statt Bellen verschiedene Formen von Prusten und Schnauben (da gibt es eine breite Palette von Lauten mit ganz unterschiedlicher Bedeutung).


    Das ist bestimmt auch ein Grund, warum es bei Lynnko nicht zur Verhaltenskette „mehr bellen“ gekommen ist - Bellen ist sowieso nicht so ihr Ding.

    Aber dann Kekse zu füttern, traue ich mich auch nicht. Sie ist schon ein kleiner Seismograph. Ausbauen möchte ich das nicht noch.

    Das ist allerdings auch einfach ne Frage des Timings. Den Keks sollte man nicht unbedingt in den bellenden Hund reinschieben. Wir haben erst die Gefahr zur Kenntnis genommen, benannt und für ok befunden und die Belohnung kommt in dem Moment, wenn der Hund aufhört zu bellen und idealerweise kurz Blickkontakt aufnimmt, also erst in dem Moment, wenn der Hund ruhig ist.

    Eine Verhaltenskette ist das trotzdem. Taavi macht sowas bewusst um Kekse zu generieren. Der ist früher los geschossen, hat sich selbst abgebrochen und zu mir geschaut und darauf gewartet dass was von mir kommt. Also ich mein in Situationen wo eben nichts war.

    Man kann sowas vielleicht nutzen um einen Fuß in die Tür zu bekommen. Oder man hat eben einen Hund dem Futter nicht so wichtig ist dass er sowas eben direkt für sich nutzt.

    Ja, aber bei Lynnko funktioniert das tatsächlich nicht als Verhaltenskette in dem Sinne, dass sie dann noch öfter meldet. Sie speichert dann „Dinge, die ok sind“ ab als „ist ok, muss ich nicht mehr melden“. Neue Dinge, andere Besucher in Nachbars Garten, LKW in unserer Straße, der komisch piepst oder ein lautstarker Streit in der Nachbarschaft, werden gemeldet, aber gut ist es erst, wenn unsere „danke fürs melden, aber das ist ok so“-Ansage durch einen Keks besiegelt wird. Ohne Keks ist es dann halt nicht ok genug und es wird weiter so lange gemeldet, bis der „Das ist wirklich ok“-Keks kommt.


    Ich glaube für Verhaltenskette im Sinne von „Oh, wenn ich das nochmal melde, gibt es wieder nen Keks“ ist die zu doof… :gi22:

    Das muss ich nicht zusätzlich belohnen.

    Ja, weil dieses „angemessen würdigen/zur Kenntnis nehmen“ bereits Belohnung genug ist. Lynnko tickt da eher wie ein Labrador oder ein Beagle: Belohnung fängt mit W B an und hört mit ürstchen auf - sonst isses keine Belohnung!1elf


    Lynnko: „Von Luft und Liebe werd ich auch nicht satt! :gihu:

    Aber dann Kekse zu füttern, traue ich mich auch nicht. Sie ist schon ein kleiner Seismograph. Ausbauen möchte ich das nicht noch.

    Das ist allerdings auch einfach ne Frage des Timings. Den Keks sollte man nicht unbedingt in den bellenden Hund reinschieben. Wir haben erst die Gefahr zur Kenntnis genommen, benannt und für ok befunden und die Belohnung kommt in dem Moment, wenn der Hund aufhört zu bellen und idealerweise kurz Blickkontakt aufnimmt, also erst in dem Moment, wenn der Hund ruhig ist. Wir haben anfangs mit dem Klicker gearbeitet, um den genauen Zeitpunkt der Belohnung präzise zu kennzeichnen. Und ich muss dazu sagen, dass unser Garten sehr günstig liegt, nicht zur Straße, sondern umschlossen von Grundstücken der Nachbarn. Nach vorne zur Straße gibt es kein bodentiefes Fenster, wo sie Wache schieben könnte.


    Und es kann durchaus vorkommen, zum Beispiel wenn direkte Nachbarn ne Party im Garten feiern, dass der Rabauke sich nicht komplett beruhigen lässt, sondern immer mal wieder anschlägt. Dann wird sie halt auch mal einkassiert und bekommt „Stubenarrest“. Aber insgesamt klappt das sehr gut.

    Mit Lynnko funktioniert das prima mit der Belohnungsmethode. Die ist zwar auch verfressen wie verrückt, aber so verrückt wie Taavi ist sie dann doch nicht (Sorry, Taavi! Wo steht das Sparschwein? :upside_down_face: ).


    Zusätzlich zum belohnen benenne ich noch das, was gemeldet wurde. „Prima gehört, das war aber nur der Spike - das ist ok, der wohnt da“, „Hast du fein aufgepasst. Das ist ok so, das ist nur die Müllabfuhr“ - irgendwann reicht dann ein kurzes „Ist ok, ist nur die Müllabfuhr“ und dann ist es auch ok.


    Wenn unsere Nachbarn Besuch haben, hängt dann allerdings ein eskalierender kleiner Rabauke am Zaun - denn sie weiß ja genau, welche Personen und Stimmen und Geräusche zu welchem Grundstück gehören und welche nicht. Das finden die Nachbarn aber eigentlich alle ganz gut, dass sie auf deren Grundstücke mit aufpasst und kommen mittlerweile unaufgefordert an den Zaun, um ihre Gäste vorzustellen und zu „legitimieren“ (mit Lob und Leckerlie - so wie der Rabauke das gern hat).

    Nö, aber wenn eine Piloerektion ausdrücklich als "Drohverhalten" gedeutet wird ohne jeden Kontext, finde ich das falsch, Zitat: "erstes Drohverhalten, wie fixieren mit dem Blick, Lefzen kräuseln oder die sogenannte Piloerektion – das Aufstellen des Felles." Da wäre es zumindest angebracht zu erwähnen, daß dabei die komplette Körpersprache des Hundes zu berücksichtigen ist und es Anzeichen sein könnte.

    Und ich dachte ehrlich auch als Deutschlands beste Hundetrainerin sollte man sich so einen Faux Pas nicht leisten .

    Genau! Und sie erwähnt auch überhaupt nicht das Fixieren mit dem Blick, wenn der Hund meint, dass es Zeit fürs Futter ist oder dass man bitte aufwachen soll! Und das Züngeln und Spiel mit dem Ohren im Zusammenhang mit dem Öffnen einer Käsepackung im Nachbarraum! Also wirklich, und das als Deutschlands beste Hundetrainerin…


    Wenn sie über Knurren als Teil des Droh- und Eskalationsverhaltens schreibt, dann sollte sie zumindest auch außerhalb der Überschrift und des gesamten Textes noch mal auf diesen Kontext hinweisen. Echt mal!1elf :gi194:

    Ich war einer der Kritiker in der Diskussion im polar und habe mich hier ganz brav auf die Finger gesetzt 😇😂

    Ich erinnere mich, dass ich mich im Polar brav auf die Finger gesetzt hatte („Oha - ich stell jetzt mal lieber keine Bilder vom Dänemark-Urlaub ein…“). :face_with_tears_of_joy:


    Ich glaube aber tatsächlich, dass man sich als Tourist keine sooo großen Sorgen machen muss, denn die Dänen haben ja ein großes Interesse am florierenden Tourismus. Wird dann ein Hund auffällig (oder ein Hund einer verbotenen Rasse ins Land geschmuggelt), wird er üblicherweise mitsamt seiner Menschen des Landes verwiesen. Was nicht heißt, dass ich mit einem potentiell auffälligen Hund oder einem Hund einer verbotenen Rasse dort Urlaub machen würde.


    Lynnko ist da halt einfach unproblematisch. Sowohl vom Aussehen her - die würde niemand mit nem Listenhund verwechseln, als auch vom Verhalten. Im Zweifel ergreift sie die Flucht, die wird ja nicht mal aggressiv, wenn ein Mensch sie direkt angreift. Und von anderen Hunden hält sie sich fern und ist sowieso dauerhaft an der Leine - in fremden Gegenden immer (wegen plötzlicher panischer Fluchtgefahr). Und schließlich sind wir, wenn überhaupt, immer nur im Winter in Dänemark, wenn da wirklich nix los ist. Trotzdem hatte ich vor unserer letzten Dänemark-Reise (das war 2018) Jens genauestens über das dortige Hundegesetz aufgeklärt und zur ausdrücklichen Vorsicht ermahnt.

    Ich glaube es war einfach nicht das erste Mal. Klang zumindest so.

    Was vorher war, weiß ich nicht.

    Das war im Polar schonmal groß thematisiert mit dem Dänemarkurlaub, damals auch ausgelöst durch einen Post von BVBTom.


    Zum Thema: Ich mag Dänemark. Und mit Lynnko habe ich auch Null Sorge. Ich verstehe aber natürlich auch, dass Leute mit - hmm, ich sag mal „verhaltensoriginellen Hunden“ (Sorry, Taavi! Du weißt, ich mag dich voll gern!) das anders sehen.


    Viele meiden Dänemark aber auch „aus Prinzip“, um ein Zeichen gegen die dortigen Hundegesetze zu setzen. Und so bekommt man als Dänemarkreisender schon mal „Gegenwind“ in Form anderer Ansochten. Ich finde aber schon, dass man das aushalten sollte. Vielleicht ist das gerade der Monat der Dünnhäutigkeit.

    Ich glaube, da ist auch viel von Facebook und Co. aufgebauscht. Ich habe bisher keinen nachgewiesenen Fall gefunden, wo tatsächlich ein Hund von Touristen eingezogen oder gar eingeschläfert wurde. Im Zweifel werden die Touristen mitsamt ihres Hundes nach Hause geschickt, selbst wenn es ein Listenhund ist.


    Mit Lynnko hatten wir sowieso keine Probleme. Das einzige, was mir in Dänemark aufgefallen ist, waren die vielen Hundewälder - eingezäunte Waldflächen, wo man seinen Hund freilaufen lassen kann. Die gibt es da gefühlt alle paar Kilometer. Wobei die Hunde an den Stränden (zumindest außerhalb der Hochsaison) auch problemlos freilaufen können. Und - nachteilig - in Dänemark dürfen Hunde fast nie mit ins Restaurant, ich glaube das ist dort gesetzlich wegen Gesundheitsrichtlinien festgelegt. Im Sommer, wenn man draußen sitzen kann, kein Problem. Wir haben uns im Winter dann auf essen zum mitnehmen beschränkt.

    Ich durfte Taavi ja schon öfter mal treffen und habe ja schon mal geschrieben, dass er mich in vielerlei Hinsicht an Lynnko erinnert. Was die Bedürfnisse nach Ruhe und Beständigkeit und Routine angeht auf jeden fall, aber auch dieses Auslösen - man kann mit der Zeit viel erahnen und manches vorhersehen, aber oft wird man überrascht, das ist beim Rabauken auch so. Mit dem kleinen (riesengroßen) unterschied, dass Lynnko nicht nach vorne auslöst, sondern mit Flucht reagiert. Ist (und war) Lynnko tatsächlich der Hauptgrund für „Leinenknast“. Sie würde im Panikmodus nicht mehr einfangbar sein, auch nicht mehr auf uns reagieren fürchte ich. Aber dafür müssen wir nicht befürchten, dass sie andere Menschen stellt oder bedroht - ist im Alltag natürlich erstmal deutlich leichter händelbar und Lynnko dadurch auch alltagstauglicher.


    Taavi hat aber auch schon wahnsinnige Fortschritte gemacht und er hat ne krasse Bindung an dich sampower. Ich möchte ihn immer knuddeln, wie er immer ganz dolle versucht alles richtig zu machen und dabei dann manchmal die Welt und sich selbst nicht mehr versteht und alles zu viel geworden ist und er scheint dann hinterher selbst nicht zu wissen, wie das passieren konnte.


    Und bei Lynnko werden die Auslöser von Jahr zu Jahr stetig weniger. Man merkt das immer gar nicht so richtig bis man dann in irgendeiner Situation gelandet ist und hektisch seinen Hund rausnehmen will und plötzlich realisiert, dass der Rabauke ganz cool ist (und natürlich der Meinung, dass er dafür jetzt nen dicken Keks verdient hat). Taavi wird auch immer weiter Stück für Stück souveräner werden und damit auch immer alltagstauglicher. Man vergisst schnell wie jung er noch ist, er ist im Kopf ja noch gar nicht richtig erwachsen.